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Review This Story || Author: masostud

Vom Regen in die Traufe (German)

Part 1


Vom Regen in die Traufe


Die Leiden eines Kriegsgefangenen


Roman von „Masostud“

© 2011 by Masostud



Erstes Kapitel


Die Ostfront des „1000-jährigen Reiches“ war im Winter 1943 auf 1944 de-facto am Zusammenbrechen. Immer mehr Bataillone lösten sich entweder durch Fahnenflucht oder durch die Kälte und den Verpflegungsmangel oder schlicht und einfach durch Einwirkungen der russischen Armee auf. Ich ahnte den Zusammenbruch des 3. Reiches und wollte nicht zu den Verlierern gehören, dafür war mir mein erst 20 jähriges Leben zu jung, und meine Eltern in Dresden wollte ich auch möglichst lebend wiedersehen.


Also entschloss ich mich zum Überlaufen zu den Russen, bevor ich mir eine tödliche Kugel einfangen oder von einer Granate zerrissen oder von einem Panzer überrollt werden würde. Ich wusste zwar, dass Fahnenflucht mit sofortiger standrechtlicher Erschießung durch die Wehrmacht geahndet werden würde, und dass ich nach einem Überlaufen nicht mehr hätte zurück können, aber ich hatte damals als 18-Jähriger Pionier im Rang eines Fähnrichs miterleben müssen, wie „unsere“ SS mit der Zivilbevölkerung und besonders wie unmenschlich sie mit den russischen Juden umgegangen war. Unter solchen „Herrenmenschen“ wollte ich nicht meine restlichen 50 Jahre verbringen. Dann schon lieber bei den Russen, wenngleich die uns immer als Todfeinde und Untermenschen eingetrichtert worden waren.

Dummerweise hatte ich mich als knapp 18-jähriger Fähnrich zur SS gemeldet und war auch von der Rekrutierungskommission gemustert und mit der Blutgruppe unter der linken Achsel am Oberarm tätowiert worden, letztendlich aber dann doch nicht angenommen worden, weil ich erstens die Mindestgröße von 1.80 m um zwei Zentimeter verfehlte und der SS-Offizier Zweifel an meiner nazistischen Gesinnung hegte. Mir wars recht, und so blieb ich bei der Wehrmacht.


Ich hatte das „Glück“, alleine auf Wache zu stehen, also kam mir der Entschluss in mein jugendliches Gehirn: Jetzt oder nie! Zumal die russische Front keine 2 km von unserer Stellung entfernt war, wie ich im Befehlsstand zufällig mitgekriegt hatte.


Ich nahm mein Fernglas und meine „Eiserne Ration“ an Verpflegung an mich, verscharrte mein Gewehr unter dem Schnee und stapfte los in Richtung Südosten, wo die russischen Stellungen waren.


Geduckt und mich immer vorsichtig umsehend schlich ich durch den relativ niedrigen Schnee in einem Birkenwäldchens, als mich plötzlich eine Männerstimme zusammenzucken ließ, die mich anrief: „Stoj. Eto koj?!“ Soviel Russisch verstand ich schon, um zu wissen, dass ich zum Stehenbleiben aufgefordert und gefragt wurde, wer ich sei. Ich hob meine unbewaffneten Arme hoch und blieb stehen. Ich antwortete: „Geremanski Soldat! Nitschewo EsEs!“


Wie aus dem Nichts tauchten zwei Männer in ihren typischen wattegepolsterten Jacken vor mir auf, die Gewehre im Anschlag. Ich blieb unbeweglich mit erhobenen Armen stehen. Einer kam vorsichtig an mich heran, der Andere blieb ca. drei Meter vor mir mit schussbereitem Gewehr stehen, während sein Kamerad mich nach versteckten Waffen durchsuchte. Er fand freilich nur mein Bajonett, an das ich gar nicht mehr gedacht hatte. Das nahm er mir mit den Worten ab: „Du Gitlerschwein. Arrest!“ (Der Durchschnittsrusse kann kein >H< aussprechen, sondern ersetzt es durch ein >G<.). Er nahm mir den Gürtel aus der Hose und fesselte mir damit die Hände auf den Rücken.


Kurzum, die Beiden führten mich ab zu ihrer Stellung. Hasserfüllt glotzten mich die dort wachenden Soldaten an, bis ich dem Politoffizier vorgeführt wurde. Der sprach wenigstens ein zwar gebrochenes, aber doch verständliches Deutsch. Meinen Hosengürtel bekam ich zurück, denn mein Hosenbund war bereits zu Oberschenkel herabgerutscht; ich hatte in den letzten Monaten 5 Kg Gewicht verloren. Ich wurde nach meinem Namen, nach der Einheit, der ich zugehörte, ausgefragt, auch wo unsere Stellung sei und wie viele Mann mit welcher Bewaffnung dort stationiert seien.

Ich hatte den Krieg ja schon als verloren eingestuft und errechnete mir einen Vorteil, wenn ich kooperativ den Russen meine Loyalität bewies, bevor ich kurzerhand als „Spion“ missverstanden und erschossen werden würde. Der Politoffizier unterhielt sich daraufhin mit einem russischen Offizier auf Russisch, was ich aber nicht verstand. Dann wurde ich abgeführt und in einer Waldhütte (die Soldaten hausten in Militärzelten)

eingesperrt. Wenigstens bekam ich eine zwar dünne, aber immerhin warme Kohlsuppe.


Am nächsten Morgen kam ein russischer Jeep vor die Hütte gefahren, in welchem drei Männer in Wattejacken und Pelzfellmützen saßen, die mir Handschellen anlegten und mich zwischen zwei Soldaten in den Jeep setzten.

Kaum waren wir vielleicht einen halben Kilometer Richtung Osten gefahren, als hinter uns das Getöse losging. Granatendonner und MG-Feuer war zu hören. Der Fahrer gab Gas und der Gefechtslärm wurde immer leiser. Einmal begegnete uns eine Kolonne russischer T-34 Panzer, denen wir Platz machen mussten, dann ging die Fahrt unbehelligt weiter, endlose zwei Stunden lang. Wir mussten schon gute 80 km hinter der deutsch-russischen Front sein. Überall nur zerstörte Gehöfte und verbrannte Erde.


Dann kamen wir in einer scheinbar größeren Garnison an, dort waren wenigstens etliche schnell-errichtete, aber primitive Baracken. Ich bekam wieder was zum Essen, wo ich auch einen anderen, deutschen Kameraden traf. „Wir sind hier in der Nähe von Minsk,“ verriet er mir, wo genau wusste er aber selber nicht. Er war nicht wie ich übergelaufen, was ich tunlichst verschwieg, sondern im Kampf gefangengenommen worden. Seine Einheit war aufgerieben worden. Er konnte mir aber berichten, dass er zwar nicht misshandelt worden sei, aber schon für einen Kriegsgefangenentransport nach Sibirien eingeteilt worden wäre. Ich wurde nach dem kargen Essen von ihm er hieß übrigens Köhler - getrennt, nochmals von einem Politkommissar verhört, dann kurzerhand auf einen offenen Lastwagen verfrachtet, in dem schon Kamerad Köhler mit 14 anderen Kriegsgefangenen saß. Ich setzte mich neben Köhler. Wir waren an Händen und Füßen mit primitiven Schellen gefesselt.


Wir wurden mindestens acht Stunden lang, einmal nur unterbrochen zu einer Pinkelpause, durch den russischen Winter gekarrt. Immer wieder begegneten uns Panzerkolonnen, auch rollende Kanonengeschütze, die von ausgemergelten Pferden gezogen wurden, in Richtung Westen. Schließlich kamen wir durchgefroren und hungrig in einem Lager für deutsche Kriegsgefangene (ein paar Italiener und Österreicher waren auch dabei) an. Bei miserabler Verpflegung mit altem, hartem Brot und einer Suppe, die diesen Namen nicht verdiente, wurden wir dort zwei Tage in primitiven Holzhütten gefangengehalten, dann Aufstellung in Dreier-gruppen und Abmarsch zu Fuß in Richtung Osten, bis wir nach rund zwei Stunden an einem Güterzugbahnhof ankamen. Dort standen schon etwa 20 Güterwagen bereit, die Lok unter Dampf, in die wir wie Vieh (ich musste an die „Umsiedlung“ der Juden denken) verfrachtet wurden. Insgesamt schätzte ich unseren Gefangenentransport auf 180 bis 200 Mann, die von 25 russischen Soldaten mit MPs bewacht wurden.


Wenigstens gab es in jedem Waggon einen holzbeheizten Bollerofen, sonst wären die ausgehungerten Männer bei minus 15° C auf der 2 Tage langen Fahrt durch endlos scheinenden Birkenwälder und Tundra glatt erfroren.


Zweimal hielt der Zug an, vermutlich wegen der eingleisigen Streckenführung und der Passage zweier Gegenzüge, die wir vorbeirattern hörten. Bei dieser Gelegenheit warf man uns ein paar Laibe Brot und stellte Eimer mit Frischwasser in die Waggons.


Endlich kamen wir am Zielbahnhof an. Eine flache, triste Gegend mit vielleicht fünf Dutzend Holzhäusern typisch russischer Bauweise. Nur wenige Russen standen auf dieser Dorfstraße herum, denn erstens war es saukalt und zweitens kannten die Dorfbewohnen solche Gefangenentransporte schon längst.

Nach etwa 2 km Fußmarsch, den allerdings vier entkräftete Gefangene körperlich nicht mehr durchhielten und, als sie sich trotz harter Gewehrkolbenstöße nicht mehr vom Boden erheben konnten, von den Wachleuten kurzerhand mit einem Genickschuss „erledigt“ wurden, kam endlich so was Ähnliches wie ein Lager mit Wachtürmen und Stacheldrahtzaun in Sicht.


Das Drahttor wurde geöffnet, und wir erschöpften Kriegsgefangenen torkelten - mehr als wir geordnet marschierten durch das Tor und mussten uns in Fünferreihen aufstellen. Ein paar Kameraden verstanden zumindest etwas Russisch und riefen die von den Russen gebrüllten Befehle auf Deutsch hinaus, damit ein jeder es verstehen konnte. Das Abzählen auf Deutsch brachte 178 Mann zur Gesamtsumme, also waren wir beim Abmarsch noch 182 Gefangene gewesen.


Ein Offizier, der ein leidlich gutes Deutsch sprach, rief aus einer Liste alle Männer namentlich auf und schickte den Aufgerufenen in eine Holzbaracke, in der es wenigstens schön warm war. Drinnen warteten ein Arzt und eine Ärztin in russ. Uniformen mit dem Aesculab-Abzeichen am Ärmel auf die Eintretenden. Ich wurde der Ärztin zugeteilt, die mich in ein Untersuchungszimmer, das mit uraltem medizinischem Gerät ausgestattet war, mitnahm. Sie hatte ein paar Brocken Deutsch gelernt und forderte mich auf: „Ausziehen!“. Ich zog meine verdreckte Uniform bis auf die schon seit Wochen nicht mehr gewechselte Unterhose aus. Ich schämte mich ziemlich dafür. Zuerst das Übliche: Wiegen, Größenmessung, Blutdruck und Herz-Lungen-Auskultation, wie bei unseren Barrasärzten auch.

Dann plötzlich griff sie in meine Unterhose und streifte sie ohne langes Federlesen ab und warf sie in einen Behälter, in der schon andere Schmutzwäsche lag. Ich bekam einen roten Kopf, als die Ärztin unvermittelt meine Vorhaut zurückzog, meine Eichel von allen Seiten betrachtete, dann meinen Hodensack packte und vehement nach unten zog, dass mir vor überraschtem Schreck der Mund offen stehen blieb. Sie sah mich von unten her an, lächelte leicht und sagte: „Gutt Sack, viel groß! Du stolz?“ Ich nickte verlegen. Ich wusste vom Duschen mit meinen Kameraden von der Wehrmacht selber, dass mich die Natur zwischen meinen Beinen sehr großzügig bedacht hatte.

Nun schob die Ärztin ihre zwei Zeigefinger seitlich am Hodensack hoch und bohrte sie in meine Leistenkanäle rechts und links und sprach laut: „Husten!“ Ich hustete zaghaft, worauf sie befahl: „Mehr husten!!“ Ich tat so, dann ließ sie meinen Sack los und murmelte: „Gutt, gutt! Nix Hernia.“


Mit einem Formularzettel mit kyrillischen Buchstaben, auf den sie etwas notiert hatte, was ich freilich nicht lesen geschweige verstehen konnte, schickte sie mich nackt, wie ich war, eine Türe weiter, wo ich eine Art Gefangenenmontur mit einer Jacke und Hose aus gestreiftem Stoff erhielt, um meine Blöße zu bedecken. Nur unsere „Knobelbecher“ -Stiefel aus unserer Wehrmachtsuniform bekamen wir wieder zum Anziehen.

Die nächste Türe führte in einen Raum, der wie ein Speisesaal mit zwölf Tischen und 24 Holzbänken aussah. Einige Kameraden, die schon vor mir aufgerufen worden waren, saßen bereits verstreut an den Tischen, auf denen ein Blechteller und Löffel und Gabel (ohne Messer) standen. Langsam füllte sich der Saal, bis alle Plätze besetzt waren. Dann ertönte ein blecherner Gong, ein Russe erhob sich und rief auf Deutsch: „Erst gutt essen, dann Jeder sein Arbeit!“ Dann kamen die „Köche“ herein und verteilten die Essensportionen.

Dem „Essen“ nach zu urteilen, das aus einem verkochten Kohlgemüse und einem Spiegelei bestand, waren wir nicht in einem Sanatorium gelandet! Fleisch war nicht dabei, weshalb Messer glatt überflüssig gewesen wären.

Und nach dem Essen kamen fünfzehn Russenmänner in den Saal, die mich fatal an Bergleute mit Helm und Steigermontur erinnerten. In meiner Heimat Sachsen gab es ja auch noch etwas Bergbau.

Mein Name wurde aufgerufen, dann hieß es „Wladimir“, und es meldete sich ein vierschrötiger, finster blickender „Bär“ von einem Mann, dem ich zugeteilt wurde. Er war gut einen Kopf größer als ich und wog auch bestimmt seine 100 Kg. Mit mir wurden ihm 13 Gefangene zugeteilt. Mit Fingerzeig aufgefordert, folgten wir ihm in einen Korridor zu einem verlotterten Förderkorb, der bestimmt noch aus der Jahrhundertwende stammte. Mit Ach und Krach passten wir in den Käfig hinein, dann ertönte eine Glocke und die Förderkabine rumpelte nach unten. Jetzt wusste ich: wir waren in einem Bergwerk gelandet.



Zweites Kapitel


Je weiter wir nach unten hinabratterten, desto wärmer wurde es. Endlich hielt der Förderkorb abrupt. Ein Mann öffnete die Käfigtür von außen und rief in perfektem Deutsch: „Willkommen in der Kohlegrube >Väterchen Lenin<, Kameraden!“ Er hatte auch eine gestreifte Gefangenenmontur an und einen Helm auf dem Kopf. Er war also auch ein deutscher Kriegsgefangener.

Eine Gelegenheit, ihn über das Wie und Wo und Was auszufragen, bekamen wir nicht, denn gleich gings weiter mäßig berauf, der schwach beleuchtete Gang wurde zunehmend breiter, bis wir in einer relativ gut ausgeleuchteten, aber sehr staubbelasteten Halle ich schätzte so 20 mal 30 Meter und 3 Meter Höhe ¯ ankamen, von welcher mehrere Gänge abgingen bzw. hineinführten. Diese Gänge, es waren fünf, waren mit Eisenschienen ausgelegt. Diese Schienen liefen alle in einem längeren Gleis zusammen.

Neben diesem langen Gleis stand eine riesige Schütte, von der ein motorbetriebenes Förderband abging. Unsere Gefangenentruppe mit unserem Chef, der sich uns kurz und knapp mit >Wladimir< vorstellte, durchschritt diese Halle, und währenddessen kam aus einem Seitengang eine Lore angerumpelt, die mit schwarzem Gestein wohl Kohlebruch randvoll beladen war und von einem mir stockte schier der Atem keuchenden Mann gezogen wurde. Sein Oberkörper war nackt und Bäche von mit Kohlestaub vermischtem Schweiß rannen den Körper vom Hals bis zur Taille hinab und hatten den ganzen Hosenbund schon durchtränkt.

Er sah erst gar nicht zu uns Neuankömmlingen herüber, sondern stemmte sich gegen die schwerbeladene Lore, um sie an der Schütte zum Halten zu bringen, wo er eine Verriegelung am Lorenbecher löste und den schwarzen Kohlebruch seitlich in die Schütte kippen ließ. Neben der Schütte stand ein Russe als Aufseher, damit der Gefangene auch ja keine zu lange Pause einlegte, bis die Wanne umgekippt und geleert war. Eine schwarze Staubwolke hüllte den Mann und die Lore ein. Dann zog der schwitzende Gefangene die leere Lore weiter.


Inzwischen war unser Trupp an einem der Abgänge angekommen, an dessen Eingang eine römische IV angeschrieben war. In diesen führte uns Wladimir er vorangehend - im Gänsemarsch hinein, immer auf den Schienen entlang. Ich hoffte, dass nicht plötzlich eine Lore auftauchte, denn dann wäre es in dem allenfalls nur 1,50 m breiten Gang reichlich eng geworden. Es kam Gott sei Dank keine.


Ich stolperte mehrmals in dem kaum beleuchteten Gang und auf dem ungeraden Boden. Nach etwa knapp einem Kilometer mündete der Gang wieder in eine Halle, aber bedeutend kleiner und niedriger als die vorige. Hier standen vier leere Loren auf einem Gleis herum. Drei armselige Funzeln „erleuchteten“ diesen Ort untertage dürftig. In die Halle führten zwei Zugänge ohne Schienen, nur der Abgang, aus dem wir eben gekommen waren, hatte ein Gleis. Wladimir hielt seine dreizehn Mannen an, ließ sie in einer Reihe längs des Gleises antreten, taxierte jeden wie ein Viehhändler, wobei er besonders auf die Beine blickte, und sagte dann: „Du -- und du -- und du -- und du -- zu Waggon!“ Ich war Einer von diesen Vieren.

Die restlichen neun Mann verteilte er etwa hälftig in eine der Zugänge und sagte zu der einen Gruppe: „Idi suda“ und wies auf den einen Gang, zu der anderen Gruppe deutete er mit den gleichen Worten auf den anderen Gang. Die Eingeteilten setzten sich in Bewegung und verschwanden Mann für Mann im Gänsemarsch in den beiden Gängen. Wladimir blieb bei uns Vieren und stellte jeden vor eine der vier Eisenloren. Nun sah ich, dass an der Stirnseite jeder dieser Loren eine Art Ledergeschirr hing, ein kräftiger Gurt für um den Bauch zu legen, zwei schmälere Gurte waren für über die Schultern gekreuzt verlaufend gedacht. Wladimir legte mir, da ich vorne an der ersten Lore stand, eigenhändig das Zuggeschirr um, und als es mir fertig angelegt war, überwachte er das Anlegen auch bei den anderen Dreien. Neben den Loren stand jeweils ein zweistufiges Treppchen als Steigschemel.


Unschlüssig standen wir vier Männer an die Loren angeschirrt. Nach einigen Minuten hörten wir angestrengtes Atmen aus einem der beiden Gänge kommen, und dann tauchten plötzlich zwei Männer auf, die Weidenkörbe vollbeladen mit Kohlebruchstücken vor sich heranschleppten und den Inhalt der Körbe in die Lorenwannen schütteten, vom Steigtreppchen wieder herunterstiegen und in ihrem Gang, aus dem sie gekommen waren, verschwanden. Im schätzungsweise halbminütigem Abstand schnauften schwer tragende Männer im Sträflingsanzug aus den Gängen heran und schütteten ihre vollen Körbe in meine Lore. Mir blieb nichts anderes, als still in meinem Zuggeschirr zu stehen und abzuwarten, bis meine Lore gefüllt war. Außerdem wusste ich ja gar nicht, was ich tun bzw. wohin ich meine Lore ziehen sollte. Da ich an vorderster Stelle stand, kam plötzlich Wladimir aus einem der Gänge auf mich zu und sagte auf russisch: „Dawei! Idemo!“ Zu meinem Horror hatte er einen haselnusszweigähnlichen Stock unter seine Achsel geklemmt.

Ich warf mich in das Ledergeschirr. Aber denkste! Das schwerbeladene Eisengefährt schien wie auf den Schienen festgeklebt zu sein! Ich gab zuerst etwas nach, um dann einen erneuten Anlauf zu nehmen. Die Lore ruckelte eine halbe Radumdrehung nach vorn, rollte aber gleich wieder zurück.

Wladimir verlor bereits die Geduld und fauchte mich an: „Dawei, dawei!“ Ich warf einen hilflosen Blick zu ihm seitlich hinter mir zu, aber der russische Hüne nahm den Haselstock aus seiner Achsel heraus und hob ihn drohend hoch. Ich riss alle meine verbrauchten Kräfte zusammen und stemmte mich in die Zugriemen der Lore. Und welch Wunder: wie in Zeitlupe begann sich das Eisending auf seinen Schienen zu bewegen. Doch gerade, als ich mich über meinen Erfolg freute, traf mich ein scharfer Schmerz auf den Rücken: Wladimir hatte mir die Haselnussrute kraftvoll übergezogen. Ich bäumte mich im Schmerz auf, hielt aber die anrollende Lore in Bewegung.

Wladimir lachte auf und ging noch ein paar zig Meter neben mir her, bis der Tunnel mit den Schienen zu schmal für uns beide wurde. „Idi suda, dawei, dawei!“ rief er mir noch nach, und ich zog, was meine Beine hergaben; ich musste ja sowieso dem vorgegebenen Weg der Schiene folgen.

Während ich meine Last keuchend voranzog, wurden die Loren meiner drei anderen Kameraden mit Kohlebruch vollgeschüttet.

Nach ca. 500 Meter wurde der Stollen breiter und heller, und ich sah, dass ich in der großen Halle ankam, wo die Schienen der verschiedenen Stollengänge zusammenliefen. Dort empfing mich ein dicker Russe, der mir ein Haltezeichen gab und rief: „Stoj Dowarisch! Denn vor mir war eine Lore noch am Abladen. Ich musste mich gegen meine Lore stemmen, um nicht auf jene vor mir aufzufahren.

Nachdem die Lore vor mir geleert und weitergezogen worden war, musste ich meine Ladung rund sechs Meter voranziehen und der dicke Russe kippte die Wanne mit dem unglaublich staubigen Inhalt auf das ständig ratternde Förderband. Dann ging es auch für mich weiter, nachdem der Russe die entsprechende Weichenstellung an der Schienenkreuzung vorgenommen hatte.

Auf eine für mich damals noch unerfindliche Weise führte mich der Schienenweg wieder zu meinem Ausgangspunkt bei Wladimir zurück. Der brummte irgendetwas, das ich nicht verstand, sich aber so anhörte wie „Wo bleibst du so lange“ oder so ähnlich. Jedenfalls konnte ich wieder gute 15 Minuten verschnaufen, bis meine Lore wieder gefüllt worden war.

Ich erinnere mich noch, dass ich nach dieser Schicht, die zehn Stunden dauerte und ich meine Lore bestimmt 25 Mal herumgezogen hatte, todmüde auf mein Strohlager, bestehend aus einem alten, mit muffigem Stroh gefüllten Sack, hinsank. Selbst mein Hunger war weniger wichtig als mein Schlafbedürfnis. Ich war nass geschwitzt und merkte die Kälte über Tage gar nicht.

Der nächste Tag begann mit einem „Frühstück“ aus Hafergrütze, einem ungesüßten Tee und groben Schwarzbrot, gegen das unser Kommissbrot beim Barras direkt ein Luxuskuchen war.

Dann gings wieder in den Stollen zum Ziehen der Lore. Langsam kam ich auch hinter den Grund, warum viele Kameraden, die wie ich Loren ziehen mussten, diese mit bloßem Oberkörper zogen. Man schwitzte weniger, aber man spürte auch die Haselnussrute auch erheblich schlimmer, wenn man sie übergezogen bekam. Am liebsten hatte ich mich ganz ausgezogen, dann wäre meine Hose nicht jeden Abend so nassgeschwitzt gewesen. Eine Wäscherei gab es nicht, nur wenn die Hose in Fetzen gegangen war, gabs eine neue.




Drittes Kapitel


Infolge all der Schufterei bei karger Verpflegung magerte ich sichtlich ab, aber meine Beinmuskeln nahmen an Umfang und Kraftentfaltung erheblich zu. Zwar bekam ich dennoch ab und zu den Stock auf meinem Rücken zu spüren, wenn Wladimir schlechte Laune hatte, aber auch daran gewöhnte ich mich. Andere Kameraden bekamen von ihren manchmal direkt sadistischen, hasserfüllten Aufsehern noch viel mehr Schläge als ich.

Etwas Sorgen machte mir jedoch meine Atmung. Der alltäglich anfallende Kohlestaub schien meinen Lungen nicht zu bekommen. Jedes Halbjahr war eine ärztliche Routineuntersuchung (unbekleidet!) angesagt. Ich kam erstaunlicherweise immer zu dieser Frau Doktor wie am ersten Tag.

Bald erfuhr ich den wahren Grund. Wie ich schon bei meiner Eingangsuntersuchung den Verdacht hatte, als sie meine „Ausrüstung“ zwischen meinen Beinen anerkennend lobte, hatte Doktor Ludmilla sich wohl in mich verliebt, denn sie beugte sich bei der Untersuchung so tief und weit nach vorn, dass ich unweigerlich in ihren Busenspalt blicken konnte. Entsprechend reagierte mein Priapus, dem sie besondere „medizinische“ Aufmerksamkeit „wegen Krankheit von Geschlecht“ widmete.

Sie hörte meine pfeifende Lunge ab und sagte dann auf Deutsch: „Fritz, (Russen nannten die Deutschen oft >Fritz< wie z.B. wir die Engländer >Tommy<), du krank, du gehen 5 Tage in Sanitätsstation.“

Ich hätte jubeln mögen: 5 Tage keine Schufterei und vielleicht auch bessere Verpflegung! Ich ließ mir aber kaum was anmerken. Leichten Schrittes trotz meiner schweren Knobelbecher aus Wehrmachtszeiten folgte ich Ludmilla in das Obergeschoss nach, wo es fünf Sanitäts- bzw. Krankenzimmer gab. Drei waren mit je drei Kranken belegt, das vierte und das fünfte Zimmer waren frei, aber noch unbeheizt. Mir wies Genossin Doktor das fünfte Zimmer zu, ganz hinten. Es war kleiner als die drei anderen, hatte aber auch nur zwei Betten. Feldbetten zwar, aber mit sauberen Laken weiß bezogen. Es roch typisch nach Karbol und Kernseife. Im Vergleich zu meinem Dreckloch als Schlafzelle ein Luxuszimmer. Nur die Fenster waren vergittert. Ein vermutlicher Krankenpfleger kam herein und heizte den Ofen mit Holzspänen und Kohlebruchstücken aus dem Bergwerk an.

Schlafanzüge gab es nicht, wer nicht in seiner dreckigen Häftlingswäsche schlafen wollte, musste eben nackt unter die Decke.

Es war jetzt immerhin ordentlich geheizt hier. Und ein Waschbecken mit Wasserkaraffe gab es auch. Fließend Warm- und Kaltwasser wäre wohl auch zuviel verlangt gewesen!

Machen bequem,“ riet mir Ludmilla, „Ich geben Schwester Gruschenka Instruktion, ich komme heute Abend nach dir sehen, Fritz!“ sagte sie mit einem leisen Lächeln, drehte sich um und ging hinaus.

Fritz! Ja warum nicht? Ich heiße zwar Erich, aber was solls? Wenn sie mich „Fritz“ taufen wollte, war ich eben der Fritz.

Ich zog meine kohlestaubige Kluft aus und legte mich nackt unter die grobe Wolldecke. Ich war wie im siebten Himmel!

Nach einiger Zeit kam Schwester Gruschenka, eine dicke, aber freundliche Frau so um die Fünfzig, herein und brachte mir einen heißen Tee und zwei Scheiben Zwieback. Sie murmelte etwas auf Russisch zu mir, was ich aber damals noch nicht verstand.

Ich ruhte mich erst mal richtig aus. Nach Stunden ging wieder die Türe auf und Ludmilla kam mit Gruschenka im Schlepptau herein. Die Beiden wechselten ein paar Sätze, dann ging Gruschenka leicht indigniert, wie mir schien, hinaus.

Ludmilla und ich waren allein. Sie setzte sich auf meinen Bettrand, schlug meine Wolldecke bis zu meinem Nabel zurück, nahm ihr Stethoskop und begann meine Lunge abzuhören. Dabei lag ihre rechte Hand auf meinen Bauch wie zufällig. Als sie sich zu mir herbeugte, hatte ich wieder einen tiefen Einblick zwischen ihre drallen Brüste. Bei mir blieb dieser Anblick nicht ohne Reaktion unter der Wolldecke.

Und dann wurde mein gefühlsmäßiger Verdacht zur Gewissheit: Ganz langsam schob sich Ludmillas warme Hand unter die Decke und kam meinem emporragenden Glied immer näher, während sie meine Lunge auskultierte. Da plötzlich umfasste sie meinen harten Bolzen und rieb sanft hin und her. Ich blieb starr vor Überraschung. Sie wichste mir dem Penis!! Mir blieb der Atem stehen. Und ehe ich mich versah, hatte Ludmilla ihren volllippigen Mund auf meinen offenstehenden Mund gedrückt und küsste mich mit heiß forschender Zunge! Ich tat alles andere, als mich zu sträuben.

Seit Monaten hatte ich schon keinen Orgasmus mehr gehabt, und dann dies! Ist es ein Wunder, dass mein so zart liebkoster Priapus abfeuerte wie eine Stalinorgel? Und mir fielen fast die Augen aus dem Kopf, als Ludmilla die Wolldecke zurückschlug und meinen frischen See aus dickflüssigem Sperma von meinem Unterleib und aus dem Nabel aufsaugte wie ein Staubsauger und jeden Tropfen hinunterschluckte!

Mann, war das ein heißblütiges Weib!! So was war mir bislang noch nie untergekommen!

Als sie ihren Kopf wieder hob, gab sie mir noch einen Kuss, der nach meinem Sperma schmeckte, lächelte mich warmherzig an und sagte dann: „Du prima Mann! Ich liebe dich ¯ ja tebi ljubim!“ Nun, soviel verstand ich schon und selbst ohne Worte hätte ich begriffen, dass Ludmilla mich ganz gerne mochte. Dann zog sie ein braunes Fläschchen aus ihrem Arztkittel hervor, nahm den Kaffeelöffel aus meiner ausgetrunkenen Teetasse, träufelte 20 Tropfen aus dem Fläschchen in den Löffel und hielt ihn mir an die Lippen mit den Worten: „Trinken, ist gutt fir Lunge!“

Ich schluckte die reichlich bittersüßen Tropfen dankbar. Dann verstaute sie das Fläschchen wieder in ihrem Kittel, drückte mir einen zarten Kuss auf die Stirn und verabschiedete sich mit „Dobro nocz, schlafen gutt!“

Und weg war sie.

Ich weiß nicht, was sie mir eingeflößt hatte, aber mir erschien es wie ein Aphrodisiakum, denn in dieser Nacht fand ich kaum Schlaf. Mein Bolzen wollte einfach nicht schlaff werden, und ich wichste in dieser Nacht unter der Bettdecke wie ein Besessener. Ich hatte mindestens drei starke Ergüsse! Diese Ludmilla war schon ein scharfes Weib, das meinen Gefühlen einheizte!

Am nächsten Morgen kam wieder Schwester Gruschenka ziemlich „verschnupft“ herein, brachte mir einen heißen Tee mit einem Stückchen Würfelzucker und einer stark nach Menthol riechenden Salbe herein, die sie mir mürrisch und mit sichtlichem Unwillen in meinen Rücken und die Brust einrieb. Ich spürte instinktiv, dass sie mich deshalb nicht mochte, weil sie auf meine „Sonderbehandlung“ von Doktor Ludmilla wohl eifersüchtig war.

Diese suchte mich am späten Abend erst auf, betrat alleine mein Zimmer, schloss zu meinem Erstaunen die Türe hinter sich ab und gab mir neuerlich die Tropfen zu schlucken.

Sie setzte sich wieder auf meine Bettkante und sagte: „Na Fritz, wie geht dir heute? Gute Träume gewesen?“ Und dabei tastete ihre Hand sich unter meine Bettdecke in Richtung meines Genitales, das sich schon bei ihrem Eintreten „gerührt“ hatte. Ihre Hand fand schnell mein knallhartes Glied. Ich bestätigte meinen guten Schlaf und lächelte sie mit meinem Stoppelbart an.

Plötzlich schlug sie unversehens meine Bettdecke zurück, so dass ich nackt bis zu den Knien vor ihr lag. Sie grinste mich vielsagend an, nahm meinen Sack in ihre warme Hand und begann, sanft meine Hoden zu kneten: „Du gutt gebaut, da unten, Hoden groß, serr voll, Mann gutt, Penis hart.“ Ich warf meinen Kopf lustvoll stöhnend in den Nacken und genoss die lange vermissten Liebkosungen. Doch da, auf einmal riss ich meine geschlossenen Augen weit auf, über meine entblößte Eichel hatten sich ein Paar warmer Lippen gestülpt und in ihren feuchten Mund gesaugt.

Nun war mir klar, warum sie die Tür von innen verriegelt hatte! Ich war erstens so perplex und zweitens auch nicht eben abgeneigt, meinen seit Monaten aufgestauten Hunger nach Sex und orgiastischer Erlösung wieder mal zu stillen. Solche „Freuden“ waren nur hier auf der Sanitätsstation möglich, denn nach der Arbeit in der Mine war jedermann, außer dem Wachpersonal natürlich, körperlich so geschafft, dass keiner noch die Kraft zu einem masturbatorischen Orgasmus hatte.

So war es kein Wunder, das die warmen, lutschenden Lippen Ludmillas mich in Kürze zum Höhepunkt brachten und mein eisenhartes Zepter eine bislang noch nie gekannte Menge an heißem, zähflüssigem Sperma ejakulierte und den Segen Ludmilla in den Rachen pumpte, die zu meinem erheblichen Erstaunen die reichliche Soße hinunterschluckte.

Ich weiß nicht mehr, was mir in diesem Augenblick alles durch den Kopf schoss, bestimm wirre Fantastereinen, aber ich erkannte, dass Ludmilla nach körperlicher Liebe genauso ausgehungert war wie ich.

Als wir beide wieder zu Atem gekommen waren, deckte Doktor Ludmilla meine Blöße wieder zu, gerade noch rechtzeitig, denn es klopfte energisch an der Tür, die aber von innen verriegelt war. „Genossin Doktor, Genossin Doktor,“ rief es von außen auf Russisch, „kommen Sie, der Herrn Lagerkommandant will Sie sprechen!“ Das war Gruschenka, die sich scheinbar wunderte, warum die Türe verschlossen war. Ludmilla rief: „Sofort, Genossin Schwester, muss nur noch Lunge abhorchen!“

Sie richtete kurz ihr Haar und zog ihren Kittel glatt, nahm das Stethoskop heraus und ging es sich um den Hals hängend zu Tür, entriegelte sie. Ich hörte noch einen Dialog der beiden Frauen, der sich aber schnell entfernte.

Eine halbe Stunde später stürmte Gruschenka in mein Zimmer, stellte bzw. knallte mir beinahe den Teller mit Griesbrei mehr Suppe als Brei auf meinen Nachtisch. Ihre Abneigung gegen mich war offensichtlich, und wenn Blicke töten könnten, wäre ich gleich tot umgefallen. Eifersucht ist eine Leidenschaft ...

Drei Tage sah ich Doktor Ludmilla nicht, und ich konnte mich einigermaßen erholen in diesen fünf Tagen. Dann endlich kam Ludmilla spät abends wieder in mein Zimmer. Ich wäre vor Freude fast aus dem Bett gesprungen, als sie die Tür nach dem Eintreten hinter sich zusperrte. „Sie legte ihren Zeigfinger vor ihre Lippen: „Schschttt,“ flüsterte sie, „Gruaschenka heute frei von Arbeit, aber in andere Zimmer zwei neue Patienten, ruski Wachmänner, und hören gutt wie Wachhund!“

Ich verstand ihr gebrochenes Deutsch und hielt den Mund, obwohl mir das Herz „überfloss“. Ludmilla trat an mein Bett, schlug mir die Bettdecke bis zum Nabel hinab, wo sich schon ein „verräterisches“ Zelt gebildet hatte. Ludmilla lächelte mich liebevoll an, und öffnete ihren Arztkittel. Mich traf fast der Schlag!: Drunter war sie splitternackt!!

Ihre schweren Brüste hingen nur dezent. Ihr Bäuchlein war etwas gerundet und ein Busch schwarzer Haare verbarg nur unvollständig ihre prallen großen Schamlippen, zwischen denen eine Paar korallenroter, bereits feucht schimmernder, kleiner Schamlippen hervorlugte.

Ich fasste mir ein Herz und schob die Bettdecken bis zu meinen Fußknöcheln hinab. Ludmilla ließ ihren weißen Kittel fallen. Mein „Speer“ stand hart und stolz nach oben. Ohne lange zu fackeln grätschte sich der nackte Leib der Russin über meinen Unterleib und bevor ich richtig wusste, wie mir geschah, hatte sie meinen Liebesstab schon bis zum Heft in ihrer Liebesgrotte aufgenommen.

Ludmilla legte einen wilden Ritt vor, der mir förmlich den Atem raubte. Ich griff nach ihren hüpfenden Brüsten und zwirbelte die Brustwarzen. Ludmilla biss ihre Schneidezähne auf ihre Unterlippe. Zuerst dachte ich, es sei vielleicht der Dehnungsschmerz, aber nein, es war nur aus Selbstbeherrschung, um nicht vor Lust laut zu kreischen und die Anderen im Nachbarzimmer hören zu lassen, was in meinem Krankenzimmer vorging.

Hemmungslos ergoss ich meinen heißen Samen in ihren reitenden Unterleib. Ich spürte die zuckenden Krämpfe ihrer Vaginalmuskulatur, und stöhnend sank Ludmilla über meinem Brustkorb zusammen. Ermattet zog ich meine Bettdecke über mich, nachdem die Russin von mir abgestiegen war.

An meiner Waschschüssel wusch sich Ludmilla ihr verschwitztes Gesicht, bevor sie sich ihren Kittel wieder übersteifte. Dann kam sie wieder an mein Bett, küsste mich, auskultierte nochmals meine Lunge und sagte dann:

Morgen du kannst entlassen; fast gesund. Vielleicht ich schwanger von dich; du bleiben in Sowjetunion, wenn wieder frei und komme zu mich. Ich dich heiraten und wir glückliche Familie werden.“

Sie gab mir noch meine Tropfen und verließ mich mit einem heißen Kuss und „Dobra notsch!“ entschwand sie aus meinem Zimmer. Ich schlief selig ein.


Viertes Kapitel


Am nächsten Tag musste ich wieder in die Kohlegrube einfahren. Die ersten Wochen zehrte ich von meiner Erholung im Sanitätsrevier, dann aber machte sich der Kohlestaub durch die Schufterei wieder in meiner Lunge bemerkbar.

Außerdem hatte sich in meiner „Abteilung“ einiges verändert: mein bisheriger „Vorarbeiter“, besser Antreiber genannt, war versetzt und durch einen anderen Vorarbeiter, einen echt sadistischen Russen und Deutschenhasser ersetzt worden. Ich erfuhr so nach und nach, dass sein Vater, und zwei seiner Brüder im Krieg gefallen und seine Mutter von SS-Schergen ermordet worden waren. So gesehen kein Wunder, dass er uns deutsche Soldaten auch hasste.

Meine Atmung wurde zunehmend schwerer, meine Leistung als „Zugpferd“ der kohlebeladenen Loren ließ trotz unnachsichtigem Antrieb mit der Peitsche des Aufsehers über meinen entblößten Rücken merklich nach.

Nach fünf Wochen wurde ich von meinem Vorarbeiter wieder nach „oben“ in den Sanitätsbereich geschickt. Aber meine Freude, Ludmilla wiederzusehen, wich schnell herber Enttäuschung: Sie war nicht da. Inzwischen hatte ich schon etwas Russisch gelernt, um mich verständlich machen zu können, und so fragte ich einen russischen Arzt, wo Doktor Ludmilla sei. „Genossin Ludmilla nix mehr hier. Anderes Lager.“ Das war alles, was ich erfahren konnte.

Meine Stimmung sank auf den Tiefstpunkt, als ich nach der flüchtigen Untersuchung in ein Fünfbettzimmer eingewiesen wurde. Nur Gruschenka war noch da und für mich zuständig. Sie ließ mich ihre Abneigung und heimliche Eifersucht auf Ludmilla bei jeder Gelegenheit spüren. Und das „faule“ Leben war auch vorbei, denn sie teilte mich zum Wäschesortieren ein.

Mit Ludmilla hätte ich mein schweres Kriegsgefangenenlos noch ertragen können, aber OHNE Ludmilla war alles triste und hoffnungslos.

Und in mir reiften Fluchtgedanken; und dabei gedachte ich, die Gelegenheit in der Wäschesortierung nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Denn jeden zweiten Tag kam ein geschlossener Kastenwagen von außerhalb in das umzäunte Gefangenenlager. Und ich sah, welcher Schlendrian bei den Russen auch in Bezug auf Sicherheit herrschte.

Ich sammelte Brotstücke und Trockenkekse, die in unserer Verpflegung waren, und versteckte sie in einem alten, von irgendjemanden weggeworfenen Lederbeutel.

Und kurz nachdem ich vom Arzt untersucht worden war und erfahren hatte, dass ich ab übermorgen wieder „arbeitsfähig“ war, entschloss ich mich zur Flucht aus dem Lager. Ich kannte inzwischen den routinemäßigen Ablauf der Wäscheabholung. Ich musste nur Ludmilla, die mich mit Argusargen im Blick behielt, ablenken.

Ich hatte eine Idee. Ich verstopfte den einzigen Patientenabort im Krankenrevier mit alten Mullbinden und Zeitungspapier, das hier als Klopapier fungierte, so dass er funktionsuntüchtig wurde. Kurz bevor der Kastenwagen der externen Wäscherei das Gefängnis verlassen sollte, täuschte ich bei Ludmilla heftige Bauchkrämpfe und Durchfall vor, und weil der obere Patientenabort verstopft war, bat ich um Erlaubnis, den Abort in der Wäschesortierung im Keller benutzen zu dürfen. Ich hatte vorher meinen Hosenboden feucht gemacht, um meinen „Durchfall“ glaubhaft und dringend zu demonstrieren. Und Ludmilla genehmigte notgedrungen, mich den Kellerabort benutzen zu lassen.

Ich holte meine Brotbeutel aus dem Versteck, suchte mir den größten Wäschebehälter aus, raffte ein paar große Leintücher zusammen, krabbelte in den Behälter tief unten hinein und deckte mich mit der Schmutzwäsche über mir zu. Hoffentlich, sandte ich ein Stoßgebet zum Himmel, würden die Fahrer bald erscheinen, denn auch bei Durchfall kann man nicht ewig auf dem Klo hocken. Ludmilla war ja auch nicht blöde!

Und die kamen auch recht schnell, packten einen nach dem anderen Wäschebehälter und verfrachteten die Dinger rumpelnd und fluchend in den Kastenwagen. Denn derjenige, in welchem ich gekrümmt lag, war natürlich relativ schwer, was die Fahrer, soweit ich sie verstand, zu der Schimpfkanonade veranlasste, die blöden Wäschefritzen hätten wohl mal wieder nasse Wäsche hineingestopft, weil der Behälter so schwer war. Ich wog damals keine 70 kg mehr.

Die Türen schlugen zu, der Motor startete, und quietschend rumpelte der Wagen durch das Stacheldrahtgittertor aus dem Lager. „Kein Schwein“ kontrollierte den Inhalt des Kastenwagens.

Beim nächsten Stopp des Wagens wurstelte ich mich aus dem muffig-stinkenden Wäschecontainer heraus und lugte vorsichtig zur hinteren Flügeltüre hinaus. Es war eine kleine Stadt, die sogar eine Ampelanlage besaß. Deswegen hielt der Wagen. Aber da standen einige Milizionäre (Polizei) an der Straßenkreuzung herum, daher zog ich mich wieder zurück und wartete, bis der Wagen in das Industriegebiet kam. Eine Steigung der Straße machte dem Klapperkasten zu schaffen; dies nutzend sprang ich hinten hinaus. Es war trotz des Frühlings erstaunlich kalt. Ein Glück, dass ich eine Hose und eine Jacke hatte zusammenraffen und mitnehmen konnte. Diese zog ich an, so dass meine Häftlingskleidung nicht so schnell erkennbar war.

Wohin sollte ich mich wenden? Ich verbarg mich zunächst hinter einem zusammengefallenen Schuppen, bis der Wagen außer Sichtweite war. Die Gegend war heruntergekommen und gottverlassen.

Da hörte ich in der Nähe eine Lok pfeifen. Wo eine Lok ist, muss auch ein Gleis sein. Ich hoffte, dass es kein Industriegleis, sondern eine Eisenbahnstrecke sein möge. Ich ging in die Richtung, aus der ich das Pfeifen gehört hatte. Mein Verschwinden aus der Lagerwäscherei musste wohl längst bemerkt worden sein, also nichts wie weg von hier. Ich aß einen Teil meines trockenen Brotes und dazu ein paar Schneereste. Vorsichtig um mich spähend, lief ich geduckt weiter.

Da, endlich kam ein Bahndamm in Sicht. Ich ging im Schutz der niedrigen Birkenbäumchen der Bahnstrecke entlang weg von dem Städtchen. Der eingleisige Schienenweg stieg erst leicht, dann deutlicher an. Das kam mir gelegen. Ich verbarg mich und wartete auf einen Zug. Mittlerweile brach schon die Dämmerung herein. Klar, es war erst Anfang April.

Endlich schnaufte nach schätzungsweise 2 Stunden eine Uhr hatte ich nicht ein Zug heran, ein langer Zug, ein Güterzug. Der mindestens einen Kilometer lange Zug fuhr allenfalls mit 20 25 Stundenkilometer recht langsam bergauf. Ich stopfte mir noch ein paar Kekse in den Mund, kratzte all meine Kräfte zusammen und rannte dem vorletzten Güterwaggon nach. Ich stellte mir im Geiste vor, mein sadistischer Aufseher renne hinter mir mit der Peitsche her. Mit Ach und Krach bekam ich einen Türgriff zu fassen und an diesem schwang ich mich hoch.

Geschafft! Aber ich war vollkommen außer Puste. Ich hangelte mich an der Außenwand entlang nach hinten zwischen den letzten und den vorletzten Wagen. Mit zittrigen Knien stellte ich mich zwischen die beiden Pufferstangen. Hier zog es nicht so eiskalt wie an der Außenwand.

Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte und zu Atem gekommen war, richtete ich mich zwischen den beiden Waggons einigermaßen erträglich ein. Neben mir flog die mittlerweile stockdunkle Nacht vorbei:

* *

Ich musste Acht geben, nicht einzuschlafen und im Schlaf von den Puffern zu fallen. Er Zug fuhr und fuhr, ab und zu ein kaum beleuchtetes Dorf mit den typisch russischen Holzhäuschen.

Endlich kam die Morgendämmerung, aber auch die Gefahr, als blinder Passagier entdeckt zu werden, auf. Langsam tauchten immer mehr Häuschen auf, wir näherten uns offenbar einer größeren Stadt. Was tun, wenn wir in einen Bahnhof einfuhren und dort hielten? Eine Lok braucht Kohlen und Wasser, und die gibts auf größeren Bahnhöfen.

Wie gerne wäre ich auf dem Bahnhof in Sichtweite von meinem zugigen Pufferplatz abgestiegen und hätte mich im Wartesaal etwas aufgewärmt, denn ich war ziemlich durchgefroren. Ich kletterte auf das Dach des Waggons und legte mich dort flach nieder, damit im Bahnhof mich kein Eisenbahnarbeiter auf den Puffern entdecken sollte. Es gelang mir. Mit einiger Mühe konnte ich dann entziffern, dass diese Stadt „Kurgan“ hieß. Verdammt, das war noch hinter dem Uralgebirge, wenn mich meine Geographiekenntnis nicht im Stich ließ. Einerseits war der Vorteil hier, dass die Einheimischen nicht so deutschfeindlich waren wie die vor dem Ural, die die Großdeutsche Invasion und Gräuel hautnah mitbekommen hatten, aber ich war noch Tausende von Kilometern von Deutschland entfernt.

Ich entschloss mich, den Zug nicht ohne Not zu verlassen und auf ihm wenn möglich weiter gen Westen zu fahren.

Ich blieb ruhig und wachsam auf dem Dach liegen. Nach etwa einer ¾ Stunde fuhr der Zug wieder los. Erst ein paar Kilometer hinter Kurgan kletterte ich wieder herunter und richtete mich zwischen den Puffestangen erneut ein.

Wir fuhren und fuhren, langsam aber stetig. Durch Tunnels, über Brücken, und das verriet mir, dass wir den Ural durchquerten. Gott sei Dank. Erst als es schon wieder dunkel wurde, fuhren wir in einen großen Bahnhof ein. Ich kletterte wieder aufs Dach meines Waggons und sah die Schilder: „Kirov“. Auch noch hinter Moskau, unendlich weit dahinter!

Ich lag zuerst aufmerksam und still auf dem Dach, aber die Natur verlangte ihren Tribut: Ich döste vor Übermüdung ein. Und als ich durch das Pfeifen und Rumpeln der Waggons wieder aufschreckte, bemerkte ich zu meinem Entsetzen, dass „mein“ Zug schon längst angefahren war, aber der Waggon, auf dem ich lag, stehen blieb. Mist! Die hatten die letzten sieben Waggons abgekoppelt, und auf dem vorletzten lag ich. Ich war angeschmiert.

Ich wartete, bis es richtig dunkel geworden war, dann stieg ich von meinem Waggon herunter und verdrückte mich durch den Güterbahnhof dorthin, wo ich die wenigsten Häuser vermutete.

Es war eine typische Wohnsiedlung für Arbeiter in zweistöckigen Häusern. Außer ein paar betrunkenen Pennern und herumlärmenden Schulkindern war niemand auf den Straßen. Ich sah einige Kioske, aber ich hatte ja keine Rubel bei mir und außerdem hätte mein dürftiges Russisch mich schnell verraten.

Ich musste mir irgendwie eine Erwerbstätigkeit zulegen, denn der Hunger nagte bereits an meinem Magen.

Ich dachte nach: Ja, vielleicht könnte ich mich auf einem Bauernhof verdingen? Nur, wie vermied ich, als Ausländer bzw. als Deutscher und logischerweise als entflohener Kriegsgefangener erkannt zu werden? Mir kam eine Idee: Ja, ich könnte behaupten, ein Pole zu sein. Die waren ja neuerdings Verbündete und korrekt russisch konnten die meisten Polen auch nicht.

So in Gedanken versunken trottelte ich dahin, immer Richtung stadtauswärts nach Westen. Bis ich dann aufs offene Land kam. Felder und Äcker weit und breit. Ich fand auf dem Weg ein halbverrostetes Taschenmesser und steckte es ein.

Es wurde Nacht und ich suchte mir einen windgeschützten Birkenhain mit einer Erdmulde, wo ich mit Reisig und Laub mir ein primitives Ruhelager schuf. Dort schlief ich wie ein Stein bis zur Dämmerung. Ein Feuer zu entzünden wagte ich nicht, zudem hatte ich weder Streichhölzer noch ein Feuerzeug.

Am Morgen machte ich mich frühzeitig auf. Meine Essensvorräte gingen allmählich zur Neige. Ich Geiste raffte ich meine russ. Sprachkenntnisse

zusammen, um zu trainieren, was ich im Falle eines einstellungswilligen Bauern bzw. Kolchosendirektors sagen würde.

Ich ging und ging und landete schließlich auf einem Gehöft, auf dem Schweine gemästet wurden. Man roch es schon meilenweit. Ich traf eine Magd, die ich nach dem Hofbauern fragte. Sie sagte: „Wo kommst denn du her? Bauer gibts nicht mehr, ist jetzt Direktor von Kolchose!“ ¯ „Ich bin Pole,“ antwortete ich in meinem schlechten Russisch. „Polski! Evo, Direktor ist im Büro oder noch im Bett.“ „Spasiva!“ bedankte ich mich.

Ich machte mich auf zum heruntergekommenen Gebäude und sah dann auch das kyrillische „Biro“. Ich klopfte an. „Tritt ein!“ antwortete von drinnen überraschend eine Frauenstimme. Und es war die Frau des Kolchosen-Direktors, die mich musterte. Ich sagte meinen vorbereiteten Spruch herunter, dass ich Pole sei auf dem Weg in meine Heimat Krakau und suche Arbeit, weil ich weder Geld noch etwas zu essen hätte.

Die Frau des Direktors war eine dicke, gemütlich wirkende Frau von Mitte Vierzig und hatte etwas Mütterliches an sich. Sie blätterte in einem schlampig zusammengehefteten Aktenordner herum und sagte: „Kannst du Traktor fahren?“ Ich bejahte.

Gut, Morgen kannst du bei uns anfangen. Andrej ist dein Vorarbeiter und zeigt dir, was du tun musst. Drei Rubel pro Tag, Arbeitsbeginn morgens um sechs, Ende abends um acht, jeden zweiten Sonntag frei. Einverstanden?“

Natürlich war ich einverstanden, zumal die Frau Direktor meinen ausgezehrten Zustand erkannte und mir gleich ein Frühstück zubereiten ließ und einer Art Beschließerin die Anweisung gab, mir eine Schlafkammer im Gesindehaus herzurichten. Hauptsache, ich bekam mal wieder was zum Beißen in den knurrenden Magen. Es gab Speck, Eier, Butter und ein grobes Roggenbrot, aber es mundete mir wie ein Büffet im Drei-Sterne-Hotel.

Meine Schlafkammer war spartanisch, nein, mehr als spartanisch: Ein strohgefülltes, wurmstichiges Bett, ein klappriger Schrank, dessen Türe klemmte, keinen Nachtisch, aber ich hatte sowieso nichts zu verstauen. Ein Tisch mit Waschschüssel und Wasserkanne, Handtuchhaken und ein Stuhl. Das wars. Ein Eisenofen kompensierte die Zugluft durchs Fenster.

Meine größte Sorge aber galt meiner Kleidung. Ich musste meine „Unterwäsche“ aus dem Kriegsgefangenenlager loswerden. Ich fragte die „Beschließerin“, ob ich mir hier neue Unterwäsche besorgen könne. „Geh zu Michalsky in die Kleiderkammer. Vielleicht hat er, was du brauchst.“ Sie zeigte mir den Weg, vorbei am Büro in ein Hinterhaus. Bei Michalsky herrschte eine erstaunliche Ordnung. Er fragte mich, was ich suche und als ich zwei Paar Unterhosen und ein Paar Unterhemden und ein Arbeitshemd nannte, sagte er sofort: „Kostet zusammen 10 Rubel.“

Ich suchte mir die gewünschten Sachen zusammen und sagte: „Komme gleich wieder.“ Ging ins Büro und bat die Frau Direktor um einen Lohnvorschuss für vier Tage. Da stürzte der Herr Direktor aus einem Nebenzimmer (wahrscheinlich seine Wohnung) heraus und brüllte: „Wer ist das? Noch nix gearbeitet und will schon Geld!“ Die mütterliche Frau nahm mich in Schutz: „Er ist aus Polen, Warschawa glaub¯ ich, und fängt morgen bei uns an. Sei nicht so hartherzig, Iwan, er hat doch nichts und sieht ehrlich aus!“ „Du bist noch unser Ruin, Malaika, von mir aus, gib ihm zehn Rubel, aber schreibe es auf! Wie heißt unsere Neuer überhaupt?“

Hendrik,“ beeilte ich mich zu sagen, „Hendrik Kowalsky!“ Was Besseres fiel mir auf die Schnelle nicht ein. „Gut, Kowalsky,“ sagte der Direktor nun schon versöhnlicher, „aber wenn du was kaputtmachst, wirds es dir von Lohn abgezogen!“

Ich bekam zehn Rubel, unterschrieb in lateinischer Schrift mit >Kowalsky, Hendrik< den Schuldschein, sagte „Spasiva“ und sah zu, dass ich mit meinen 10 Rubel zu Michalsky kam, bevor mich der Direktor nach eventuellen Papieren fragen konnte.

Ich blätterte meine einzigen zehn Rubel auf den Tisch und bekam die herausgesuchten Kleidungsstücke ausgehändigt. Ich sah ein Päckchen Streichhölzer und ließ es gleich mitgehen. Sofort eilte ich in mein „Schlaf“-zimmer , zog die verdreckte und verschwitzte Sträflingskleidung aus und verbrannte sie gleich in meinem Bollerofen. Dann wusch ich mich erstmals nach meiner Flucht ohne Seife den Dreck von der Haut, bevor ich mir meine „neuen“ Gebrauchtkleider anzog. Ich fühlte mich gleich wohler und selbstsicherer.


Fünftes Kapitel


Am nächsten Tag hätte ich fast verschlafen, wenn das Gequieke der Schweine mich nicht geweckt hätte. Ich sprang aus dem Bett und hüpfte ungewaschen in meine Kleider. Zum Frühstücken fehlte mir die Zeit; ich suchte nach Andrej, meinem Vorarbeiter. Der war ein hagerer, brummiger Mann, der sicher auch schon bessere Zeiten gesehen hatte.

Komm mit, wir müssen erst den Traktor mit Diesel voll tanken und dann rausfahren und Rüben aus dem Feldsilo holen.“ Ich trottete hinter ihm her. Der Traktor war ein Modell, das wir bei uns in Deutschland spätestens 1930 ausgemustert hätten, aber er lief noch einigermaßen. Wir tuckerten samt Anhänger hinaus auf ein Feld, wo unter einer Gummiplane und alten Traktorreifen ein Erdsilo mit Rüben angelegt war. Zehntausende von Rüben! Ich als Neuling musste aufladen, Andrej saß wie ein König auf dem Traktor und fuhr ihn fünf Meter um fünf Meter weiter, bis der Anhänger voll war.

Viel Ahnung vom Schalten und Fahren mit Ladung hatte Andrej nicht. Auf dem Rückweg manövrierte er die Zugmaschine in ein Schlammloch und blieb prompt darin stecken. Fluchend überließ er mir den Fahrersitz, als ich meine Hilfe anbot. „Hast du eine .... Kette?“ Radebrechte ich auf Russisch. Mir fehlte das Wort >stark<. Aber Andrej verstand meine Zeichensprache mit dem Bizepsmuskel. Ich koppelte den Anhänger ab, verband Anhängerdeichsel und Zugkupplung mit der ca. 2 m langen Kette und gab vorsichtig Gas. IM Schneckentempo wühlte sich das steckengebliebene Traktorhinterrad aus dem Schlammloch, dann gab ich Gas und die jetzt straff gespannte Kette riss den Anhänger durch den Schlamm auf wieder festen Boden. Wir waren wieder flott.

Ich konnte es fast mit den Händen greifen, dass ich in Andrejs Augen an Achtung stieg. Seit diesem Tag „durfte“ ich immer öfter den Traktor fahren und nicht nur nebenher trotteln.

Am Ende der Woche bekam ich meinen ersten Lohn (24 minus 10 Rubel Vorschuss, also 14 Rubel) vom Herrn Direktor persönlich, und offenbar hatte Andrej ihm von meinen technischen Fähigkeiten berichtet, denn er fragte mich schmunzelnd, ob ich nicht in die „Mehanik“ -Werkstatt wechseln wollte, um die technischen Geräte zu warten. „Du kannst 4 Rubel pro Tag verdienen, Kowalski,“ lockte er mich. Ich versprach, es mir überlegen zu wollen. Ich hatte nämlich vorerst andere Sorgen. Notwendige Dinge bei Michalski kaufen, die ich dringend benötigte.

Natürlich nahm ich die angebotene „Stellung“ als Mechaniker an, wenngleich in der Werkstatt ein unbeschreiblicher Schlendrian und ein Tohuwabohu herrschte. Aber 30 Rubel pro Woche waren auch nicht zu verachten.


Bei der Frau des Direktors hatte ich ein „Stein im Brett. Aber ich stieg auch in der Achtung der Mägde und Vorarbeiterinnen, und ich spürte immer öfter, dass ich der einen oder anderen nicht ganz gleichgültig war. Bis es eines Abends an meiner Zimmertür klopfte und auf meine positive Antwort schwankte Anika, die Vorarbeiterin in den Zuchtschweineställen, mit einer Flasche Wodka herein und fragte mich unumwunden, aber freundlich, ob sie mit mir „ein paar“ Gläschen trinken dürfe. Nun, ich stehe nicht auf harten Alkohol, wollte ihr freundliches Angebot aber nicht zurückweisen. Da ich aber keine Schnapsgläschen hatte, behalfen wir uns damit, gemeinsam aus meinem Zahnputzglas zu trinken. Ich bot ihr meinen einzigen Stuhl an und setzte mich selbst auf die Bettkante.

Mein Gott, war die Anika trinkfest! Wenn ich mir zwei kleine Schlückchen einverleibte, hatte sie schon sechs große Schlucke getrunken. Als ich aufstand, um das Glas kurz auszuschwenken, rutschte mir meine Hose von den Hüften, weil mir der Knopf am Hosenbund und zwei am Hosenlatz abgerissen waren und ich nur sehr ungeschickt mit Nadel und Faden umgehen konnte.

„Ach, macht nix. Knöpfe kann man wieder annähen. Gib Hose her, ich nähe sie an.“ Bot Anika schon deutlich angesäuselt an. Das Dumme war nur, dass ich bisher noch keinen Faden und Nähnadel gekauft hatte. „Typisch Mann,“ lachte sie auf russisch, „du brauchst gute Frau, sehe schon, warte, ich hole Nadel und Faden aus meinem Zimmer, ha, ha!“

Sie stand auf, schwankte aus meinem Zimmer hinaus und kehrte nach ca. 2 Minuten wieder zurück und schwenkte ihr Nähzeug wie eine Trophäe.

Hose musst du ausziehen,“ sagte sie ganz unbefangen. Ich lief wahrscheinlich rot an, wollte aber kein „Frosch“ sein und zog mir umständlich die Hose aus. Sie glotzte wie auf ein Weltwunder auf meine ausgebeulte und schlabberige Unterhose, die auch nicht mehr ganz weiß war, und sie schüttelte den Kopf; „Du hast auch Unterhose an? Russischer Mann hat keine Unterhose, wahrscheinlich nur Männer in Polska! Hi hi!“

Ich stand da wie ein begossener Pudel in meiner Unterhose. „Russische Frau auch nie Unterhose,“ lachte sie und raffte ihren Rock in die Höhe und entblößte vor mir für einen kurzen Moment ihren Unterleib, der von einem starken Haarwald umwuchert war.

Vom Knopf Annähen war plötzlich keine Rede mehr. Sie ließ sich rücklings aufs Bett niedersinken und zog mir im Zurückfallen meine ausgeleierte Unterhose herunter, so dass ich mit halbaufgerichtetem Schwanz vor ihr am Bett stand. Anika zog ihren Rock bis zu ihrem Busenansatz hoch. Als ich ihren dichten Schampelz sah und die bereits feuchten, korallenroten Schamlippen dazwischen hervorleuchten sah, richtete sich mein so lange schon unterforderter Penis auf, dick und hart wie Stein. „Oh, Hendrik, du hast großen Schwanz wie russischer Mann, und dicke Eier ziehen deinen Sack tief herab, ich hoffe, deine Eier voll für mich!“ Bewunderte Anika mein Gehänge.

Komm du her zu mir, mein starker Held,“ lockte sie mit ihrem winkenden Zeigefinger, mit dem sie auf ihre Schamspalte deutete und fortfuhr: „Lecke mich da unten. Ich brauche das vor Ficken!“

Aufgegeilt und im Rausch meines Glücks versenkte ich mein Gesicht in ihrem haarigen Schoß und leckte die saftige Spalte. Sie schleimte sehr stark; dann zog Anika ihr Kleid ganz aus und sagte ganz nervös, fast hektisch: „Hör auf mit Lecken, Schnell komm auf mich und stecke mir deinen Speer in mein heißes Loch!“

Ich streifte meine Unterhose von meinen Knöcheln herunter und warf mich auf ihren nackten Leib. Leicht fand mein harter Speer ihren Vordereingang und drang tief ein.

Anika warf mir ihren heißen Unterleib leidenschaftlich entgegen und ich rammte ihr meinen Pfahl hinein bis zum Sack. Ausgehungert nach Sex dauerte es bei mir nicht lange, bis ich meinen aufgestauten Samen in ihrer warmen Höhle verströmte. Ich wollte mich langsam zurückziehen, aber Anika forderte energisch: „Los, weiter, noch einmal fest stoßen und mich mit deinem Sperma vollspritzen!“

Ich tat ihr den Gefallen und pumpte ihr ein zweites Mal die Zuchthöhle voll mit meinem Samen. Schweratmend lag ich auf ihr, die auch heftig atmete, bis wir uns voneinander lösten und ich neben ihr auf dem schmalen Bett lag. Um mehr Platz für unsere verschwitzten Körper zu haben, nahm ich meine Arme hoch über den Kopf und verschränkte meine Hände gedankenverloren hinter meinem Nacken.

Und das war mein Verhängnis! Anika sah auf meinen linken Oberarm und erkannte mit großen, fast schreckhaft aufgerissenen Augen meine Blutgruppentätowierung unter der Achsel! Sie fuhr vom Bett hoch und rief überrascht und fast zornig: „Du bist kein Mann aus Polska! Du bist deutsches Chitlerschwein! Du hast Zeichen wie >SS< am Arm!“

Verdammt, an meine Tätowierung hatte ich ja überhaupt nicht mehr gedacht!! Selbst vor Dr. Ludmilla im Bergwerkslager hatte ich das verräterische Zeichen verbergen können. Und jetzt das!!!

Nix mich anlügen, Hendrik, gestehe, dass du bist Deutscher und SS-Mann!“ fuhr sie mich an, „oder ich verrate dich und rufe Miliz!“

Ich trat die „Flucht nach vorn“ an und gab zu, deutscher Soldat zu sein, aber nicht der SS angehört zu haben. Anika beruhigte sich etwas und sah mich skeptisch an: „Ich kann dir nicht glauben, wieso hast du SS-Zeichen am Arm? Du mir sollst sagen Wahrheit, sonst ...!“

Was blieb mir übrig? Bei der Miliz wäre sowieso alles ans Licht gekommen und ich wäre womöglich in ein Straflager im tiefsten Sibirien gelandet. Alle Strapazen bisher wären umsonst gewesen!


Also erzählte ich Anika in meinem armseligen Russisch meine Geschichte vom Eintritt in die Wehrmacht, von der Musterung bei der SS-Anwerbungsstelle, von den Gräuel der SS, die ich miterlebt hatte und dass ich deshalb von mir aus die Übernahme in die Waffen-SS abgelehnt hätte. Natürlich berichtete ich auch von meiner Fahnenflucht, vom Leben im Bergwerk (die Liebesaffäre mit Ludmilla verschwieg ich geflissentlich), von den Strapazen meiner Flucht und wie ich auf die Kolchose hierher gekommen war. Nur meinen deutschen Namen Erich verschwieg ich lieber, sondern blieb bei „Hendrik“, das sowohl polnisch wie skandinavisch oder norddeutsch klang.

Schweigend hatte Anika zugehört, bis ich geendet hatte, und sagte dann. „Du bist kein böser Mann, Hendrik, aber du bist in Gefahr, wenn noch jemand entdeckt, dass du nicht bist Pole, sondern deutscher Soldat! Besser ist, du gehst weg von hier, auf Kolchose zu viele Leute, die nix mögen Deutsche, ich habe bessere Idee, wo du bist sicher.“

Ziemlich verunsichert griff ich nach dem Rettungsanker, den Anika mir anbot. Von ihren hasserfüllten Hintergedanken hatte ich nicht den leisesten Schimmer!


Anika bot mir an, gemeinsam mit mir zu ihrem Onkel nach Morki zu gehen. Auf meine Nachfrage, wo das denn läge, erklärte mir Anika, rund 350 km Richtung Süden, in der Nähe der Großstadt Èeboksary.

„Na, immerhin nach Süden, dachte ich mir, da ist es dann wenigstens nicht so eisig kalt im Winter.

Aber was soll ich dort tun, und ist eine Großstadt nicht gefährlicher bezüglich meiner Entdeckung als hier auf der Kolchose?“ Warf ich skeptisch ein, aber Anika beruhigte mich: „Morki liegt sehr einsam, praktisch am Ende der Welt, und mindestens 100 Km östlich von dieser Stadt Èeboksary. Morki hat nur 2000 Einwohner, keine Miliz und nur eine Kolchose. Mein Onkel ist Schlachtermeister auf dieser Kolchose mit Schweinen, wohnt aber außerhalb. Hatte früher vor Stalins Landreform viel Weideland, aber jetzt enteignet für Kolchose. Jetzt ist er aber Waldbauer. Wald für Kolchose uninteressant, er darf deshalb Wald bewirtschaften. Dort wir können wohnen und bei Waldarbeit mithelfen. Du und ich werden glücklich sein dort bei liebem Onkel!“



Sechstes Kapitel


Anikas Vorschlag brachte mich zwar meinem Ziel, irgendwie nach Dresden zu kommen, nicht gerade näher, eher weiter weg, aber andererseits galt es zuvorderst zu überleben, denn als „auf der Flucht erschossene“ Leiche wollte ich nicht im Sarg dorthin gelangen. 

Immerhin gings nach Süden, weg aus diesem kalten Norden. Und bei Anikas Onkel würde es mir bestimmt nicht schlechter gehen als hier auf der Kolchose. Waldarbeit, wohl besser als hier bei den ekelhaft stinkenden Mastschweinen.


Ich akzeptierte Anikas Vorschlag, die ich auf meiner Seite glaubte, da sie mich weder dem Kolchosendirektor noch der Miliz als entflohenen Kriegsgefangenen meldete. Sie wiegte mich in Sicherheit, indem sie fast jede Nacht mit mir schlief und fickte. Und sie war unersättlich wild, fickte und forderte mich, bis mir förmlich die Luft ausging und ich schon Schmerzen in meinen überforderten Hoden und meinem wundgeriebenen Schwanz bekam. Wenn mein Schwanz nicht mehr weiter konnte, musste meine Zunge aushelfen! Ich hatte ein schlechtes Gewissen, Anika so intensiv zu begatten, denn ein Kind hätte ich in meiner Situation nicht leisten können. Ich hatte keine Ahnung, dass Anika infertil(=unfruchtbar) war.


Irgendwie müssen wir an amtliche Papiere kommen,“ überlegte Anika angestrengt, „denn wir müssen über die Provinzgrenze fahren und dafür braucht man Papiere bei uns in der Sowjetunion.“

Ich wusste auch nicht, wie ich an solche gelangen könnte, aber Anika hatte einen Einfall: „Ich weiß wie: Wir gehen zum Direktor und sagen, ich sei von dir schwanger und wir wollen heiraten. Ich habe Ausweis als Genossin, du als Pole aber hast deine Papiere verloren ... ja noch besser: Bist du aus Nazi-Konzentrationslager geflüchtet, wo SS dir alle Papiere abgenommen hat. Bist geflohen nach Weißrussland und von dort hierher. Direktor wird bei Bürgermeister in Stadt bürgen, dass er dich kennt und Papiere für Dich besorgen, damit wir können heiraten. Dann wir kündigen und fahren nach Morki. Einverstanden?“

Wie hätte ich NICHT einverstanden sein können? Ich gab nur zu bedenken, dass sie doch nicht so einfach mich heiraten könne, nachdem sie weder meine genaue Herkunft und mich selber kennen würde. Anika wischte meine Bedenken beiseite und meinte lapidar: „Ist doch nur pro forma, damit wir Dokumente bekommen, später in Morki wird niemand mehr fragen und wenn du mich dann nicht mehr liebst, dann kannst du fortgehen, ohne Probleme.“

Allein diese Aussage hätte mich schon stutzig machen müssen, aber wer sich glücklich wähnt, denkt nicht an Sicherheit.


Kurzum, Anika leitete alles in die Wege, ich arbeitete brav und fleißig im Stall und auf den Feldern, sie organisierte die Hochzeit und unsere Reise nach Morki zu ihrem Onkel. Trotz der schwerfälligen Administration in Russland schaffte es unser Kolchosendirektor dank „Vitamin B“, innerhalb von drei Wochen meine „verlorengegangenen“ Personaldokumente durch vorläufige Ausweispapiere zu ersetzen. Dann fungierte er als Standesbeamter, bescheinigte uns die offizielle Heirat und besoff sich auf der Hochzeitsfeier so sinnlos, dass wir ihn nach oben in sein Bett hochtragen mussten.


Um so erstaunter war der gute Direktor, dass Anika und ich unsere Arbeitsstelle kündigten, um zu Anikas Verwandten zu reisen. Immerhin zahlte er unseren noch ausstehenden Lohn von zusammen 205 Rubel. Das immerhin reichte für unsere Zugfahrkarten nach Èeboksary. Von dort sollte uns Anikas Onkel, der Niklasch (Nikolaus) hieß, mit dem Pferdefuhrwerk abholen. Die hundert Kilometer bis Morki würden wir in zwei Tagen zurücklegen können. Anika zeigte mir den Antwortbrief ihres Onkels, den ich zwar nicht lesen konnte, aber von Anika vorgelesen bekam. Mir schien alles gut vorbereitet und in Ordnung zu sein.


Die Zugfahrt bis Èeboksary allein schon war ein Abenteuer! Alle naselang eine Kontrolle, schlimmer als bei uns die „Kettenhunde“ (Feldjäger) der Wehrmacht. Aber Anika hatte sich ein kleines Kissen unter ihr Kleid gestopft und mimte auf „schwanger“, und ich als „Pole“ war offizieller Ehemann und mimte auf „nix verstehen“. Also ließ man uns passieren, denn kein Milizionär wollte sich mit einer schwangeren Volksgenossin und mit einem verbündeten Ausländer anlegen, allein schon wegen des daraus resultierenden Papierkriegs.


Hundsmüde kamen wir nach siebenstündiger Fahrt in Èeboksary an, wo doch tatsächlich Niklasch schon auf uns wartete. Jetzt konnte Anika ihr Kissen wieder herausnehmen. Sie stellte mich ihrem Onkel vor und sprach so schnell, dass ich so gut wie nichts in diesem Dialekt verstand. Onkel Niklasch war ein Hüne von einem Mann, bestimmt nicht viel kleiner als 2 Meter groß, breitschultrig wie ein Ringer und einem Paar Hände so groß wie Kohlenschaufeln! Sein schwarzer Vollbart und seine wild blitzenden Augen erinnerten mich an Rasputin ….

Er nahm Anikas schwer vollgepackten Koffer und trug ihn aus dem Bahnhof, als sei es ein Damenhandtäschchen. Ich hatte meine bescheidenen Habseligkeiten selber zu tragen.

Wir bestiegen ein Heuwagenfuhrweg, das von einem mageren, klapprigen Wallach gezogen wurde.

Als wir aus Èeboksary heraus waren und auf der offenen Landstraße dahinrumpelten, gab Niklausch dem Wallach die Peitsche und trieb das arme Tier zum Trab an. Ich dachte an meine Zeit im Bergwerk an der Lore zurück und erlaubte mir zu fragen, warum das Pferd so mager und abgearbeitet sei. Da sagte Niklausch in offiziellem Russisch:

Ist nicht mein Pferd, sondern ein Mietpferd aus meinem Dorf Morki. Besitzer ist arm, hat nicht viel Futter für seinen alten Mietgaul. Dafür kostet nur zwei Rubel pro Tag.“

Weiter wollte ich nicht fragen, um Niklasch nicht zu verärgern. Anika grinste nur und sagte: „Brauchst dich nicht wundern. Sowjetunion nicht so reich wie ihr in Deutschland. Viele Pferde sind tot im Krieg, Niklasch hat auch kein Pferd, sind teuer geworden! Gutes Pferd jetzt kostet 400 Rubel auf Pferdemarkt.“

Ich stutzte: Offenbar hatte Anika dem Niklasch meine wahre Herkunft bereits verraten, oder war dies nur ein Versprecher? Ich war doch offiziell Pole!

Ja, Geremanski viel Schaden gebracht in unser friedliebendes Land,“ konstatierte Niklasch mit dem Unterton des Vorwurfs, und ich ahnte, dass ich mich vor ihm in Acht nehmen musste.

So ratterte der leere Heuwagen mit seinen drei Passagieren durch die tatsächlich sehr dünn besiedelte Landschaft. Die sanften Hügel waren mit Tannen oder Birkenbäumen bewaldet. Die Straße sofern sie diese Bezeichnung überhaupt verdiente war eng und ausgefahren. Auf der ganzen Strecke bis zu einer Herberge in einem 5-Häuser-Dorf, wo wir eine Brotzeit mit Eiern und Speck zu uns nahmen und in der Scheune im Stroh übernachteten, waren uns nur zwei Fahrzeuge entgegengekommen, eine Pferdedroschke und ein vollbeladener Erntewagen mit Kohlköpfen, nur einmal wurden wir von einem uralten Militärlastwagen überholt und in eine Dieselrauchwolke eingehüllt, dass sogar unser Pferd niesen musste.


Früh am nächsten Morgen gings weiter, nachdem das Pferd die Nacht im Freien verbracht hatte und sich an den Grasnarben neben der Herberge hatte Kraft anfressen dürfen. Wir aßen Schwarzbrot mit Butter, Speckwürfel und Apfelkompott. Das frisch getränkte Pferd wurde eingespannt und von Niklasch mit der Peitsche zum Trab angetrieben. Je weiter wir vorankamen, desto einsamer, ja gottverlassener wurde die Gegend. Alle 8 bis 10 km mal ein Holzhaus mit primitiven Scheunen und Ställen, sonst nur romantische, aber wilde Landschaft und Wald, Wald, Wald. Gesprochen wurde nicht viel, denn wegen des lauten Ratterns des Heuwagens musste man sich anbrüllen, um sich zu verstehen.


Endlich kam ein offenbar aus unverputzten Hohlblocksteinen errichtetes, flaches und anderthalbstöckiges Gebäude in Sicht, mit Stallungen aus Holz, davor halbverrostete landwirtschaftliche Geräte und sogar ein Traktor, der offenbar noch mit Dampfkraft betrieben wurde.

Das ist die Kolchose, wo Onkel Niklasch ab und zu als Schlachtermeister arbeitet,“ brüllte Anika mich an, damit ich es hören konnte. „Viele Hunderte Schweine, 50 Kühe, Hühner, Schafe und drei Ackerpferde.“

Interessant“, brüllte ich zurück, obwohl ich bei mir dachte, „so primitiv hat man bei uns vor fünfzig Jahren schon nicht mehr gewirtschaftet!“


Wir fuhren ratternd an der ausgedehnten Kolchose mit Äckern, Feldern und Weideland für die Schafe vorbei, dann wurde der Weg noch enger, unbefestigt und teils schlammig, ich glaubte, wir führen echt ans Ende der Welt. Rechts und links nur Bäume, kein Haus, keine größere Lichtung.

Dann, nach vielleicht 6 km kam endlich eine Wegabzweigung, nach links zeigte ein verwittertes Wegschild nach Morki(MOÔÊÈ), nach rechts kein Schild; Niklasch lenkte den schwitzenden Gaul zur rechten Abzweigung, an deren Ende ein niedriges, voll aus Holz errichtetes Bauernhaus zu erkennen war.

Hundgebell von drei struppigen Hunden undefinierbarer Rasse kam unserem Gefährt auf den letzten 200 Metern entgegen. Die Hunde bellten das fast scheuende Pferd an, erst als Niklasch mit der langen Kutscherpeitsche auf die wild bellenden Hunde einschlug, zogen die sich zum Haus zurück.


Mit steifen Gliedern stiegen wir von dem Heuwagen ab. Wieder kamen die Hunde und umringten uns bellend. Niklasch donnerte die Hunde an „Kusch!! Natrak!“ Und die Hunde trollten sich, als ob sie Prügel bekommen hätten.

Nun eilten eine untersetzte, groß-busige und großgewachsene Frau und ein junger Mann, schätzungsweise Mitte zwanzig mit einem kurzgeschornen Vollbart, aus dem Haus, begrüßten Niklasch und Anika mit sehr herzlichen Umarmungen, mich begrüßte man durch einen Händedruck, der mich beinahe vor Kraft und Schmerz in die Knie zwang, und einen Redeschwall der Frau, von dem ich allenfalls drei Worte verstand. Ich bekam nur mit, dass Niklasch seine Frau mit dem Namen Gruscha ansprach

Ich stand dann etwas verloren mit meinem abgeschabten Köfferchen neben dem Wagen herum und sah mich etwas um, als der junge Mann das Pferd abzuschirren begann und Niklasch, dessen energisch wirkende Frau und meine Ehefrau Anika in ein angeregtes Gespräch verwickelt waren, in einem Dialekt und so schnell, dass ich rein nichts verstand. Offenbar hatten sich die Drei viel zu erzählen.

Das hölzerne Bauernhaus war zwar einfach konstruiert, aber hatte meiner Schätzung nach mindestens acht Zimmer, ähnlich wie bei uns in Norddeutschland oder in Bayern, denn früher hatte man ja noch Gesinde wie Mägde und Knechte, die mit im Bauernhaus wohnten. Ansonsten sah ich einen niedrigen Stall, keine Scheune, die den Namen verdient hätte, aber ein Klohäuschen mit Herzfensterchen in der Türe nahe am Wohnhaus, ein Holzfuhrwerk mit Vollgummireifen, viele Ster aufgeschichtetes Brennholz, und eine rostige Egge und einen einscharigen Handpflug und allerhand Gerümpel herumstehen. Aus dem Dach einer primitiv zusammengezimmerten Holzscheune schätzungsweise 10 auf 10 m Grundfläche - ragte ein ca. 25 Meter hoher Stahlgerüstturm empor mit einem 8-fächerigen Windrad an der Spitze; es schien als Grundwasserpumpe wie auf amerikanischen Ranchs zu dienen. Das Ganze machte einen ziemlich verlotterten, schlampigen und veralteten Eindruck auf mich.

Ich ahnte schon, da würde ich viel Arbeit zum Aufräumen und Ordnung nach deutschen Maßstäben bekommen, um diese Misswirtschaft etwas auf Vordermann zu bringen. Der junge Mann war mit dem Ausschirren fertig und führte den erschöpften Wallach auf ein Stück Wiese hinter den Stall zum Grasen.


Gehen wir hinein,“ verkündete Niklasch dann mit seiner Donnerstimme, „ich habe einen Bärenhunger, und Du, Anika und dein Mann bestimmt auch. Meine Frau Gruscha hat ein Festmahl vorbereitet, Sohn Theodor hat extra einen Hasen geschossen!“ Niklasch sprach so, dass ich es auch verstand.


Mit meinem Köfferchen in der Hand folgte ich den Vieren ins Haus. Die Zimmerdecken waren so niedrig, dass Niklasch und auch sein nicht viel kleinerer Sohn Theodor die Köpfe im Türstock einziehen mussten. Anika und ich passten gerade so zur Tür herein. 


In der einfach ausgestatteten, aber gemütlichen Wohnstube standen dampfende Töpfe und sechs Teller aus Blech auf dem Tisch.

Setz dich an den Tisch dort,“ sagte Anika und ich schritt voran zum Tisch, als ich plötzlich einen harten Donnerschlag auf meinem Hinterkopf verspürte, als ob mich ein Vorschlaghammer getroffen hätte. Mir wurde augenblicklich schwarz vor Augen, meine Beine sackten weg und in fiel in eine tiefe Bewusstlosigkeit.


Siebtes Kapitel


Es war wie das Auftauchen aus den Tiefen des Meeres, als meine Sinne langsam wiederkehrten. Obwohl ich versuchte, meine Augen weit aufzureißen, sah ich nichts, nur Finsternis. Wo war ich denn überhaupt?

Mühsam rekapitulierte ich die letzten Stunden meines Bewusstseins: Ja, wir waren auf Onkel Niklaschs Bauernhof angekommen, ich wollte mich gerade zum Essen niedersetzen, da musste ich mit einem Schlag auf den Kopf niedergestreckt worden sein. Mein ganzer Kopf dröhnte ja jetzt noch. Aber wieso hatte man mich niedergeschlagen??

Trotz der stockdunklen Finsternis merkte ich, dass ich auf einer weichen Unterlage ruhte.

Ich versuchte, meinen Kopf zu heben, aber irgendetwas Schweres zog ihn nach unten. Langsam bekam ich mit, warum ich mich nur schwerfällig rühren konnte: An meinem Hals fühlte ich ein schweres Halseisen und daran war eine große, schwere Eisenkette befestigt.

Ich war schlagartig hellwach und registrierte, dass ich nackt war und auf Stroh lag. An meinen Hand- und Fußgelenken waren ebenfalls kräftige, Ledermanschetten befestigt und mit Ketten verbunden. Mein Mund war mittels eines Knebelrings geöffnet, der Sabber lief mir daher recht unkontrolliert aus den Mundwinkeln. Es war ein schockierendes und demütigendes Gefühl.

Ich versuchte mich aufzurichten, bzw. hoch zu rappeln, da sah ich, das ich in einer Art Stallbox wie für einen Esel angekettet war. Die Bretterwand vor mir war weiß getüncht, vor mir stand ein großer Trog und hinter mir war eine Gittertür. An der Wand sehe ich einen rostigen Eimer und eine Waschschüssel mit Wasser gefüllt. Ich versuchte nach Anika zu rufen, was mit dem Knebel gar nicht so leicht war, denn mein Mund konnte keine Worte formen; auf mein Geblöke rührte sich absolut nichts, deshalb gab ich es nach einiger Zeit frustriert auf.

Es war stockfinster hier und ich war von der langen Reise und dem Schlag auf den Kopf noch so müde, dass ich mich einfach auf das Strohlager wieder niederlegte und einschlief. Hunger und Durst ignorierte ich einfach.


*** +++ ***


Ein trübes Licht in meinem Eselstall weckt mich auf. Nachdem sich meine Augen an die Helligkeit adaptiert haben, sehe ich Anika und Niklasch in meine Box eintreten und sagen. „Hoch mit dir Nazischwein! Zeit, dich mal richtig willkommen zu heißen!“ Meinen Knebel nimmt der Hüne aus meinem Mund.

Gerade will ich fragen, was das alles zu bedeuten hat und wieso ich in einem Stall nackt angekettet liegen muss, da beugt sich Niklasch zu mir herunter, packt mit seinen Riesenpranken mein Halsband und zieht mich daran so energisch nach oben, dass die Luftnot meine Frage glatt abwürgt. Er löst die Kette vom Halsband und entfernt letzteres sogar.

Wieder will ich zur gleichen Frage an Anika, meine Braut, ansetzen, als diese mir einen Hieb mit einer Hundepeitsche überzieht, dass ich vor Schreck und Schmerz erstarre. „Du hältst dein verlognes Maul, Sklave, vorbei ists mit Hendrik und der polnischen Staatsangehörigkeit. Du wirst unser Leibeigener wie im alten Russland. Dafür hab ich dich hierher gebracht!“ Ich kann vor schockierter Überraschung nicht mehr sprechen.

Niklasch zerrt mich mit seinen Bärenkräften aus dem niederen Stallgebäude hinaus in den Hof hinter dem Bauernhaus. Die Hunde umringen mich sofort und schnuppern an meinem Beinen. Unwirsch versetzt Niklasch den Tieren einen Tritt und sie rennen durch den Hof. Dort ist eine Art Pranger wie im Mittelalter aufgebaut, gezimmert aus groben Holzplanken. Sohn Theodor steht schon bereit und hält das bewegliche Oberteil des 3-Loch-Bretts geöffnet. Ohne lange Zeremonie drückt Niklasch meinen Hals in die große, mittlere Rundöffnung und meine Handgelenke in die beiden kleineren Löcher neben meinem Kopf, das Oberteil wird heruntergeklappt, und ich bin gebückt stehend im Pranger gefangen.

Es ist dein Mann und Leibeigener, Anika, du darfst zuerst!“ Höre ich Niklasch hinter mir in einem Russisch sagen, das ich schon verstehe.

Ich glotze hilflos vor mir auf den Grasboden, dann höre ich ein Pfeifen und verspüre sofort einen schlimmen Schmerz über meinen nackten Sitzbacken. Ich ziehe vor Schmerz meine Arschgloben ein, aber der zweite Hieb triff mich ebenso hart direkt am Ansatz meiner Backen gleich unterhalb meines Kreuzbeins. Oh je, dort schmerzt die Peitsche ja noch mehr! Ich jaule auf und strample im Schmerzschock mit den Beinen und rufe laut: „Warum tust du das, Anika, was habe ich dir Böses getan?“

Frage nicht so blöde, Du SS-Scherge, deine Achseltätowierung verrät dich ja! Ihr habt unser Volk mit solchen Gräueltaten überhäuft, dass so eine harmlose Auspeitschung noch viel zu milde für euch Herrenmenschen ist!“

Und schon wieder pfiff die Peitsche und ließ meinen ganzen Körper erzittern! Ich schrie vor Schmerz, ich hüpfte wie ein Springbock in meinem Pranger umher, aber Schlag auf Schlag knallte auf meine gestriemte Sitzfläche.

Schrei so viel und so laut du willst, hier hören dich allenfalls die Tiere im Wald, aber von uns hier wird keiner Erbarmen mit einem SS-Schwein haben!“ Lachte Anika laut.

Ich heulte wie ein kleines Kind, aber ich bekam ein volles Dutzend aufgebrannt. Dann trat Anika zurück: „Nun du, Onkel Niklasch.“

Ich konnte nicht sehen, was er in seine Pranke nahm, aber als der erste Schlag auf meine schon heißen Backen knallte, wusste ich, womit er schlug: Mit einem Haselnussstock! Mein Gott, ein vermeintlich harmloser Stock, der schmerzte weitaus mehr als Anikas Hundepeitsche! Ich schrie, ich tobte, ich hüpfte wie ein Tanzbär auf der heißen Herdplatte, aber das beeindruckte meine Entführer überhaupt nicht. Ich hörte auf, die Hiebe zu zählen, mein Hirn war durch den wahnsinnigen Schmerz wie benebelt.

Nach Niklasch kam auch noch Theodor an die Reihe und brachte mit seinen Schlagen nicht nur meine Arschbacken, sondern auch meine Oberschenkelbeugeseiten zum Glühen. Ich sank in meinem Pranger kraftlos zusammen. Theodor stellte seine Prügelei ein.

Nun, du Dreckschwein, hast du jetzt begriffen, was du hier für uns bist?“

Mir schnürte der Schmerz die Kehle zu, ich rang nach Luft. Da antwortete Niklasch an meiner Stelle: „Du bist nur noch ein Leibeigener, ein Arbeitstier für uns, und du wirst die Sünden euerer Verbrecher bei der Deutschen Wehrmacht bei uns abbüßen! Wiederhole das Wort, was du bist!“

Mit letzter Kraft presste ich das Wort „Ein Leibeigener“ unter Schluchzen heraus.

Mein haltloses Gebrüll lockte die übrigen Hausbewohner aus dem Bauernhaus herbei, die mit schadenfrohem Grinsen meiner Abstrafung beiwohnten, wobei Niklaschs Frau Gruscha ihren prügelnden Sohn noch anfeuerte und rief: „Immer feste drauf auf das deutsche Vieh, seine Nazikameraden haben meinen Bruder im Gefangenenlager verhungern lassen!“

Oh, welch ein Hass hatte sich da gegen uns aufgestaut!

Und bist du bereit, uns zu gehorchen und tüchtig zu arbeiten und nicht widerspenstig zu sein? Antworte oder der Stock hilft dir nach!“ Sagte Niklasch bösartig.

Ich konnte nur noch „Ja, ja Herr, ich werde gehorchen ..“ herausbrüllen.

Hoffentlich stimmts,“ kommentierte Anika meine Beteuerungen.


Der bärtige Niklasch brachte dann ein klassisches Ochsenjoch herbei, und während Theodor mich eisern festhielt, obwohl ich von der Auspeitschung zur Gegenwehr viel zu geschwächt war, befreite mich der hünenhafte Niklasch vom Pranger und legte mir das schwere, aus poliertem Eichenholz gefertigte Ochsenjoch um meinen Nacken und schloss meine Handgelenke in die dafür vorgesehenen Lederhandschellen stramm ein. Seitlich an den beiden Enden des Jochs waren kräftige Eisenringe eingearbeitet. Allein das ungeheuere Gewicht des Jochs zwang mich vornüber gebeugt schwankend dazustehen. Mit einigen Stockhieben trieb mich Niklasch in meinen Eselstall zurück und kettete mein Joch an der Stirnwand an. Erschöpft sank ich auf meine Knie. Theodor kam nach einigen Minuten mit einer Schüssel Wasser und einem Napf mit zerdrückten Kartoffeln samt Schalen herein und stellte sie vor mich hin: „Fressen!“ sagte er nur auf Deutsch und ging wieder.

Mein Hunger ließ mich den salzigen, fast kalten Brei hinunterwürgen und der anschließende Durst zwang mich, meine Wasserschüssel bis auf den letzten Tropfen aufzuschlabbern.

Gegen Abend die Sonne stand schon nahe am Horizont, kam Anika und kettete mich ab, führte mich aus dem Stall auf den Hof, wo ein sulkyartiger Einachser mit zwei Sitzen stand. Er hatte nur eine Deichsel, die nach oben gebogen auslief. Anika schob mir den Deichselholm zwischen meinen Oberschenkeln hindurch, wobei sie kaum Rücksicht auf meinen Hodensack nahm. Das vordere Ende des Holms lief über meinen Bauch hoch bis etwa in Höhe meiner Brustwarzen und trug am Ende zwei kurze, ca. 30 cm lange Kettchen. Die wurden mit den Ringen an den seitlichen Enden des Jochs verbunden. Dann schob mir Anika kalt lächelnd eine Trense aus Eisen in den Mund und schnallte diese mir einem Nackenriemen fest. Lange Zügel hingen von den Ringen an meinen Wangen herab. Mir schwante, wozu ich nun missbraucht werden würde ...

Anika rief zum Haus hin: „Tinka, ich bin bereit!“ Da kam ein junges Mädchen aus dem Haus geeilt, hatte einen overallartigen Hosenanzug und grobe Gummistiefel an. Anika stieg in das Sulky ein und machte etwas Platz für das auch aufsitzende Mädchen. Plötzlich spürte ich einen scharfen Zug an den Zügeln meiner Trense, die mir die Mundwinkel nach hinten riss.

Ein brennender Schmerz schnitt in meine Flanken: Eine rund 1.50 Meter lange Peitschenschnur hatte sich um meine Hüften geschlängelt, und Anika befahl: „Zieh an, Pferdchen!“

Ich zog an, aber die Last war aus dem Stand schwer voranzubringen! Erst weitere Hiebe mit der Kutscherpeitsche, die aus einer etwa bleistift-dicken Lederschnur mit eingeknüpften Knoten bestand, brachten mich und das Gefährt in einen mäßigen Trab. Die Zügel lenkten mich zum Wandrand und von dort tiefer in den Wald hinein.

Zuerst war der Weg eben, aber holprig, dann nach vielleicht 200 Metern stieg er sachte an. Aber zwei Insassen plus das Gewicht des Sulkys forderte ihren Tribut. Die Peitsche zwang mich, das Trabtempo strotz der Steigung zu halten. Mein Atem und mein Puls beschleunigten sich. Solche „Sportübungen“ war ich seit dem Barras nicht mehr gewöhnt!

Endlich kam eine kleine Lichtung und der Weg wurde wieder eben. “Schneller, du Tier! Galopp, zeig mal, was du drauf hast!“ Hörte ich Anika rufen, und sie unterstrich ihren Befehl mit deftigen Hieben auf meinen unter dem Joch gebeugten Rücken. Ich bot all meine Kräfte auf, aber nach guten 500 Metern wurden mir die Beine schwer wie Blei.

Auf einer größeren Lichtung wendete Anika mich mit dem Sulky und befahl einen Trott. Zurück bis zum Bauernhaus schaffte ich es nur mit gelegentlichem Antrieb der Peitsche.

Verstriemt an Rücken und Hüften kam ich nach Atem ringend im Hof an. Tinka nahm mir die fast schon blutige Trense aus dem Mund, während Anika mich von der Deichsel abschirrte und am Joch, das nicht abgenommen wurde, in meinen Eselstall mehr schleifte als führte und mich dort ankettete. Ich war fix und fertig!

Da kam Niklasch in den Stall und fragte Anika beim mich Festketten:

Na, wie hat er sich gehalten?“

Na ja, um ihn für deine Zwecke einzusetzen, braucht er noch viel Training und Kondition. Aber mit einer gut durchziehenden Peitsche wird er bald mehr Kraft und Saft in seinen Knochen haben, Onkelchen,“ lachte Anika und schloss die Boxentür.

Todmüde fiel ich auf mein Strohlager und dämmerte auch bald ein. Alpträume mit Schreckensbildern raubten mir den erquicklichen Schlaf. Sollte das mein Schicksal sein? Wurde ich bis an mein Lebensende geschunden und ein Leben als wehrloses Tier hier fristen müssen? Würde ich meine Heimat und meine Eltern in Dresden ¯ wenn sie dann überhaupt noch lebten ¯ jemals wiedersehen?

Wer würde je erfahren, dass ich hier im tiefsten Russland wie ein Stück Vieh gefangengehalten wurde?


Achtes Kapitel


Für mich viel zu früh am nächsten Morgen weckte mich das Geklapper von Metallgeräten und das Quietschen ungeölter Türen. Theodor trat mir mit seinem Stiefel in die Rippen und rief: „Aufstehen, Schweinehund!“

Mühsam rappelte ich mich mit dem schweren Joch auf den Schultern hoch. Keine Schüssel mit Wasser, kein Napf mit Kartoffelbrei. Stattdessen führte mich Theodor in den Hof, wo bereits Niklasch neben dem immer noch gefürchteten Pranger stand, aber ¯ zu meinem blanken Entsetzen ¯ stand neben Niklasch ein dreibeiniges Kohlebecken mit bereits rauchender Glut.

Ohne langes Fackeln wurde ich ohne mein Joch in den Pranger eingespannt...

Schon wieder Prügel für nichts? Nein heute lagen allerlei Geräte auf einem Beistelltischchen neben dem Hitze ausstrahlenden Kohlebecken, aber weder eine Peitsche noch ein Stock.

Mir wurde angst und bange, und ich begann zu zittern.

Niklasch klärte mich in gutem Russisch auf: „Du bist ein Leibeigener und unser Nutztier. Deshalb haben wir beschlossen, dich auch wie ein Tier auszustatten und zu zeichnen.“

Ich schrie verzweifelt: „Nein Herr Niklasch, bitte nicht, Ich bin doch nur ein einfacher Sold..,“ weiterkam ich nicht, denn schon hatte Niklasch mit einer primitiven Flachzange meinen Nasensteg gefasst und diesen aus meinen Nasenlöcher hervorgezogen. Der Schmerz war unbeschreiblich, jedoch nichts im Vergleich, was dann folgte: Mit der einen Hand zog der Sadist meinen Nasensteg weit heraus, mit der anderen nahm er eine schon glühende Schusterahle aus der Kohlenglut heraus und bohrte mir damit ein Brandloch durch den Steg. Der Rauch stieg mir in die Nase, aber es floss dank der Hitze kein Tropfen Blut.

Der Brandschmerz trieb mich beinahe zur Bewusstlosigkeit! Ich registrierte nur noch im Dämmerzustand, dass Theodor seinem Vater einen noch offenen Stahlring reichte, den dieser mir durch das frische Brandloch zog und mit der Flachzange zu einem geschlossenen Ring zusammenquetschte. Das Gewicht des Rings zog mir den Nasensteg heraus und lag spürbar auf meiner Oberlippe.

Ahhh, auuahh, oh mein Gott ...!“ jammerte ich in meinem Schmerz auf Deutsch. Ich konnte nicht mehr klar denken und hing wie ein abgestochenes Stück Schlachtvieh in meinem Pranger. Meinen beim Stöhnen offenen Mund nutzte Theodor aus, mir flink eine Mundspreize in den Mund zu zwängen und diese so weit aufzudrehen, dass ich meinte, es risse mir den Unterkiefer ab! Ich schloss die Augen vor Grauen und merkte zu spät, dass Niklasch mir mit der Flachzange in die Mundhöhle gefahren war und damit den unteren hintersten Backenzahn gepackt hatte. Es knackte und Metallteile rüttelten, und mit weitausgerissenen Augen musste ich es erdulden, dass mir der hinterste untere Backenzahn grausam herausgerissen wurde. Blut lief in meine Kehle und reizte mich zum Husten. Aber das hinderte den brutalen Hünen nicht, mir gleich anschließend den gegenüberliegenden Mahlzahn auch herauszubrechen. Niklasch grinste in mein verheultes Gesicht mit den Worten: „Ist doch nur zu deinem Besten, du Hengst, dann sitzt die Kandare viel besser und drückt nicht so auf deine schönen Zähne!“

Wenn ich nun dachte, die Prozedur der Zurichtung zum „Tier“ hinter mich gebracht zu haben, war ich auf dem Holzweg. Niklasch schob das fahrbare Kohlebecken um den Pranger herum hinter mich und trug das Beistelltischchen ebenfalls hinterher. Ich konnte nicht sehen, was er vorhatte. Erst als Niklasch mit seiner „Klodeckel“ -Pranke meinen Hodensack ergriff und energisch nach hinten zwischen meinen Oberschenkeln hindurch extrem nach hinten zerrte, ahnte ich, was er vorhatte: Er riss meinen Sack derart grausam nach hinten heraus, dass die Sackwurzel vom Damm weg bis auf eine 2-Finger-Dicke ausgezogen wurde. Eine andere Hand ¯ wahrscheinlich von Theodor ¯ legte einen wiederum noch offenen Ring um die dünne Sackwurzel, und Niklasch presste mit der Flachzange den offenen Ring zu einem geschlossenen zusammen.

Nun ließ Niklasch die Hoden los und ich spürte, wie meine dicken Eier in dem engen Ring gefangen waren. „Sitzt bombenfest,“ bemerkte Theodor anerkennend, indem er prüfend an dem Ring zog, der zu eng war, um eine Hodenkugel durchgehen zu lassen, beide schon gleich gar nicht!

Dann geschah eine Weile nichts, ich hörte nur Klappern und Zischen hinter mir.

Und dann kam es ohne Vorwarnung über mich! Ein Höllenschmerz durchraste meinen linken Oberschenkel und breitete sich über meinen ganzen Organismus aus. Der Geruch nach verschmortem Fleisch stieg in meine Nase und ich wusste, was mir angetan wurde: Niklasch hatte ein glühendes Brandeisen in meinen Oberschenkel gedrückt! Wie einem Stück Vieh! Ich brüllte wie ein Wahnsinniger so lange, bis mir die Stimme versagte! Alles um mich herum versank in einem Meer von Schmerzen.

Daher bekam ich auch nur am Rande mit, dass das Weibervolk aus dem Haus herausgerannt kam und sich hinter mir „Brüllaffen“ am Pranger im Halbkreis umringte. Ich hörte diverse Kommentare wie „Ist schön geworden“ oder „Prima Kennzeichnung“, hätte aber nicht sagen können, wer welche Bemerkung gesprochen hatte.

Ein in kaltes Wasser getränkter Lumpen wurde auf die noch rauchende Brandstelle aufgelegt, was mir aber nur wenig Linderung verschaffte. Aber ich stellte das Gebrüll meiner schon heiseren Stimme ein.

Zu meinem neuerlichen Schrecken hörte ich Niklasch Anika fragen: „Soll ich ihm auch die Stimmbänder verschmoren, dann hört das Gebrüll für immer auf?“

Ach nein,“ antwortete Anika, „dann kann er ja nicht mehr sprechen, und ich habe nichts dagegen, wenn das Tier vor Schmerzen brüllt.“ Daraufhin löste Niklasch meine Maulspreizklemmer und nahm sie mir aus dem blutenden Mund.

Meine Luftnot vom Brüllen und die Anstrengung ließen mich in eine Art Halbschlaf fallen. Daher bekam ich nicht mehr richtig mit, wie man mich vom Pranger losband, mir das Joch wieder anlegte und mich humpelnd in meine Stallbox verfrachtete und ankettete. Dort fiel ich total erschöpft auf mein Strohlager nieder, und sogar zum Auffressen meines Frühstücks aus Haferbrei mit rohen Kartoffelschalen und Dürrobst war ich zu erledigt.


Ich kann nicht sagen, wie lange ich wie halbtot im Stroh gelegen hatte, als Anika in meine Box kam: „Hoch mit dir Faultier!“ Rief sie lautstark und trat mir grob in die Bauchflanke. Ich rappelte mich mit dem schweren Joch an der Kette mühsam auf die Knie. Um mir das Aufstehen zu erleichtern, wollte ich auf den Knien etwas nach vorne rutschen, aber plötzlich riss mich ein scharfer Schmerz in meinem Hodensack zurück. Ich beugte meinen Kopf tief herunter und blickte zwischen meinen mäßig gespreizten Oberschenkeln hindurch, um zu sehen, was da an meinen Hoden zerrte. Mit Entsetzen sah ich, dass eine starke Kette von der Stalltür zu meinem nagelneuen Sackring gespannt war und mich an der Vorwärtsbewegung hinderte.

Wirds bald?! Aufstehen!“ fauchte Anika, und ich sah zu, dass ich auf meine Füße kam. Als ich endlich stand, spürte ich, wie Anika meine Hoden erst eine Weile knetete, dann schmierte sie meinen Sack mit einer sich zunächst kühl anfühlenden Salbe ein. Ich glaubte schon, dies diene der Linderung meiner vom Ring gestauten, heiße Hoden, aber da irrte ich gewaltig! Denn nach vielleicht einer halben Minute setzte langsam, aber zunehmend schlimmer ein solches Brennen am meinem Sack ein, dass ich glaubte, er läge auf einem glühenden Grillrost! Ich begann von einem Bein aufs andere zu hopsen, so wahnsinnig heizte mir die Salbe ein!

Warum hüpfst denn so unbeherrscht herum, du Tanzbär? Das ist doch nur Bienegiftsalbe, die brennt zwar, ist aber sonst harmlos!“ Spottete Anika.

HARMLOS ¯  nannte sie das! Die höllischen Schmerzen musste ja SIE nicht aushalten! „Das lässt deine Samenknollen ein Bisschen anschwellen, aber das geht auch nach ein paar Stunden vorbei,“ ‚tröstete mich meine Frau. Mir aber kam e so vor, als würden meine Eier wie auf die Größe eines Kindskopfes aufschwellen!

Anika ging hinaus und ließ mich in meinem Schmerz alleine. Wegen des Jochs konnte ich meine Hände nicht dazu benutzen, aus der Schüssel etwas Wasser an meinen Sack zu spritzen, um die Feuersbrunst zu kühlen.

So stand ich stundenlang in meinem düsteren Stall, am Joch und am Sack angekettet und ertrug leise vor mich hin seufzend meine Schmerzen. Ich wusste nicht, was mir mehr weh tat: der Ring in meinem durchbohrten Nasensteg, meine noch leicht blutenden Zahnlücken, mein beringter und „gesalbter“ Sack oder mein Brandzeichen. Letzteres war wohl doch das Schlimmste, was mich plagte.


Neuntes Kapitel


Die Zeit spielte keine Rolle mehr für mich. Vermutlich gegen Abend kam Niklasch in meine Stallbox, besah sich mein Brandzeichen und legte gerade einen kühlenden Salbenverband auf meine Brandwunde, als Anika und Tinka auch in meine Box hereinkamen.

Mensch, sind die Eier rot und geschwollen,“ staunte das mit mir fast gleichaltrige Mädchen. „Ja, die Salbe wirkt hervorragend,“ bemerkte Anika lachend. „Onkel, können wir den Hengst zum ein bisschen Herumfahren nehmen?“

Von mir aus, wenn er es schon schafft, aber ziehe ihm die Peitsche nicht über den linken Oberschenkel, sonst schlägst du vielleicht den Verband ab, und ich will nicht, dass sich das Brandmal infiziert!“

Selbstverständlich, Onkel, ich werde sanft mit ihm umgehen!“

Ich helfe dir beim Anschirren,“ erbot sich Niklasch und löste meine Ketten vom Sack und vom Joch. Im Hof stand schon das bekannte Zweisitzer-Sulky. Niklasch schob mir die Deichsel zwischen meinen Oberschenkeln hoch und hakte die Kettchen in die Seitenringe meines Jochs ein. Derweil verpasste mir die grinsende Tinka die Eisentrense in den Mund. Auah, die raue Stange legten sich in die leeren, frischen Zahnhöhlen und das tat teuflisch weh!

Siehst du den Ringhaken da an der Deichsel?“ Fragte Niklasch seine Nichte Anika, die verneinte. „Warte, Anika, ich hole die dazugehörige Kette,“ sagte er, und als er wiederkam hatte er eine rund zweihandbreit lange Kette dabei, die er erst in den Ringhaken an der Deichsel einhängte, sie dann spannte und fluchte: „Verdammt, sie ist vielleicht 5 cm zu kurz, hier Anika, halte die Kette stramm und hakte sie in den neuen Hodenring ein, ich ziehe den dicken Sack fest nach hinten, damit es reicht!“

Ich hätte Zeder und Mordio schreien mögen, wenn die blöde Kandare nicht gewesen wäre, den meine Eier waren nach der Bienengiftsalbung noch hoch empfindlich und geschwollen. Aber darauf nahm so ein Grobian wie Niklasch freilich keine Rücksicht.

Wozu soll diese Sackkette eigentlich gut sein?“ Hörte ich Anika fragen und Niklasch antwortete: „Sie ist als Sicherung zum einen und zur Moderation zum anderen gedacht. Wenn er später beim Berganfahren mal gehörig die Peitsche kriegt, könnte er über die Deichsel springen und das Gefährt zum Umkippen bringen, und wenn du die Gangart wechselst, z.B. vom Trott zum Galopp, dann zieht der Hengst viel gleichmäßiger und weniger ruckhaft, denn er will ja seine schmerzenden Hoden schonen, ha, ha!“

Mir standen die Haare zu Berge, als ich diese rücksichtslose Redensart vernahm. Die Zügel wurden eingehängt und Tinka und meine Frau bestiegen das Sulky. Ein Hieb mit der Peitsche striemte meinen Rücken. Los gings, Trab wurde befohlen. Gerade beim Anfahren spürte ich den grausam schmerzenden Zug an meinen Hoden, weshalb ich alle Kraft in mein Joch legte, um das Gefährt auf Trab zu bringen. Die Weiber hinter mir lachten und scherzten über die Mühe, die ich aufbieten musste.

Es ging wie gestern wieder den Waldweg entlang, aber diesmal weiter in den Wald hinein. Nur bei der leichten Steigung vor der ersten Lichtung bekam ich einige Peitschhiebe übergezogen, um mein Tempo zu halten.

Keuchend rannte ich weiter bis zu einer größeren Lichtung, auf der ca. zehn Stämme von gefällten und bereits entasteten Birken kreuz und quer über dem Weg herumlagen. Sie blockierten die Weiterfahrt. Ein scharfer Zügelzug zwang mich zum Halten, dann zog die Kandare meinen linken Mundwinkel brutal nach hinten, was ich als Kommando zum Wenden begriff. Dann gabs wieder die Knotenpeitsche auf Rücken und Arsch in Richtung zurück zum Hof. Aber nun machte sich die Erschöpfung in meinen Beinen bemerkbar, und ich schleppte mich mehr im Trott als im Trab dahin, obwohl mir die Peitsche nun immer öfter „auf die Sprünge“ half.

Zudem machte mir noch ein anderer Umstand schwer zu schaffen: „Bei jeder Unebenheit des Waldweges übertrugen sich die Schwankungen auf die Deichsel und über die neu installierte Deichsel-Hodenringkette schmerzhaft zerrend auf meinen Sack. Natürlich versuchte ich durch leichtes Anheben meines Jochs die Deichsel zu stabilisieren und damit meinen Eiersack zu entlasten, aber ein Nachlassen meiner Zugkraft duldeten Anika und Tinka nicht!

Bösartig pfiff mir die Peitsche über meine schuftenden Popobacken, und meine Frau rief: „Willst du Faultier wohl ordentlich rennen und ziehen, wie es befohlen ist? Oder willst du nachher im Stall wieder eine Hodenmassage mit Bienengiftsalbe?“ Klatsch ¯ Klatsch! Ging die Peitsche.

Mit rasselndem Atem, kreuz und quer verstriemtem Rücken und bleischweren Beinen erreichte ich den Hof und torkelte nach dem Ausschirren komplett erschöpft in den Stall.

Wie weit seid ihr gefahren,“ wollte Theodor wissen, der beim Abschirren geholfen hatte. „Bis zur Lichtung mit den gefällten Bäumen,“ antwortete Anika. ¯ „Das sind hin und zurück etwa 2½ Kilometer. Das Vieh braucht mehr Kondition, wenn wir ihn bald sinnvoll einsetzen möchten.“ Meinte Theodor skeptisch, aber von seinem Dialekt verstand ich nur die Hälfte.


Wieder im Stall bekam ich den selben Haferbrei wie heute früh, und der Hunger trieb ihn mir hinein, und der Durst ließ mich die Schüssel mit abgestandenem Wasser leer schlürfen. Und dann tauchte zu meinem Schrecken wieder Anika mit der Dose Bienengiftsalbe auf: „Vielleicht wird dir das morgen Beine machen,“ sagte sie eiskalt lächelnd... Ich litt bis weit nach Mitternacht an den brennenden Höllenqualen an meinem Sack.


Am nächsten Tag wurde ich gleich zweimal, nämlich vormittags und am Nachmittag, vor das Sulky in bekannter Manier eingespannt und erst von Anika allein und dann von ihr und Tinka gemeinsam durch die ausgedehnten Wälder gehetzt. Diesmal wurde ein andere Weg gewählt, der mit 4 Km zwar länger, aber ebener war als der gestrige und vorgestrige. Es war ein windiger, wolkiger Tag, und das Windrad im Hof drehte sich schnell.

Bevor die Damen ins Sulky einstiegen, ließ ich noch schnell den Druck von meiner Blase ab.

Am Nachmittag begann es auch noch leicht zu nieseln, und Tinka trieb meine Frau zur Eile an, damit ihre Kleidung nicht allzu sehr im Regen litte. Entsprechend unnachsichtig wurde ich zur Eile gepeitscht.

Als ich dann im Stall stand, forderte die Natur ihr Recht, als ich dringend kacken musste. Aber niemand kam, als ich rief. Obwohl ich ja seit unserer Abreise aus der Herberge nichts Vernünftiges mehr gegessen hatte, konnte ich nicht umhin, einen beachtlichen Kothaufen ins Stroh abzulassen.

Die Quittung bekam ich am nächsten Morgen, als Tinka als Erste in meinen Stall kam und beim Untersuchen meiner heißen Hoden die Bescherung im Stroh sah. Sie lief aus dem Stall, und nach einer Viertelstunde kam Niklasch herein und fuhr mich an: „Du germanisches Dreckschwein! Melde dich draußen im Freien, wenn du scheißen musst, anstatt deine saubere Box voll zu scheißen. Wir haben keine Lust, deinen Dreck wegzumachen! Was jetzt kommt, hast du dir selber zuzuschreiben!“

Da ich ja wegen des Jochs nicht nach hinten sehen konnte, fühlte ich eine kühle Schmiere an meinem After, in den ein Daumen des Mannes eindrang, und dann schrie ich gequält auf, als ein bestimmt 5 cm dicker Holzpflock meinen Schließmuskel gewaltsam aufdehnte und das dicke, lange Ding in meinen Enddarm gerammt wurde, dass ich glaubte, es habe mir den Afterring auseinandergerissen.

Schluss jetzt mit der Scheißerei im Stall! Wenn du kacken musst, dann bitte draußen im Freien um Erlaubnis, dann kriegst du den Pflock heraus und darfst ihn sogar noch sauberlutschen, bevor er wieder dein Arschloch sichert und zustopft! Übrigens wird dir das eine gute Vorübung sein auf das, was bald schon zu deinen Aufgaben gehören wird.“ Erklärte mir Niklasch in langsamem Russisch.

Dann wurde ich wieder vorgespannt und diesmal saßen Niklasch und Theodor im Sulky. Sie fuhren mich ohne Erbarmen, bis ich vor dem Sulky halbtot zusammenbrach. Es waren bestimmt über 10 Km bergauf bergab, und das bei Regenwetter. Meine Fahrer waren ja warm angezogen, ich aber war nackt. Dennoch kam ich tüchtig ins Schwitzen, so dass sogar der Verband über meinem Brandzeichen aufweichte und abfiel.


Am nächsten Morgen wunderte ich mich, dass niemand in meinem Stall erschien, obwohl es draußen schon glockenheller Tag war. Als dann statt Anika oder Tinka die Minka mir das Frühstück brachte, erlaubte ich mir zu fragen: „Werde ich heute nicht vors Sulky gespannt?“ ¯ Minka lachte mich an und sagte: Heute ist doch Sonntag. Nix rabotti.“

Seltsam, meine Herrschaften waren wohl stramme Kommunisten, aber der Sonntag war ihnen offenbar doch heilig ...


Der folgende Tag war also Montag und begann mit einem erstmals kräftigen Frühstück mit im Milch aufgeweichtem Brot, Speckwürfel und 3 aufgeschlagenen, rohen Eiern, das mir erstaunlicherweise Gruscha „servierte“. Sie konnte es auch nicht lassen, meinen dicken schweren Sack abzugreifen und an meinem Schwanz herumzuhantieren. „Ich freue mich auf dich,“ sagte sie fast anerkennend. Ich wusste nicht genau, was diese Bemerkung zu bedeuten hatte.

Meine Zahnhöhlen waren mittlerweile auch einigermaßen zugeheilt, so dass ich auch die Brotrinde gut kauen und essen konnte. Der Nasenring aber störte mich noch immer beim Fressen aus dem Napf.

Ich spürte, dass heute etwas Besonderes in Gange war, denn im Hof und im Stall war geschäftiges Treiben und Lärmen. Als Niklasch meinen Stall betrat, bat ich ihn um Entleerung meines Darmes und der Blase. Er schüttelte den Kopf und sagte:

Nicht jetzt! Warte, bis wir im Wald sind. Dort kannst du pissen und scheißen, wie es dir beliebt!“


Zehntes Kapitel


Mit dem reichhaltigen Frühstück gestärkt wurde ich abgekettet und aus dem Stall in den Hof geführt. Dort stand aber nicht das von mir erwartete Sulky, sondern eine Art Erntewagen mit eisenbereiften Holzrädern und Seitenwänden aus Holzgittern, nach hinten offen und vorne ein waagrechtes Brett als Kutschersitzbank. Auch war die Deichsel viel kräftiger und nicht wie beim Sulky nach oben gebogen, sondern gabelförmig gespalten und am vorderen Ende in einer Kette an jeder Gabel endend.

Zuerst wurde mir eine Art Ledergeschirr stramm um die Hüften geschnallt. An ihm waren mehrere Ringe und Ösen eingearbeitet. Dann wurde mir zu meinem Erstaunen der Analpflock herausgezogen. Welche Erleichterung!

Vom Hüftgurt lief ein breiter Schrittriemen vorn zum Genitale hinunter, teilte sich dort, um meinen Penis und Sack von beiden Seiten einzufassen, vereinigte sich dann wieder zu einem Riemen, der durch meine Analkerbe gezogen bis zum Kreuz verlief und dort mit dem Hüftriemen hinten verschnallt wurde.

Die Deichsel wurde wieder zwischen meinen Oberschenkeln hindurchgeführt. Ich musste meinen Oberkörper weit vorbeugen, damit die beiden Ketten am vorderen Deichselende in die Ringe an meinem Koch eingehängt werden konnten. Nun wurde mir auch der Zweck des Hüftriemens klar, als die Zugketten vom Wagen vorne in die Ösen am Gurt eingehakt wurden. Ich war zum Zugpferd geworden!

Peitsche auf linken Oberschenkel bedeutet nach links ziehen, Peitsche auf rechten nach rechts ziehen,“ erklärte mir Niklasch, „dann brauchen wir keine Zügel und keine Trense, Pferd!“

Ich nickte mit dem Kopf, so gut es eben ging. Dann stiegen Niklasch und Theodor auf die Kutscherbank des Wagens.

Hühah!“ und ein Peitschenhieb auf meinen vorgebeugten Rücken ließen mich anziehen. Oh je, war dieser Wagen schwer! Kein Vergleich zum Sulky!

Schließlich brachte ich den quietschenden Erntewagen in Bewegung. Im Trott ging es Richtung Wald und auf den Weg, den ich von den Ausfahrten mit dem Sulky her schon kannte, dennoch kam er mir heute viel schwieriger, viel steiler, viel beschwerlicher als noch vor Tagen vor. Ich bekam auch viel öfter die Peitsche übergezogen.

Sauf nicht so viel, Vater,“ hörte ich Theodor sagen, „wir haben einen anstrengenden Tag, und der Wodka macht dich immer müde!“

Halts Maul, Sohn, ich trinke so viel ich will, und wir haben doch unseren Leibeigenen für die schwerere Arbeit!“ Brummte Niklasch und zog mir einen saftigen Hieb über meine Arschbacken.

Endlich hatte ich es geschafft, den Wagen und meine beiden Herren bis zu kurz vor jener Lichtung hinzuziehen, wo die gefällten Baumstämme den Weg blockierten.

Hier wurde ich mit „Hoooh“ angehalten und ausgeschirrt. Aber mein Joch und das Hüftgeschirr wurde mir belassen. Niklasch und Theodor nahmen Sägen, Ketten und anderes Gerät zur Holzbearbeitung vom Erntewagen herunter. Mir wurde jetzt klar, dass das kein Ernte-, sondern ein Holztransportwagen war. Beide Männer begannen nun, die Baumstämme in ca. 150 cm lange Teilstämme zu zersägen, die längs gelegt auf den Wagen passten. Als alle Stämme zersägt waren, kam Niklasch auf mich zu und spannte zwei Ketten in die Ringe an meinem Hüftgurt ein. Sie waren etwa 2 Meter lang. Dann aber hatte Niklasch noch eine dritte kürzere Kette mit einem Handgriff am Ende, und diese hakte er in meinen Hodensackring ein. Was hatte er vor? Ich konnte es gleich erfahren, als Niklasch mich an der Hodenringkette zu einem der Baumstämme hinzog, mich rumdrehte und die beiden Zugketten so um diesen Stamm schlang, dass sie den Stamm festhielten.

Zieh an!“ rief Niklasch und zog mir einen gemeinen Hieb über die Arschbacken, dass ich einen regelrechten Satz nach vorne und riss dadurch den schweren Stamm ein paar Zentimeter vom Boden hoch.

Weiter, weiter!!“ Schrie jetzt Niklasch und drosch wild mit der Peitsche auf mich ein, um den hinter mir herschleifenden Stamm in Bewegung zu halten. Ich schaffte es, den Baum bis zum Wagen heranzuziehen. Schnaufend wurde ich an der Sackkette gestoppt.

Theodor und Niklasch wuchteten dann den herbeigezogenen Stamm auf den Wagen hinauf.

Und weiter gings zum nächsten Stamm, wieder musste mir die Peitsche „helfen“, den schweren Stamm zu bewegen. Ich war zum sogen. Rückepferd“ geworden. So zog ich fast drei Stunden lang Stamm um Stamm ¯ insgesamt 14 Teilstämme ¯ zum Wagen. Am Ende war ich mit Striemen gestreift wie ein Zebra. Und der Schweiß lief mir in Strömen vom Körper.

Gott sei Dank wurde nun eine Vesperpause eingelegt, und ich bekam wenigstens die Wurstzipfel und die Brotrinde als Vesper vorgesetzt. Aber etwas für mich zutrinken hatten die Beiden glatt vergessen. Theodor hatte die „zündende“ Idee: „Unser Rückepferd hat bestimmt Durst, nachdem es so geschwitzt hat.“ Er stand auf, ließ mich auf meine Knie niedersinken und stellte sich direkt vor mich hin und holte seinen beachtlichen Schwanz aus dem Hosenlatz. „Maul auf!“ Sagte er leise und schob mir seine Eichel in den offenen Mund. “Wehe, du beißt mir in den Penis! Dann schneide ich dir die Eier ab!“ Und dann pisste er los, und ich hatte gewaltig zu schlucken! Doch es linderte etwas meinen Durst.


Die Vesperpause war zu Ende, und ich hatte Angst vor der folgenden Schufterei, als Niklasch mich wieder an die Wagendeichsel anspannte. Eigenartigerweise ließ er meine Hodensackkette dran, bald wusste ich auch, warum. Den Wagen in Bewegung zu setzen war eine Sisyphusarbeit: Nur dadurch, dass Niklasch selbst in die Radspeichen griff und mithalf, den fast überladenen Wagen zu bewegen, während Theodor auf mich einpeitschte, um mich zu höchster Anstrengung zu zwingen, ging es voran. Zuerst ging der Weg ca. 1 Km beinahe waagrecht, dann kam ein leichtes Gefälle, was auf den Hinweg die Steigung war. Der schwerbeladene Wagen schob und drückte voran. Und nun zog Niklasch vom Kutschbock aus heftig an meiner Sackkette, damit ich mich bremsend gegen den Wagen stemmte. Oh Gott, meine armen Hoden! Ich glaubte, Niklasch risse mir den Sack aus dem Damm! Ich brüllte, aber das half auch nicht.

Endlich wurde der Weg wieder eben und ich musste mich tüchtig in die Ketten legen, um voranzukommen. Keuchend wie ein Asthmatiker erreichte ich den Hof hinter dem Haus. Niklasch und Theodor luden die Stämme ab.

Kaum war der Holzwagen leer, packte Theodor meine Zügel und wendete den Wagen, schwang sich auf den Kutschbock und wieder gings zurück in den Wald. Obwohl der Wagen wieder leer war, empfand ich ihn schwerer als beim ersten Mal; sicherlich war es meinen müden Beinen zuzuschreiben.

Gott sei Dank konnte ich mich etwas erholen, als Theodor Vesperpause machte, bevor ich wieder als Holzrückpferd schuften musste.

Diesmal waren es „nur“ elf Stämme, sieben blieben zurück. Schwerbeladen musste ich den Wagen wieder zum Hof ziehen, während Niklasch im Wald zurückblieb, um die restlichen Stämme zu zersägen. Noch ein drittes Mal musste ich in den Wald und die von Niklasch zerteilten Stämme zum Hof zu ziehen.

Im Stall erst merkte ich, wie sehr mich die Beinmuskeln, meine geschwollenen Hoden und mein zerpeitschter Rücken und Arsch schmerzten. Hunger und Durst hatte ich auch. Nie fraß ich meinen Brei und trank meine Wasser mit größerem Genuss als heute.

Am nächsten Tag, wohl ein Dienstag, fuhr Theodor mit mir als Zugpferd des Holztransportwagens allein in den Wald, um die abgesägten Äste, Zweige und abgeschälte Rinde aufzuladen und zum Hof zu bringen.

Gruscha und Minka kamen aus dem Haus und halfen Theodor, die Äste usw. abzuladen. Ich blieb angeschirrt.

Ich wunderte mich, warum Niklasch nicht bei dieser schweren Arbeit half, bis ich Wochen später merkte, dass er immer Dienstags und Donnerstags nicht anwesend war, weil er an diesen Tagen als Schlachter in der Schweine- und Schafkolchose arbeitete.

Mittwoch nahm mich Niklasch mit auf seinen kleinen Acker; eigentlich durften die Walsbauern kein eigenes Feld bestellen, aber hier weitab vom Schuss der Behörden traute sich Niklasch, ein Feld mit Kartoffeln zu bestellen. Er belud einem kleinen Ackerwagen mit der alten, rostigen Egge, spannte mich ein und steuerte mich mit Trense und Zügel auf sein Privatfeld. Dort lud er die Egge ab. Mit starken Zugketten wurde ich vor die Egge gespannt.

‚Na, nur eine Egge, dachte ich, ‚die kann ja nicht so schwer zu ziehen sein. Wie ich mich täuschte! Denn Niklasch stellte sich AUF die Egge und lief nicht nebenher. Ich musste mich tüchtig in die Ketten stemmen. Und Niklasch sah mit der Peitsche danach, dass ich auch mit aller Kraft zog. Gemeinerweise schlug er mir seine Peitsche längs in meinen Gesäßspalt hinein, was teuflisch weh tat! Aber ich zog und zog und stampfte oft fast parallel über dem Boden „schwebend“ über den schweren Ackerboden, um maximale Zugkraft zu erreichen. Am Ende dieser Schufterei war ich fix und fertig, und mein Unterkörper war wund gepeitscht wie noch nie zuvor, aber der ganze Acker war geeggt,

Ich sehnte den Donnerstag herbei, wenn Niklasch wieder weg auf der Kolchose war.

Am Nachmittag diesen Tages wurde mir erstmals seit 3 Wochen das Joch abgenommen; Meine Schulter- und Ellbogengelenke waren so steif, als seien sie eingerostet. Nach einer halben Stunde Gymnastik waren sie wieder einigermaßen beweglich. Nun wurden mir Fußketten angelegt und bekam eine Axt, um das letzte Woche angelieferte Brennholz zu spalten. Obwohl ich nackt arbeiten musste, kam ich ganz schön ins Schwitzen!

Frau Gruschka bekam an diesem Tag Besuch von einer Freundin, die Gruschka mit >Anuschka< ansprach. Sie war eine stattliche Frau, fast städtisch, kein Bauerntrampel wie Gruschka, die jene freundlich, fast unterwürfig begrüßte. Die Beiden blieben kurz stehen und beobachteten mich, wie ich nackt arbeitete.

Oho, wo habt ihr denn den Burschen her? Ist der da unten gut gebaut, und schau mal hin, Gruschka, welch einen prächtigen Sack der hat! Wie alt ist denn der?“

Ach, das ist bloß ein deutscher Kriegsgefangener. Neunzehn oder zwanzig soll der sein, sagt mein Mann. Der muss bei uns seine Naziverbrechen abarbeiten,“ antwortete Gruschka mit einer verächtlichen Miene zu mir.

„Interessant,“ sagte die Fremde, „und den wollt ihr wohl bis an sein Lebensende behalten, nachdem er schon Euer Brandzeichen trägt! Puh, wie der nach Schweiß und Dreck stinkt! Der gehört mal abgeschrubbt!“

Ich stank tatsächlich wie ein Iltis, aber selbst merkt man das ja bekanntlich am allerletzten!

Gruschka und die gutgebaute Dame gingen ins Haus, und ich hörte sie dort drin lange noch lachen und scherzen.


Elftes Kapitel


So gingen die Tage dahin, ich wurde genutzt und ausgebeutet wie ein billiges Nutztier. Und das war ich für Niklaschs Familie schließlich auch. Und wenn ich mein aufgetragenes Arbeitspensum nicht planmäßig schaffte, bekam ich am Pranger eine zünftige Auspeitschung.


Die Blätter wurden bunt, die Nächte kühler, die Morgen neblig und die Tage öfter regnerisch. Aber auch windstiller, wenn es nieselte. Auch in meinem Stall wurde es gegen sechs Uhr Abends schon so dunkel, dass das untergehende Tageslicht das Stallinnere nicht mehr erhellte. Wenn mich jemand in meinen Stall hinein- oder herausführte, musste er eine Stalllaterne mit stinkendem und rauchigem Talgöl benutzen, um meine Schlösser sehen und auf- bzw. zuschließen zu können.


Auch im Haus hatte ich noch nie elektrisches Licht brennen sehen, weshalb ich zu dem Schluss kam, dass der ganze Bauernhof nicht elektrifiziert war.

Immer träger drehte sich das Windrad, was zur Folge hatte, dass immer weniger Grundwasser hoch ins Haus gepumpt wurde.

Der Bauernhof war mit ausreichend Brennholz für den Winter versorgt. Nun lernte ich eine neue Verwendungsmöglichkeit meiner Arbeitskraft kennen.

Mit meinem Joch führte mich Theodor aus dem Stall hinaus, durch den Hof hinüber zu jener ominösen Holzhütte, aus dessen Dach der Turm mit dem Windrad hinaufragte. Das drehte sich heute kaum noch, so windstill war dieser neblige Tag.

Und als ich innen in der rund 100 qm großen Holzscheune war, die von außen größer wirkte als von innen, sah ich, was es damit auf sich hatte: Es war ein „Generatorhaus“ mit vielen breiten Ledertreibriemen, die über verschieden große Räder liefen und für die entsprechende Übersetzung der Kraft an die Endgeräte sorgten. Fachleute nennen dies ein Göpelwerk. Nur wenn das Windrad in ständiger Bewegung war, diente diese Energie zum Antreiben von Häckslern und anderen landwirtschaftlichen Geräten wie Kartoffelrüttelwerk usw. und in erster Linie - dem Hochpumpen von Grundwasser ins Haus, wo ein 500 Literbehälter unter dem Dach stand und über Schlauchleitungen die Küche und das Bad versorgte.

Jetzt aber stand das Windrad still und der Wasservorrat ging zur Neige. Was tun, wenn kein Wind bläst? Genau, dann muss der Leibeigene ran!


Als sich meine Augen an die Düsternis innen adaptiert hatten, erkannte ich, wie die ganze Apparatur funktionierte: Im Zentrum stand ein massiver Pfahl senkrecht in einem fettgeschmierten Drehlager im Boden verankert; waagrecht von ihm ging ein ca. 3 Meter langer Hebelarm in Brusthöhe ab, der in einer kreisrunden, schon reichlich ausgetretenen Bahn auf einem rissigen Holzboden im Kreise bewegt werden musste, um das Große Laufrad über dem Zentralpfahl in Drehung zu versetzen. Ein Treibriemen übertrug die Energie dann auf Räder von verschieden Durchmessern weiter bis zum Endverbrauchsgerät. Wehte der Wind, dann trieb das Windrad den Zentralpfahl an. Aber das war jetzt meine Aufgabe.


Was mir in seiner Funktion vorerst noch schleierhaft war, war ein zweiter waagrechter Arm in etwa Hüfthöhe, der ungefähr anderthalb Meter hinter dem Hebelarm nachgezogen wurde. An seinem äußeren Ende war ein kleiner Sitz, ähnlich einem Traktorensitz, aufgeschraubt. Dumme Fragen stellen wollte ich nicht, denn unerlaubtes Sprechen war mir ja verboten.

Theodor führte mich an den Hebelarm in Brusthöhe heran. Wenn ich mich bückte, konnte Theodor zwei kräftige Ketten am Hebelarm-ende in die seitlichen Ringe an meinem Nackenjoch einklinken. Das Joch drückte meinen Hals hinab, so dass ich nur knapp zwei Meter vor mich auf die ausgetretene Kreisbahn blicken konnte. Mehr sah ich nicht, außer den Spuren von Hufen und Tierkrallen im Holzboden. Vielleicht ging hier früher mal ein Esel oder ein Ochse als Arbeitstier im Kreise?


Jedenfalls konnte ich, nachdem ich im Joch eingespannt war, nur noch meine Beine bewegen. Meine Sackringkette baumelte ziel- und planlos zwischen meinen Beinen bis zu den Sprunggelenken herab.

„Schiebe an, Sklave, machen wir einen Probelauf!“ Verkündete Theodor und stellte ein paar Hebel am Göpelwerk um, wodurch er die Übersetzung der Drehungen und der Kraft festlegen konnte.

„Es sind pro Minute sechs Drehungen zu leisten, d.h. für eine Umrundung um den Zentralpfahl hast du genau 10 Sekunden Zeit. Wenn du darunter zurückfällst, ertönt eine kleine Glocke, dann weißt du, dass du mehr Geschwindigkeit erreichen musst. So, alles klar? Dann trab an und schiebe den Balken am Joch vor Dir her!“

Ich schob an und stutzte: Der Hebelarm schien sich keinen Zentimeter rühren zu wollen. „Am Anfang ist es immer am schwersten, bis das ganze Göpelwerk einmal in Bewegung und Schwung ist, dann gehts leichter! Los stemm dich in die Ketten!“ Erklärte mir Theodor, aber viel half mir das auch nicht. Ich bot all meine Kraft auf, und ganz langsam drückte ich den Hebelarm Meter um Meter voran. Wenigstens war der Holzboden rau und nicht schlüpfrig für meine sich abstoßenden Fußsohlen.

Theo ging kurz zu einer Wand und holte von dort etwas herbei, was ich nicht genau erkennen konnte. Es war vermutlich eine Stoppuhr und eine Weidenrute. Als ich eine Runde vollendet hatte, sprach Theodor tadelnd: „14 Sekunden für eine Umdrehung, das ist viel zu langsam. Du musst im schnellen Schritt gehen!“ Und da ertönte auch schon eine helle Glocke als Zeichen meiner schwachen Leistung. Ich stampfte weiter auf meinem Trampelpfad im Kreise. Aber Theo lief neben mir her und schlug mit der Weidenrute auf mich ein, bis ich vor Schmerzen um Gnade schrie und trotz meiner Schwäche zu traben anfing. Ich hätte nie geglaubt, dass eine einfache Weidenrute, die sich elastisch um meine Hüften herumschmiegte, so wahnsinnig schmerzen konnte!!

„Faule Leibeigene kriegen die Rute, wenn sie nicht spuren! Das war schon seit jeher so!“ Fauchte Theo und machte mir mit der Rute Beine! Ich warf mich regelrecht in die Ketten meines Jochs; denn diese Rute brannte auf der Rücken- und Gesäßhaut wie Feuer! Noch nie hatte ich mich so zum Nutztier degradiert gefühlt!

Endlich hatte ich unter größtem Kraftaufwand das Göpelwerk so im Schwung gebracht, dass ich die geforderten 6 Umrundungen pro Minute schaffte. Es machte solch einen Lärm, dass ich die Geräusche der Wasserpumpe nicht mehr hörte. Theodor stoppte nochmals meine Zeit und ging dann aus der Hütte hinaus.

Stumpfsinnig stampfte ich im Kreise herum, war aber nicht allein und mir selbst überlassen. Denn nach vielleicht zehn Minuten ging die Türe auf und die junge Minka kam herein, hob die Weidenrute vom Boden auf, stellte sich neben meinem Trampelpfad auf und wartete, bis ich auf ihre Höhe kam. Behände schwang sie sich hinter mich auf diesen „Traktorensitz“ und angelte mit ihrer linken Hand nach der bislang nutzlos herunterbaumelnden Hodensackkette, fasste sie und zog an. Minka hatte mich jetzt sprichwörtlich „an den Eiern“! Sie zog aber nur leicht daran, so dass es für mich nicht schmerzhaft war.

Allmählich aber brach mir der Schweiß der Anstrengung aus, und von meiner Stirne, dem Kinn und von meinem Penis tropfte die Flüssigkeit und nässte den Holzboden meines Rundgangs. Meine Beine fühlten sich zunehmend schwerer an, meine Fußsohlen schmerzten und hinterließen blutige Spuren am Boden, was von eingetretenen Spreißeln in meinen Sohlen herrührte, die teils bluteten.

Aber all dies interessiert Minka nicht im Geringsten, sondern sie war nur hinter der Erzielung der geforderten Drehzahl von 6 Runden/Minute her; jedes Mal, wenn das Glöckchen ertönte, wenn meine Leistung nachließ, pfiff unbarmherzig die Weidenrute um meinen Hintern, die Hüften, ja sogar um meinen Bauch und die Rippenflanken! Das Mädchen war gefühllos wie ein Roboter.

Ich musste schuften wie eine unermüdbare Maschine. Aber ich war ein Mensch, ein unterernährter, schwacher Mensch, und meine Kräfte ließen nach über 900 Runden deutlich nach. Ich bekam schier keine Luft mehr, meine blutenden Füße bekam ich kaum noch vom Boden hoch. Immer öfter ertönte das Alarmglöckchen.


Plötzlich wurde die Türe der Hütte aufgerissen, und Gruscha stürzte herein und rief: „Was ist denn mit diesem blöden Leibeigenen los? Wir brauchen mehr Wasser! Will das Faultier nicht ordentlicher arbeiten? Minka, schlag ihm in die Arschkerbe oder auf die Eier, wenn der freche Nazi nicht arbeiten will! Ich schlage dich windelweich, wenn der lahme Hund sein Pensum nicht schafft und wir zu wenig Wasser haben!“

Minka hatte sich nach ihrem Empfinden bislang mit den Prügeln zurückgehalten, aber nach dieser Schelte ihrer Mutter fühlte sie sich enthemmt, ja geradezu ermuntert, mir gnadenlos auf die Sprünge zu helfen.

„Dawei, dawei!“ rief sie mir laut von hinten, „schneller, du faules Vieh! Wegen dir lasse ich mich von Mutter nicht prügeln!“ Gemein und mit Nachdruck flitzte mir die Weidenrute nun voll in meine schweißnasse Arschkerbe, dass die Schweißtropfen nur so wegspritzten! Der Schmerz war so unerträglich, dass ich in meinem Joch wahre Bocksprünge bei jedem Hieb vollzog. Meine versäumten Runden holte ich wieder auf, aber zum Preis von wahnsinnigen Schmerzen!

Ich verfiel in eine solche Schmerzpanik, dass ich beinahe außer Kontrolle geriet. Nun erwies es sich für Minka als Vorteil, dass sie mich an den Eiern in ihrer Gewalt hatte; energisch riss sie an meiner Sackkette, wenn ich vor lauter Schmerz zu toll in die Luft hopste. Nur damit konnte sie mich Halbwahnsinnigen noch bändigen.

Aber diese unmenschliche Überforderung brachte mich bald an den Rand des physischen Zusammenbruchs. Ich torkelte mehr als ich noch lief, und nur der starre Hebelarm hielt mich im Joch noch einigermaßen aufrecht.

Meine Umdrehungsleistung sank rapide ab. Aber nachdem ihre Mutter ihr freie Hand gelassen hatte, fühlte sich Minka unbeschränkt, dem „faulen“ Nutztier noch den letzten Rest an Energie herauszupressen, und wenn es ihm das Leben kosten würde. Sie zog meine beringten Hoden an der Sackkette weit nach hinten heraus und schlug dann ohne Skrupel mit der Rute auf meinen Sack. Ich schrie und brüllte wie ein lebend geschlachtetes Tier, was aber die ohne Gewissen erzogene Minka nicht vom weiteren Schlagen abhielt.


Ich torkelte in eine Art Delirium hinein, sah vor Tränen nichts mehr, und meine Ohren rauschten wie ein Wasserfall. Ich wollte nur noch dem Höllenschmerz in meinen Hoden und der Arschkerbe entrinnen. Ich verlor jegliches Zeitgefühl und Orientierung. Erst ein brutaler Zug an meinem Sack riss mir buchstäblich die Beine vom Boden und brachte mich zum Halten. Nur der Hebelarm bewahrte mich vor dem Niederfallen auf den blutbefleckten Boden.

Wer mich in meine Stallbox geschleift hat, konnte ich nicht mehr sagen. Mehr tot als lebendig muss ich auf der Stelle im Stroh eingeschlafen sein.

Zu meinem Entsetzen war der nächste Tag wieder so ein windstiller Nebelmorgen. Meine Stoßgebete zum Himmel blieben unerhört. Wie befürchtet bekam ich nach einem ungewöhnlich kräftigen Frühstück mit Speck, Eiern und sogar Honig(!) meine Striemen mit einer kühlenden Heilsalbe eingecremt, wobei ich bei der Berührung meines Hodensacks und der Analkerbe beinahe „an die Decke“ gesprungen wäre, hätten mich die Nasenkette und die Sackringkette nicht zurückgehalten.

Wenigstens zog Theodor mir heute segeltuchartige Schuhe über meine wundgetretenen Füße. Dann gings unter Ziehen und Zerren am meinem Nasenring wieder in das gefürchtete „Powerhaus“. Minka stand schon bereit mit einer neuen Weidenrute.

Und wieder im Joch ging die Schinderei von vorne los. Diesmal versuchte ich, meinen Atem und meine Kräfte einzuteilen, wodurch ich immerhin 150 Runden durchstehen konnte, bis Minka wieder die brutalen Kerben- und Hodenhiebe einsetzte.

Und wie gerufen ging die Türe auf und Niklasch, Gruscha und die vornehme Fremde von neulich betraten die Göpelwerkshütte.

Wie viele Runden hat er geschafft?“ Erkundigte sich Niklasch, und Minka antwortete: „157 Runden, Vater.“

„Sieh zu, dass er bis 200 kommt, Minka, ich will noch Kartoffeln rütteln, da brauche ich die Kraft der Treibriemen. Der Wasserbehälter ist fast voll.“

„Olala,“ staunte die fremde Dame, „der bringt ja allerhand Leistung, wenn man ihn tüchtig motiviert, wie ich an seinem Körper sehe. Interessante Anschirrung übrigens, Genosse Niklasch. Könnte ich und mein Mann diesen Leibeigenen mal für eine Woche ausleihen, wenn Sie ihn in den nächsten Tagen nicht mehr brauchen?“

„Darüber lässt sich reden, Genossin Rubinova, alles eine Frage des Preises.“ Lächelte Niklasch verbindlich.

„Schön, gehen wir in Ihr Haus und reden. Meiner Freundin Gruscha habe ich ein paar Kleider mitgebracht, die werden Ihnen bestimmt gefallen!“

Und die Drei verließen mich und Minka, die wieder hemmungslos auf mich eindrosch, bis ich die 200 Runden mit Ach und Krach geschafft hatte.


Elftes Kapitel


Natürlich wusste ich nicht und erfuhr es auch nie, was Frau Rubinova mit Niklasch ausgehandelt hatte. Der Preis für mein Ausleihen konnte mir auch gleichgültig sein. Jedenfalls erhoffte ich mir, bei der vornehmen Dame Rubinova weniger Schinderei und etwas Erholung erwarten zu können.

Oh, wie ich mich da täuschte!

Zu meiner Freude kam zu Beginn der nächsten Woche besseres Wetter und auch frühherbstlicher Wind auf, so dass meine Schinderei anstelle des Windrads nicht vonnöten war.


Bevor Frau Rubinova, diesmal zusammen mit ihrem Mann Sergej Rubin, auf dem abgelegenen Hof von Niklasch und Gruscha auftauchte, zerrte mich Theodor aus meinem Stall in den Hof und kettete mich ohne Joch am Prangergestell fest. Wieder eine Auspeitschung? Erneutes Brandmarken? Nein, nichts dergleichen! Vielmehr kam er mit einem Wasserschlauch und einer Wurzelbürste daher und schrubbte mich ohne Feingefühl für meine Striemen und geschwollenen Körperpartien mit einer typisch riechenden Schmierseife ab, von Kopf bis Fuß. Sicher stank ich schon wie ein Auerochse, ich selber roch das allerdings nicht. Dann ließ er mich am Pranger stehen, bis ich in der noch warmen Herbstluft getrocknet war.

Geistlos döste ich in gebückter Haltung im Pranger vor mich hin, als ich plötzlich Stimmen von hinten zu mir kommend hörte und zusammenzuckte, als eine weiche, aber kräftig zupackende Männerhand am meinen tief herabhängenden Hodensack griff und rücksichtslos die Zugfestigkeit meines Hodenrings prüfte.

„Ein sehr dicker Sack und beachtliche Knollen drin,“ hörte ich eine mir unbekannte Männerstimme sagen, „meinst du, Anuschka, ist das Vieh den Mietpreis wert, den wir dem Genossen zahlen?“

„Sicher, Sergej, ich denke wohl, dass er es ist,“ sagte die mir bereits vertraute Stimme von Frau Rubinova antworten. Niklasch erlaubte sich zu erwähnen, dass „dieses Nazischwein inzwischen das Arbeiten bei uns gelernt hat! Sie können mit ihm machen, was Ihnen beliebt, nur muss er wieder lebend und nutzbar zurückkehren. Gerben Sie ihm ruhig tüchtig das Fell, wenn er nicht pariert! Wir sind mit unserem Leibeigenen hier genauso wenig zimperlich. Er hat kein besseres Los verdient, nachdem seine Wehrmacht über unsere friedliebende Sowjetunion hergefallen ist und unsere Landsleute massakriert hat!“

Unfähig, meinen Kopf zu wenden, konnte ich nur an den Stimmen erkennen, wer gerade sprach. Die Fremden und Niklasch kehrten ins Haus zurück, und als mich Theodor vom Pranger abnahm, sah ich am Hoftor eine kleine Kutsche für zwei Personen stehen, vor die ein mageres Pferd angeschirrt war. Damit wohl waren die Rubins angereist. Aus Angst vor dem Kommenden verspürte ich einen Druck auf meiner Blase und konnte nicht umhin, ihm nachzugeben. Das war gerade noch rechtzeitig, denn Theo hielt mir zu meiner Überraschung eine uralte, zerschlissene und abgetragene Hose hin, in die ich steigen musste. Sie reichte mir eben bis zu den Waden und wurde anstelle eines Gürtels mit einer dicken Hanfschnur um meinen schlanken Bauch befestigt. Dann fesselte er meine Hände hinter meinen Rücken zusammen.

Endlich war ich vorerst das verdammte Joch los, freute ich mich. Aber meine Stimmung sank, als Theo eine rund 1.50 m lange Kette holte und meinen Hodensackring mit der Hinterachse der Kutsche verband. Oh je, hoffentlich lief das Kutschpferd nicht so schnell, sonst würde mir die Kette womöglich den Sack herausreißen! Hoffentlich waren sich die Rubins dessen bewusst.

So stand ich gedankenversunken hinter den Kutsche. Das Tragen einer Hose war für direkt befremdlich, denn mittlerweile hatte ich mich an das ständige Nacktsein gewöhnt. Doch dann wurde ich wieder hellwach, als sich die Türe des Bauernhauses, und das Ehepaar Rubin trat mit meiner Herrschaft Niklasch und Gruscha in den Hof. Gruscha verabschiedete sich geradezu mit unterwürfiger Höflichkeit von Frau Rubinova, wogegen Niklasch sich von Herrn Rubin mit einem kräftigen Händedruck entfernte.

Wir bringen Ihren Leibeigenen am nächsten Sonntag wieder zurück, Herr Sidolkov, danke nochmals! Dosvidanje!“ Aha, jetzt wusste ich endlich, wie sich meine Herrschaften offiziell nannten.

Dann kamen die Gäste zur Kutsche, kontrollierten meine Anbindung und bestiegen die kleine Kutsche. Ein Peitschenknall setzte das Pferd mit der Kutsche und letztlich auch mich in Bewegung, und kaum waren wir ein paar hundert Meter vom Bauernhaus weg, wurde das Pferd in einen flotten Trott gepeitscht. Ich musste hurtig meine Beine schwingen, um das rigorose Zerren an meinen Hoden zu vermeiden.

Auf unserer Fahrt begegneten uns einige Fußgänger, auch ein paar Fuhrwerke und ein Traktorfahrer, aber kein Passant nahm irgendwelchen Anstoß an meiner seltsamen Anbindung. Die Hose verbarg allerdings auch, dass die Kette an meinem Hoden angebunden war, doch alle grüßten den „Kutscher“, der offenbar weithin bekannte war. Nicht ein einziges Mal warf das Kutscherehepaar ein Blick nach hinten, ob ich überhaupt mitkäme; sollte ich doch selber zusehen, wie ich mit meinen gefesselten Händen hinterher rennen konnte.

Endlich, nach ungefähr 8 Km, kam ein stattliches Haus in Sicht. Es muss wohl früher ein herrschaftlicher Landsitz eines Bojaren gewesen sein, den die Kommunisten enteignet oder gar verjagt hatten. Jedenfalls hatte es viele Fenster und dahinter schloss sich ein ausgedehnter Park mit altem Baumbestand an, wie eben ein nobler Landsitz.

Die Kutsche hielt, ein Lakai kam aus dem Haus gerannt und versorgte das Pferd. Um mich jedoch kümmerte sich Frau Rubinova, die meine Zugkette von der Hinterachse löste und mich daran ins Haus zog. Es ging ohne Verzug in das Untergeschoss, das ebenerdig mit dem Park hinter dem Haus abschloss. Ich erwartete einen Stall ähnlich wie bei den Sodolkovs (ich wusste ja jetzt den Familiennamen), aber oh Schreck, da stand ein Käfig wie für einen Menschenaffen so groß, und der war für mich bestimmt!

Ich musste meine Hose ausziehen und abgeben, dann nackt in den Käfig steigen, und meine vorübergehende Herrin ließ das Käfigschloss einrasten, verließ den Kellerraum und sperrte die Türe hinter sich zu.

Erst gut eine Stunde später bekam ich einen Becher mit verdünntem Wein und einen Napf mit zerstampften Kartoffeln samt Schalen. Ich mampfte es aus Hunger hinunter, wer weiß, ob ich später nichts Schlechteres bekommen würde. Dann „bettete“ ich mich zur Ruhe, nachdem es draußen dunkel wurde und kaum noch ein Lichtschein durch das vergitterte Fensterchen fiel. Es war unbequem, weil die Grundfläche zum Hinliegen viel zu klein war. Es ging nur in der Hocke mit angezogenen Knien.


Der nächste Morgen weckte mich durch geschäftiges Treiben außerhalb des Hauses. Es schien doch einiges Gesinde zu geben. Zu mir kam niemand, da meine Kellertür ja verriegelt war. Erst Stunden später kam Herr Rubin in meinen Raum, schloss den Käfig auf und legte eine Zugleine an meinen Nasenring und zog mich daran aus dem Käfig.

„Deine Herrin möchte mit dir durch den Park fahren. Wir haben ein Spezialsulky extra auf dich zugeschnitten, mit dem du sie ziehen wirst. Ich erwarte, dass du gehorchst und dir größte Mühe gibst, sonst bekommst du von mir eine extra Ration mit der Peitsche, und meine Frau wird sicherlich auch nicht mit der Gerte sparen!“

Er führte mich hinaus ins Freie. Ein wunderschöner Park übrigens, wenn er nicht so vernachlässigt gewesen wäre. Da sah ich ein einachsiges Sulky mit zwei Holmen stehen, die so eng beieinander angebracht waren, dass sie den Körper eines vierbeinigen Pferdes dazwischen nicht aufnehmen könnten. Aber mein Körper passte dazwischen, und dahinein zog mich mein Herr. Zu meiner Verwunderung konzentrierte sich sein Augenmerk vorwiegend auf meinen beringten Sack. Er knetete die Hoden so intensiv, als ob ich ein Deckhengst werden sollte. Wenig später wusste ich, warum.

Denn wider Erwarten wurde meine Arme hinter dem Rücken losgebunden und an die Enden der beiden Holme in Ledermanschetten angebunden. Überraschender Weise aber hatten diese Holme keinen Handgriff, an dem man das Sulky hätte voranschieben können, sondern nur je eine runde Kugel wie ein Türknauf, den meine Fäuste umfassen konnten.

Als Nächstes zwängte mir Herr Rubin eine absichtlich raue Kandare aus Stahl in meinen Mund, die meine Mundwinkel extrem so nach hinten zog, bis diese Stange in den Höhlen meiner herausgezogenen Mahlzähne eingebettet lag. Ein straff gespannter Nackenriemen hielt die Kandare fest in meinem Mund. An die an der Kandare angeschweißten Ringe wurden die langen Zügel eingehängt.

Ich erwartete nun eine Art Zuggeschirr, aber Irrtum! Mir blieb fast der Atem stehen, als mein Hodensack fest an seinem Ring gepackt und nach hinten gerissen wurde. Reaktiv beugte ich meinen Oberkörper nach vorn und streckte mein Hinterteil weit heraus, um den Zugschmerz an meinem Sack abzumildern. Ich spürte, dass Herr Rubin eine kräftige Kette vom Fußbänkchen des Sulkys hervorzog und deren vorderes Ende in meinen Sackring einhakte. Mein Hodensack war dadurch gespannt wie eine Feder.


„Ach, da bist du ja schon, Anuschka, bin gerade fertig geworden mit dem Anschirren,“ sagte mein Herr und ich spürte am Schwanken der Holme, dass Herrin Rubinova das Sulky bestieg. „Warum hast du denn die lange Hundepeitsche mitgenommen statt der geknoteten Kutscherpeitsche; Liebes?“

„Sie hat vorne eine ideale 3-fingerbreite Lederschwippe, ich denke, die wird mir nützlicher sein als die Kutschpeitsche!“ Lachte Anuschka.

Meine Zügel spannten sich, meine Mundwinkel wurden stramm zurückgezogen, die Holme gingen leicht nach oben, als sich die Dame in die Lehne des Fahrersitzes zurücklehnte und rief: „Hüh, zieh an, mein Hengst!“ Und ein harter Hieb mit der Hundepeitsche knallte auf meinem Hintern auf.

Ich zog an, aber oh weh! Das in Gang Bringen des an sich leichten, aber mit Anuschka schwer beladenen Gefährts hatte mein Sack zu leisten, und die straffe Zugkette riss meine Hoden schmerzhaft nach hinten heraus. Denn mit meinen Fäusten konnte ich nur bremsen, nicht schieben!

Aber ein zweiter, saftiger Hieb mit der Peitsche ließ mich die Schmerzen in meinen Hoden ignorieren und mit aller Kraft ziehen. Schließlich kam das Sulky in Schwung. Erfreulicherweise war der dürftig mit Kieseln geschotterte Weg noch eine Zeit lang eben. Dann fiel er etwas ab, was Anuschka nutzte, um mich zum Galopp anzutreiben. Ich rannte und keuchte voran. Und gut, dass ich Schwung aufgebaut hatte, denn nach dem leichten Gefälle ging es bergauf weiter. Zuerst konnte ich noch von dem Schwung profitieren, aber dann machte sich die Steigung und das Gewicht meinen Hoden zunehmend zu schaffen!

Ich biss meine Zähne auf die Trense, aber der Schmerz im Sack wurde immer unerträglicher. Doch Anuschka half mir mit der Peitsche gehörig nach, die Schmerzen im Sack zu ignorieren und die Geschwindigkeit zu halten.

Ich japste und keuchte, schreien konnte ich wegen der Trense nicht richtig, da sie meine Zunge hinabdrückte. Unter Missachtung meiner Schmerzen schaffte ich die Steigung, und der Weg wurde wieder eben.

Im flotten Trab rannte ich so, wie die Zügel mich lenkten. Immer wiedererinnerte mich die Peitsche daran, dass ich dem Befehl meiner Herrin unterworfen war. Dann zog die Kandare straff nach links, und ich musste einen engen Boden nach links traben und das Sulky wenden, und nun hörte ich hinter mir: „Hopp - hopp, jetzt aber im Galopp!“

Die Peitsche knallte auf meinen schon ganz heißen Arsch und zwang mich zum schnellsten Tempo. Doch meine Lungen gelangten allmählich an ihre Grenzen. Ich rang verzweifelt nach Luft und wurde für mich unmerklich langsamer. Aber meine Herrin bemerkte es!

Wirst du wohl den Galopp einhalten wie befohlen?“ Rief meine Herrin von hinten. Ich hörte es kaum, so laut rauschte es schon in meinen Ohren.

Ich glaubte, nicht mehr schneller rennen und ziehen zu können, aber da war Anuschka offenbar anderer Meinung! Plötzlich durchraste ein bestialischer Schmerz meinen Leib: Anuschka hatte die breite Schwippe ihrer Hundepeitsche ohne Gnade voll auf meinen langgezerrten Hodensack geknallt!!!

Ich machte einen Luftsprung vor Schmerz und hechtete wie besessen voran.

Oh, eine richtig und unbarmherzig eingesetzte Peitsche konnte offenbar ungeahnte Kraftreserven mobilisieren. Vor wahnsinnigen Schmerzen getrieben hechtete ich ohne Rücksicht auf meine gequetschten und anschwellenden Hoden voran. Vor lauter Tränen in meinen Augen sah ich kaum noch den Weg vor mir und ließ mich vom Zug der Zügel leiten.


Endlich kam der Hinterhof des Herrensitzes in Sicht und ich raste darauf zu. Nur der brutale Zug der Kandare an meinen Mundwinkeln brachte mich vor Schmerz Halbirren zum Stehen.

Herr Rubin stand am Kellereingang wartend, und als er mich zum Halt gezügelt sah, eilte er herbei und hielt mich am Kopfgeschirr der Kandare fest. Er sah meinen körperlichen Zustand und sagte, während seine vom Sulky Frau ausstieg: „Na, den hast du aber ganz ordentlich hergenommen, Anuschka! Ein Glück, dass das Internationale Rot-Kreuz sehr weit weg ist!


Mehr ohnmächtig als klar bei Verstand schleppte mich der Russe in den Keller und stieß mich in meinen Käfig und verriegelte ihn. Ich war so erledigt, dass ich trotz meiner Schmerzen in den Hoden, den Mundlippen und auf meinen blutig gestriemten Arschbacken sofort einschlief.


Nach Stunden draußen war die Herbstsonne schon untergegangen weckte mich das Quietschen der Kellertür und das Klappern des Käfigschlosses. Eine Führungsleine wurde in meinen Nasenring eingehakt und daran zog mich Herr Rubin aus dem Käfig. Mit auf den Rücken gefesselten Händen zog er mich durch das weitläufige Haus hoch in das Obergeschoss. Wir betraten ein geräumiges Zimmer, das von einem riesigen Himmelbett beherrscht wurde. Dazu Frisierkommode und Kleiderschränke. Zwei geschlossene Türen gingen seitwärts offenbar in Nebenkammern dieses Schlafzimmers ab.

Verduzt blickte ich zum Bett hin, auf dem meine Schinderherrin im fast durchsichtigen Negligee auf dicken Daunenkissen mehr saß als lag. „Bring ihn näher her zum Bett, damit ich mir seinen Pferdearsch mal ansehen kann,“ sagte Anuschka zu ihrem Mann, der mich zum Bett so voranzerrte, dass ich mit dem Rücken zum Bett gewandt stand, zog mich am Nasenring tief vornüber, so dass ich im Bücken meinen Hintern der Dame auf dem Bett entgegenstrecken musste. Weiche Frauenhände strichen mir über meine dicken, teils blutunterlaufenen Striemen und packten, die Hoden knetend, meinen heißen Sack. Ich biss tapfer meine Zähne zusammen, wollte nicht als Weichei gelten. Denn zärtlich ging die Frau nicht mit meiner Haut um! „Das ist halb so schlimm, wies aussieht,“ murmelte sie vor sich hin, „der kann morgen wieder vorgespannt werden!“

Mit Schaudern dachte ich an morgen! Nun aber durfte ich mich wieder aufrichten; zu meiner Überraschung schlug Anuschka die Bettdecke zurück und gab ihren entblößten Unterleib meinem ungläubig starrenden Blick frei!

„Knie dich zwischen die Schenkel meiner Frau, Sklave!“ Befahl mir Sergej und deutete auf das Bett, „und recke deinen deutschen Naziarsch schön nach hinten heraus, den Kopf in den Schoß deiner Herrin getaucht!“

Ich beeilte mich, dem seltsamen Befehl nachzukommen, denn ich sah die kleine Riemenpeitsche in Anuschkas Hand.

Mit erstaunt aufgerissenen Augen glotzte ich auf den total haarlosen Schamberg der Frau, auf die dickwulstigen, ebenfalls völlig haarlosen Schamlippen und die glitzernden, kleinen, korallenroten Schamlippchen dieser appetitlichen Frauenspalte. Ich ahnte schon, was von mir jetzt verlangt wurde: „Ordentlich feste lecken!“ War der schon fast überflüssige Befehl von Anuschka. 

Ich vergrub mein Gesicht in dem schwül-heißen Schenkeldreieck und setzte meine Zunge in Aktion. Die Lustgrotte war schon ziemlich nass, aber ich leckte nach Leibeskräften, um nicht die Peitsche spüren zu müssen.

Da bemerkte ich plötzlich am Schaukeln der Matratze, dass sich hinter mir jemand und das konnte ja nur Sergej sein ebenfalls auf das Bett kniete. Mit meinem im Schoß tief leckenden Mund hatte ich freilich nicht sehen können, dass Sergej seine Beinkleider ausgezogen hatte und nur mit seinem Hemd bekleidet sich hinter mich kniete. Ich spürte etwas Kaltes, Glitschigen an meiner Afterrosette, musste mir Schrecken erkennen, was der Mann vorhatte: Sergej, der wie ich später klar feststellen konnte offensichtlich schwul war, beabsichtigte, mich anal zu vergewaltigen bzw. in meinem Fall zu entjungfern!

Zwei Daumen dehnten mir den Schließmuskel so schmerzhaft auf, dass ich im Moment „vergaß“, bei Anuschka weiterzulecken. Prompt trafen die Riemen der kleinen Peitsche meinen Rücken, und ich leckte sofort weiter. Auch als Sergej seinen Lustpfahl an meinem Afterloch ansetzte und den Eingang erzwang, unterbrach ich meine Zungenarbeit nicht! Zentimeter um Zentimeter drang der Bolzen schmerzhaft in meinen Enddarm ein. Ich zwang mich willentlich, den Schmerz zu ignorieren und meine Leckarbeit intensiv weiterzuführen.

Vorne leckend, hinten gestoßen werdend so verharrte ich etliche Minuten, bis ich dann Sergejs dicken Schwanz bin zum Anschlag eindringen und seine heiße Lava in meinen Darm pumpen fühlte.

Kurz darauf ergoss auch Anuschka ihren Lustsaft. „Weg von mir und runter vom Bett!“ Rief sie laut, und ihr Mann zog seinen halbschlaffen „Lümmel“ in einem Zug aus mir heraus und gab mir einen Handklatscher auf den Popo. Ich kroch vom Bett herunter und blieb demütig und atemlos vor dem Bett knien. Da packte mich Sergej am Haarschopf, hielt meinen Kopf fest und fauchte mich an: „Maul auf! Und wehe, du beißt mich! Dann reiße ich persönlich dir alle Zähne raus!“

Ohne Skrupel schob mir der schwule Russe seinen verschmierten und nach meiner Scheiße stinkenden Kolben bis zu seinen blonden Schamhaaren in den Mund und zwang mich mit Anuschkas kleiner Peitsche, ihn perfekt sauber zu lutschen! Mir kam schier die Kotze hoch, zumal die Eichel im Rachen mehrmals meinen Würgereflex auslöste, aber ich beherrschte den Reflex mit eiserner Willenskraft! Mir erschien dies als eine der furchtbarsten Prüfungen, hatte ich damals noch keine Ahnung, was an Scheußlichkeiten noch alles auf mich zukommen würde.

Denn mein Missbrauch an jenem Spätabend war noch lange nicht vorüber!

Sergej führte mich durch eine der Seitentüren in eine der Nebenkammern des Schlafzimmers. Der Raum war klein und bis auf einen eigenartigen Stuhl unmöbliert. Dieser Stuhl hatte vier relativ kurze Beine, eine hohe, gepolsterte Lehne und einen mit Leder bezogenen Sitz. Erst als mich Sergej barsch aufforderte, mich mit meinem Kopf unter die Sitzfläche zu legen, erkannte ich ein korbartiges Geflecht aus Lederriemen unter dem Sitz. Ich wollte zuerst auf meinen Bauch liegen, aber mein Herr fuhr mich knurrend an: „Auf den Rücken liegen, du Idiot, und deinen blöden Schädel in das Korbgeflecht legen. Marsch, oder ich helfe dir mit der Peitsche nach!“

Verdammt, was sollte das nun wieder werden? Ich schob meinen Kopf mit einiger Mühe in das Ledergeflecht und musste nun feststellen, dass die Sitzfläche des seltsamen Stuhl ein etwa kuchentellergroßes Loch aufwies. Durch dieses Loch konnte ich zur Decke bzw. zu Sergejs Gesicht hochblicken, der auf mich grinsend herabsah.

Meine Lage mit den rücklings gefesselten Händen war unbequem, aber das war ich inzwischen gewöhnt. Sergej spreizte meine Beine auseinander und kettete meine Fußknöchel an die Seitenwände des schmalen Raumes an. Er löschte das Licht und ließ mich so regungslos liegen.

Die Türe zum Schlafzimmer war dünn und nicht dicht; deshalb konnte ich nach einiger Zeit eine andere Männerstimme als Sergejs Stimme hören, die sagte: „Nicht schon wieder! Ich kann nicht mehr!“. Es schien ein noch sehr junger Mann zu sein, aber ich konnte ihn ja nicht sehen. Ich hörte nur Sergej befehlen: „Hopp, rein damit und feste ficken!“ Leise vernahm ich heftiges Keuchen, dann rhythmisches Knarren und Quietschen des hölzernen Himmelbetts, das typische Geräusch, wenn zwei Menschen heftigen GV hatten. Spitze Lustschreie, die offenbar von Anuschka ausgestoßen wurden. Dann hörte plötzlich das Quietschen und Knarren auf, und vernahm Anuschkas wütende Stimme: „Ja los, weiterficken! Ich bin noch lange nicht fertig!“ Dann setzte das rhythmische Knarren wieder ein, das Keuchen wurde lauter und angestrengter.

Dann wieder ein erlösendes „Ahhhh, noch mal!“ Der junge Mann keuchte etwas, was ich aber nicht genau verstand, aber so klang wie: „Bin erschöpft, geht nicht mehr ..“ oder so ähnlich.

Da brüllte Sergej mit wütender Stimme: „Was, so jung und schon am Ende?!! Dir helfe ich auf die Sprünge, du Faschistensprössling!“

Gleich darauf hörte ich das furchteinflößende Fauchen und das knallende Geräusch, das ein auf nacktes Fleisch auftreffender Rohstock erzeugt. Dann knarrte das Bett wieder, und ich glaubte, verhaltenes Schluchzen zu hören. Das Fauchen und Knallen ging weiter, bis wieder spitze Lustschreie das Geschehen dort beendeten.

Dafür ging es jetzt bei mir weiter! Die Tür ging auf, das Licht an und über dem Loch der Sitzfläche erschien im Eiltempo Anuschkas nackter Arsch und plumpste förmlich auf den Stuhl nieder. Ich sah noch für einen kurzen Moment ihre weit klaffende, schleimtriefende, aber völlig haarfrei rasierte Vagina, und schon klebten die klatschnassen Schamlippen auf meinem Mund!

„Maul weit auf, du Nazischwein! Lecke meine Fotze aus, aller Dreck muss raus!“ Der „Dreck“ lief auch schon in großen Mengen in meinen Mund, und meine Zunge bohrte sich nach oben in den Kanal und schabte allen Schleim

heraus. Doch offensichtlich war Anuschka mit meiner Zungenarbeit nicht sehr zufrieden, denn plötzlich knallte es, und ein grausamer Schmerz raste durch meinen Leib, als die schwer auf mir sitzende Frau ihre Klopfpeitsche auf meine ungeschützt daliegenden Hoden drosch und schrie:

Tiefer rein mit dem faulen Lecklappen, du Hund, dir bringe ich das richtige Auslecken bei!!!“ Ich hätte vor Schmerzen, vor Ekel und Luftnot an die Decke gehen mögen, aber in meiner Lage schlicht unmöglich.


Es war hauptsächlich Sperma, was da herabdrängte. Ich hatte richtig gehört, Anuschka hatte sich von einem anderen Mann als Sergej ficken und voll pumpen lassen. Nur, wer war dieser Mann?? Das sollte ich erst am letzten Tag meiner „Verleihwoche“ an die Rubins zufällig erfahren.

Im Laufe dieser Woche bekam ich nämlich mit, dass drei blutjunge Burschen von den Rubins ähnlich wie ich gefangengehalten wurden. Es waren aber nicht - wie ich ¯ Kriegsgefangene, wie ich zunächst vermutete, sondern junge Russen, die politisch als „Konterrevolutionäre“ Stalins Geheimpolizei in die Fänge geraten waren und nach einem kurzen und unfairen Gerichtsprozess zu 8 bzw. 10 Jahren politischer „Umerziehung“ verurteilt worden waren.

Und langsam kam ich auch dahinter, dass Herr Rubin ein hohes Amt in der Kommunistischen Partei als Bezirksparteisekretär bekleidete und er sich zur „Umerziehung“ dieser drei „konterrevolutionären  Elemente“ bereiterklärt und verbürgt hatte.

Jetzt wurde mir klar, warum mich die Sidolkovs so „bereitwillig“ dem Ehepaar zur „Nutzung“ überlassen und sich so unterwürfig ihnen gegenüber gezeigt hatten! Mit einem Parteibonzen musste man sich gut stellen.

Diese drei verurteilten Burschen wurden vom Gericht den Rubins überlassen, und kein Aas krähte mehr nach ihnen in dieser Einöde. Und Herr Rubin tat alles, um seine höchst attraktive, ständig geile Frau bei Laune zu halten, denn sie garantierte dem schwulen Mann als seine offizielle Ehefrau die Aufrechterhaltung seiner bürgerlichen Fassade.

Somit hatte Politsekretär Rubin keine Skrupel, die drei Verurteilten nach den Wünschen seiner lasziven Frau sexuell auszubeuten. Die „Umerziehung“ bestand darin, dass die Burschen Frau Rubinova im Wechsel jeden Tag sexuell befriedigen mussten, was schlicht unermüdliches Ficken und Lecken bedeutete. Und wenn einer nicht bis zur vollständigen Befriedigung der Frau fickte und fickte, half Herr Rubin dem erschöpften Burschen mit dem Rohrstock zur gewünschten Ausdauer!

Sicherlich bediente sich Herr Rubin der Burschen ebenso, um seine homophilen Gelüste in den Ärschen der Jungmänner abzureagieren.


Nun, ich konnte für diese Bedauernswerten absolut nichts tun; mir war die Rettung meiner Haut vorrangig! Wenn Herr Rubin dahintergekommen wäre, sofern er es sowieso nicht schon war, so hätte er mich zurück ins gesundheitsgefährdende Bergwerk nach Sibirien befördern lassen können. Und dahin wollte ich auf keinen Fall mehr! Dann noch lieber als Leibeigener bei den Sidolkovs schuften.


Nachdem ich die rasierte und immerhin sehr gepflegte Vulva von Anuschka mehrmals von dem Sperma des jungen „Umerziehungszöglings“ ausgeleckt hatte, wurde ich von Herrn Rubin von dem zweckentfremdeten Stuhl abgeschnallt und in den Käfig im Keller verfrachtet.


Die restliche Nacht verbrachte ich zwar unbequem, aber ich konnte dennoch etwas Ruhe und Schlaf finden. Ich brauchte meine Kräfte, denn am späten Vormittag wurde mir ein Napf mit abgestandenen Essensresten samt Küchenabfällen wie Fett und Salatblättern in meinen Käfig geschoben. Ich war bei den Sidolkovs ja wahrlich nicht verwöhnt, was Nahrung betraf, also würgte ich den wenigstens essbaren Abfall hinunter, denn Hunger hatte ich reichlich!

Und ich tat recht, denn nach meinem „Frühstück“ zerrte mich der blonde Sergej aus meinem Käfig, führte mich an einer Hodenleine mit gefesselten Händen hinaus in den Hinterhof, wo ich mich auf einem Komposthaufen „flüssig und fest“ entleeren durfte. Mein Herr wischte mir mit nassem Zeitungspapier die Arschkerbe sauber, bevor er mit sichtlicher Schadenfreude einen gut bananendicken Holzpflock in meinen After rammte.

Ich jaulte auf, aber Sergej sagte nur: „Gut für später, kann ich dich besser ficken, du Drecksack!“

Schon ging es zum Geräteschuppen, aus dem Sergej das schon bekannte Sulky herauszog. „Anuschka will einen Spaziergang mit dir durch den Park machen! Sei folgsam und fleißig!“ Mahnte er mich beim Anschirren nach bekannter Methode.

Es dauerte noch bestimmt eine halbe Stunde, bevor Anuschka im luftigen Kleid erschien, denn es war sonnig und für die Herbstzeit noch relativ warm. Ich stand in der Sonne am Sulky angekettet und hatte zu warten.

Dann bestieg sie das Gefährt, riss derb meine Zügel nach hinten und versetzte mir einen Peitschenhieb über meinen gebeugten Rücken, der mich anziehen ließ.

Wieder lenkte sie mich mit der schmerzhaften Stahlkandare den gleich Weg entlang wie gestern. Ich musste wieder meine Zähne auf die Trense beißen, um dem Schmerz in meinem Sack beim Anziehen des Sulkys standzuhalten und nicht mit dem Ziehen nachzulassen. Erst als das Sulky in Schwung und der Weg noch eben war, ließ das grausame Ziehen in meinen beringten Hoden nach. Dennoch half mir Herrin Anuschka mit ihrer Kutschpeitsche gewaltig auf die Sprünge und trieb mich zum Galopp! Ich hatte keinen Blick für die gediegene Schönheit des Parks, sondern hetzte mit tränenden Augen keuchend voran, um der Peitsche zu entgehen.

Zuerst kam das leichte Gefälle, dann wieder die verhasste Steigung. Ich „erntete“ wieder einen gesalzenen Hieb auf meine prallgezerrten Hoden, damit ich die Geschwindigkeit hielt. Danach aber lenkte mich die Kandare

nicht wie gestern nach links zum Wenden, sondern weiter nach rechts! Zuerst gings wieder leicht bergan, etwa 600 Meter weit, dann fiel der Weg deutlich bergab, wobei an seinem Ende ein kleiner See von der Größe zweier Fußballfelder friedlich dalag. Mit energischen Zügelzug wurde ich am Ufer zum Stehen gebracht.

Während ich atemlos keuchend am Rande des Ufers verharrte, wurde ich gewahr, dass sich Frau Rubinova ungeniert vor mir die Kleider auszog, in strahlender Nacktheit ins Wasser stieg und etliche Runden schwamm, bis sie bei der warmen Mittagssonne aus dem See entstieg und sich per Sonnenbad trocknen ließ. Ich stand derweil in der prallen Sonne und schwitzte, aber wenigstens war ich wieder zu Atem und zu einigen Kräften gekommen.

Die Fahrt zurück war deshalb eine Tortur, weil es zuerst doch ziemlich steil bergan ging, bevor wir wieder im Wald auf nur leicht hügeligem Weg dahinfuhren. Die 600 m lange Steigung schaffte ich nur, weil die gemeine Anuschka mir wieder fünf unglaublich schmerzhafte Hiebe über meinen Hodensack pfefferte! Die Schmerzen ließen mich beinahe meine Kontrolle über meinen Schließmuskel verlieren, aber ich war nun froh, dass der Stopfpflock diese Blamage verhinderte! Ich verlor etwas Urin, aber das war mir weniger peinlich.


Zwei Stunden durfte ich in meinem engen Käfig „ruhen“, bekam Wasser zu trinken, und dann holte mich Sergej zu meinem Schrecken wieder aus dem Käfig. Ohne nähere Erklärung schirrte er mich erneut am Sulky an. Wollte Anuschka wieder zum Baden???

Nein, er selbst schwang sich in den Fahrersitz, packte meine Zügel und schlug auf mich ein. Oh Gott, das höhere Gewicht des Mannes im Sulky machte sich schier unerträglich in meinen ziehenden Hoden bemerkbar, ich glaubte, die Zugkette risse mir die Hoden aus dem Sack! Ich konnte einen Aufschrei nicht unterdrücken und bekam zur „Belohnung“ sogleich einen satten Hieb über meinen Sack geknallt!

Ich weiß, dass es weh tut,“ schrie Sergej von hinten, „aber du bist Sklave und hast zu ziehen, wie ich es befehle!“

Sergej nahm einen anderen Weg durch den Park, der dankenswerter Weise hauptsächlich waagrecht verlief, aber im Galopp hatte ich ganz schön zu kämpfen! Nach einer Stunde war ich atemlos ausgepumpt wieder am Herrenhaus zurück.

Nach dem Abschirren nahm mich der Mann überraschenderweise statt in meinen Käfig hoch in sein Schlafzimmer. Ich ahnte, was Sergej vorhatte, als er mir den Stopfpflock aus dem After zog und mir in den Mund steckte mit der Aufforderung: “Sauberlutschen, es ist Dein Dreck, der daran klebt!“ Ich hätte beinahe kotzen müssen, sofern ich was Nennenswertes im Magen gehabt hätte, zumal mich der Russe gleichzeitig auch noch anal missbrauchte, und das war schmerzhaft und noch erniedrigender!


Nach meinem Ausruhen dann im Käfig war es wieder spätabends, als ich erneut im Schlafzimmer der Rubins unter meinem „Leckstuhl“ angeschnallt lag. Wieder hörte ich das Ehebett karren, hartes Keuchen, spitze Lustschreie und laute Befehle wie: „Fester! Tiefer! Höre ja nicht auf!“ und solche Befehle, und dazu vernahm ich auch das Pfeifen und harte Aufklatschen eines Rohrstocks, gefolgt von einem gequälten Schrei und noch heftigerem Keuchen.

Dann senkte sich wieder Anuschkas pralles Gesäß über mein Gesicht, und meine Zunge bekam nun allerhand Arbeit! Diesmal schmeckte das Sperma anders, eher bittersüß, so dass ich annahm, dass ein anderer „Junghengst“ Anuschka hatte ausgiebig befriedigen müssen. Und am folgenden Tag war das Sperma säuerlich und viel zäher. Freilich half mir Anuschka auch wieder mit der Riemenpeitsche auf meine Hoden, Penis und Leisten gnadenlos nach, wenn meine Zunge erlahmte, aber man gewöhnt sich auch daran.

Nur an den meistens anschließenden Analverkehr durch Sergejs sehr dicken Schwanz und das danach folgende Sauberlutschen seines Penis, der mich zuvor im Arsch gerammelt hatte, konnte ich mich ebenso wenig wie an die „Käfighaltung“ über Nacht gewöhnen.


Doch in dieser Routine ging es mit geringen Nuancen weiter bis zum Ende der Woche: tagsüber war ich das Sulkypony, abends der Fotzenreiniger von Anuschka und die Analfotze für Sergejs Dickbolzen. Aber ich hatte in diesen Tagen enorme Kondition beim Laufen und meine Zunge eine geschickte Ausdauer beim Lecken bekommen, was mir noch bald zugute kommen und viele Peitschenhiebe ersparen sollte ...


Zwölftes Kapitel


Nachdem mich das seltsame Ehepaar Rubin bei den Sidolkovs abgeliefert hatte, wurde ich in meinem Stall wie üblich angekettet. Die Rubins wurden wohl noch bewirtet, denn ich vernahm die Verabschiedung der Gäste im Hofe erst rund eine halbe Stunde später. Was die Rubins mit den Sidolkovs über mich besprochen hatten, wusste ich freilich nicht.

Unmittelbar danach nahm Niklasch eine Inspektion meines arg mitgenommenen Körpers vor. Ich stand nackt wie immer in meinem Stall angekettet.

Seine Tochter Tinka war auch mit anwesend und ging ihrem Vater zur Hand.

„Sieh mal, Vater, was der Hund jetzt einen dicken Sack hat,“ machte die Tochter ihren Vater aufmerksam und griff ungeniert an meine Hoden, so dass ich zurückzuckte, denn meine Knollen waren noch sehr sensibel und schmerzempfindlich. „Hab ich schon gesehen, Tinka, der hat scheinbar allerhand Schläge auf seine Eier bekommen, denn die Dinger sind unmäßig geschwollen! Und sein Arsch ist grün und blau gestriemt, als ob er bei uns am Göpelwerk hätte arbeiten müssen!“

„Stimmt, nicht mal Minka hat ihn so verhauen, wie der es bei den Rubins gekriegt hat! Und seine Schamhaare sind ganz verfilzt und verklebt ...“

„Das werden wir sowieso bald ändern, Tinka, morgen wirst du den Bullen enthaaren, du hast die meiste Erfahrung beim Rasieren an delikaten Stellen, nachdem du dich und Minka auch schon regelmäßig enthaarst,“ sagte Niklasch vieldeutig schmunzelnd.

Kraftvoll zog mir Tinka meine gestriemten Arschbacken auseinander. „Herrje, das Arschloch ist ja ganz wund und voller rissiger Schrunden! Haben ihn die Leute dort gepfählt oder was? Richtig ausgeleiert sieht die Rosette aus!“ Niklasch schüttelte nur den Kopf ... “Hoffentlich verliert er nicht unabsichtlich seine Scheiße,“ murmelte er.


Tinka ging dann um mich herum und sah mir grinsend ins Gesicht: „Schau her, Papa, seine Mundwinkel sind eingerissen und seine Lippen ganz blutig. Komisch, aber seine Zähne hat er noch.“ Kommentierte Tinka, als sie meinen Mund am Nasenring hochziehend öffnete.

„Das war eine aufgeraute oder gar stachelige Kandare, denke ich, das sieht den Rubins gleich,“ erklärte Niklasch seiner Tochter.

Beide wuschen mich mit Kaltwasser grob ab, und ich fühlte meine Lebensgeister zurückkehren.

Aber wenn ich auf eine gewisse Schonung gehofft hatte, war ich auf dem Holzweg! Schon eine Stunde später bekam ich eine ungewöhnlich kräftige Mahlzeit, doch dann stöhnte ich wieder unter meinem altbekannten Joch, und ab ging es in die Hütte unter dem Windrad. Dieses drehte sich zwar, aber ziemlich träge wegen der nebligen Windstille.

Minka nahm hinter mir auf dem Sitz Platz, und nachdem mich Niklasch an meinen Schubarm angekettet hatte, musste ich meine ganzen Kräfte aufbieten, um das schwere Göpelwerk in Gang zu setzen. Niklasch flüsterte Minka etwas zu, das ich aber trotzdem verstand: „Tinka, haue nicht zu feste zu, und schone seinen Sack, sonst konnte er platzen!“


Fünf volle Stunden musste ich schuften, Runde um Runde drehen, doch ich spürte, dass ich durch die Schinderei bei den Rubins erheblich mehr Kondition besaß. Ich bekam zwar reichlich Peitschenhiebe von der hämisch lachenden Göre auf dem Sitz, aber ich keuchte weit weniger als früher.


Der nächste Tag verlief wie der gestrige, nur dass ich noch länger das Göpelwerk antreiben musste. Der übernächste Tag war ein Dienstag, Niklasch war auf der Kolchose arbeiten, Theodor schickte mich zum Arbeiten und sperrte mich abends wieder in meinen Stall. Da kamen nach meinem Haferbrei-„Abendessen“ plötzlich Theo und Tinka in meinen Stall. Theo hatte eine starke Stalllaterne und Tinka eine Schüssel mit warmem Wasser, Seife, ein Tuch und ein Rasiermesser dabei.

Zu meinem Erstaunen kettete mich Theodor von meinem Nasen- und Hodenring ab und fesselte meine Arme hinter meinen Rücken. Ich hatte mich auf den Strohboden rücklings zu legen. Ein schwarzes Tuch verband mir die Augen und ein Knebel wurde in meinen Mund gestopft. Ich bekam Angst.


Plötzlich fühlte ich warmes Wasser und weiche Hände meinen Schamberg, Penis und Sack umspülen. Langsam begriff ich, was an mir vorging ... Seifige Hände schäumten mein Genitale und den Schamhügel ein. Theo hielt mir die Beine eisern weit auseinander, als ich Tinkas Rasiermesser Bahn um Bahn über meinen Schamberg schaben fühlte. Einerseits war ich nicht unglücklich darüber, meine verfilzten Haare im Genitalbereich loszuwerden, aber andererseits hatte ich Angst, dass mich Tinka tief schneiden könnte, insbesondere als das Messer sich an die Haare am Sack und meinem sich unter den Berührungen versteifenden Schwanz heranmachte.


„Blöder Ring am Sack,“ murmelte Tinka zu sich selbst, „der stört sehr beim Rasieren.“  Aber Tinka war auch an schwierigen Stellen sehr routiniert. Nicht einen Kratzer verursachte ihr scharfes Messer.

Nachdem ich vorne kahl wie ein Kinderpopo war, musste ich mich herumdrehen und auf meine Knie niederknien. Kopf am Boden, Arschbacken hoch nach oben gereckt: Wollte mich nun auch Theodor anal ficken?

Nein, Tinka seifte meine Analkerbe ein und rasierte mir die Spalte zwischen meinen zerschundenen Backen gründlich aus.

Theodor begutachtete Tinkas „Werk“ und lobte ihre saubere Arbeit. Dann wurde ich wieder in üblicher Weise zur Nachtruhe angekettet. Ich fühlte mich wie ein gerupftes Huhn, als die kühle Nachtluft an meinem Genitale entlang strich. Müde und ausgepowert schlief ich ein.


Der folgende Tag brachte eine einschneidende Wende in meinem armseligen Dasein. Nicht nur, dass das Wetter von Tag zu Tag kälter wurde und nach drei Tagen schon Schnee fiel, in meinem ungeheizten Stall wurde es ungemütlich kalt. Aber für Kleidung, um die ich zu bitten gewagt hatte, hatte die Sidolkovs kein Geld oder Verständnis. Niklasch meinte, ich solle mich „warm arbeiten“. Wenigstens bekam ich für den Weg von meinem Stall bis zur Göpelwerkhütte eine alte Pferdedecke übergehängt. Aber ich musste die ca. 150 Meter mit bloßen Füßen durch den Schnee laufen.


Die kleine, aber offensichtlich sadistisch veranlagte Minka „sorgte“ schon dafür, dass mir beim Arbeiten am Göpelwerk „warm“ wurde! Jeden Abend war ich grün und blau verstriemt. Die einschneidendste Veränderung meiner Routine aber war die Neuerung, dass ich nachts nicht mehr in meinen Stall gesperrt wurde, sondern die Nacht im Wohnhaus des Waldbauern verbringen konnte, nur die „Nebenumstände“ waren das Schrecklichste und Erniedrigendste, was mir je widerfahren ist!


Wenn ich am Spätabend (draußen war es längst dunkel) todmüde angearbeitet, verstriemt und verschwitzt ins Wohnhaus geschleift wurde, hatte ich natürlich Hunger. Aber ich bekam (noch) nichts zu essen, sondern mir wurde nur der Schweiß von meiner verstriemten Haut abgewaschen. Zwei Stunden später war mir klar, warum mein knurrender Magen leer bleiben sollte ...


Dreizehntes Kapitel


Ich stand am Nasenring mit rücklings gefesselten Händen in einer stockfinsteren Kammer in ersten Obergeschoss, während die Herrschaften unten im gut eingeheizten Wohnzimmer ihr Abendessen einnahmen.

Und dann ¯ ich schätzte so um 22 Uhr herum ¯ kamen Niklasch und Theodor zu mir mit zwei Kerzen auf einem vierarmigen Kerzenhalter. Elektrizität gab es hier ja nicht. Sie banden meinen Nasenring los und führten mich zu einem sehr seltsamen Gestell aus Holz. Es sah auf den ersten Blick wie ein zu kurz geratener Sarg aus, am Kopfende war jedoch ein würfelförmiger Kasten aufgeschraubt, der nicht zu einem klassischen Sarg passte. Dieser war im übrigen das einzige „Möbelstück“ in dieser Kammer, die ich auf 3 Meter Länge und 2 Meter Breite schätzte und die nur ein winzig kleines Oberlicht als Fenster hatte.

Hier hinein, Sklave, das ist dein Nachtlager,“ forderte mich Niklasch auf, mich mit dem Rücken in das sargähnliche Gebilde zu legen. Im Kerzenschein sah ich jetzt, dass außen am „Sarg“ Ringe mit kurzen Ketten

befestigt waren und dass der würfelförmige Kasten am oberen Sarg-ende außen einen Hebel und eine kleine Handkurbel hatte.

Ich legte mich also rücklings in den Sarg, der mir unten nur bis an mein Gesäß reichte. Ich blickte fragend hoch zu Niklasch, der mir erklärte:

Den Kopf musst du in den Kasten schieben, er passt gerade noch durch.“

Ich rutschte mühsam hoch, denn die Reibung tat meinen Striemen sehr weh, bis mein Schädeldach am Ende des Kastens anstieß. Plötzlich spürte ich, wie wahrscheinlich Niklasch meine Füße packte und mir die Beine über meinen Bauch hoch und über den Leib schlug. Zwei andere Hände legten mir stramme Ledermanschetten um die Sprunggelenke. Ich hörte Ketten klirren, und dann drückte man mir ohne Rücksicht auf meine extrem gestreckten Knie- und extrem gebeugten Hüftgelenke die Beine nach unten und hakte die Ketten in die Fußmanschetten ein. Durch die Anspannung hob ich unwillkürlich mein Gesäß an, und meine Arschkerbe klaffte breit auf. Dann fühlte ich durch meinen schon von Sergejs Penis brutal vorgedehnten After einen gut eingefetteten Holzpflock eindringen, dessen Basis mittels eines kurzen Kettchens mit meinem Hodenring verbunden wurde, so dass er nicht herausrutschen konnte.

So sollte ich die Nachtruhe verbringen? Noch konnte ich mir keinen Reim auf die komische Lagerung machen, bis sich die „Holzdecke“ über meinem Gesicht plötzlich öffnete und ich erkennen musste, dass ich unter einer ovalen Klosettbrille mit jetzt hochgeklapptem Deckel lag. Schlagartig kam mir der Leckstuhl bei den Rubins in den Sinn! Diese hatten die Sidolkovs wohl auf eine neue Idee meiner Benutzung gebracht!!!

Über meinen nach oben starrenden Augen tauchte Niklaschs Gesicht auf, und er fuhr mich barsch an: „Maul weit auf!“ Und kaum war mein Mund offen, hakte Niklasch einen krallenartig gebogenen Haken in meinen Unterkiefer ein. Ich konnte meinen Mund nicht mehr schließen.

Zu allem Überfluss sah ich, dass Theodor gleichzeitig einen kleinen Karabinerhaken an einer feingliedrigen Kette, die über meine Stirne lief, in meinen Nasenring einklickte. Meine Nasenspitze wurde dadurch reichlich schmerzhaft nach hinten gezogen. Offenbar hatte die feine Kette eine Spiralfeder, die ich nicht sehen, aber deren scharfen Zug ich fühlen konnte. Der Zug ließ erst nach, als der Deckel des Kastens wieder heruntergeklappt wurde und meinen aufgerissenen Mund entlastete, so dass ich ihn beinahe ganz schließen konnte.

Ich lag noch ganz überwältigt von den neuen Umständen da, als ich das rascheln von Kleidungstücken hörte. Plötzlich ging der Deckel erneut auf, mein Mund wurde von dem Nasenringkettchen aufgerissen, und ich sah in Theodors Gesicht, der sagte: „Ich werde dich jetzt einweihen und erstmals ausprobieren, Sklave!“

Dann verschwand das Gesicht und sofort tauchte Theos muskulöser, kerniger Männerarsch, dessen runde Backen mäßig, aber gleichmäßig mit kurzen Härchen bedeckt waren, über der Sitzbrille auf. Meine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als der stramme Arsch langsam, aber unaufhaltsam auf mein Gesicht herunterschwebte. Ich sah Theos haarigen Sack und einen relativ langen, mittelkräftigen Penis zwischen seinen Beinen baumeln. Dann war mein Gesicht in Dunkelheit gehüllt, und die feisten Arschbacken drückten mir die Augenlider zu.

Zunge raus, du Hund!“ Hörte ich Theo befehlen, und als ich meine Zunge nach oben herausstreckte, fühlte sie die haarumkränzte Rosette direkt über meinem Mund. Ich dachte, mit dem Auslecken des Afterrings wäre es getan. Aber nein! Zu meinem blanken Horror blähte sich die Rosette plötzlich auf, und meine Zungenspitze ertastete eine warme, runde Rolle, die sich beständig aus dem After drängte und meine Zunge einfach beiseite schob.

Nein! Das darf doch nicht wahr sein!“ schoss es mir durch den Kopf, „der Kerl kackt mir pfeilgrad in den Mund und benutzt mich als richtige Toilette!“

Aber was konnte ich dagegen tun? Rein gar nichts! Schon erreichte die Spitze der Kotwurst meinen Rachen, der sich weigerte, das dicke Ding aufzunehmen und zu schlucken.

Zerdrücke meine Braunwurst mit deiner Zunge, du Blödmann, und dann runter damit in deinen Magen! Du hast doch immer solchen Hunger, also friss!“ Und dann explodierte ein wahnsinniger Schmerz in meinem Unterleib, als Theo mir ohne Vorwarnung einen breiten Lederriemen auf meinen schutzlos daliegenden Hodensack geknallt hatte. Oh Gott, was hatte ich auszuhalten! Ich zermantschte die Kotrolle eilig und würgte mit größter Mühe die Brocken in meinen Schlund, was eben noch rechtzeitig war, denn die nächste Säule drängte bereits in meinen Mund. Ich ignorierte den Übelkeit verursachenden Gestank und schluckte und würgte, was meine Kehle zu verkraften im Stande war.

Dann kam noch eine kleine Portion, und das grausame „Spenderloch“ zog sich wieder zusammen.

Ich rang nach Atem, als ich Theo über mir befehlen hörte: „So, mein Freundchen, jetzt hast du was zu fressen gekriegt und nun hast du mein Arschloch gründlich sauber zu lecken! Gib dir Mühe, ich werde es kontrollieren, und wenn du nicht ordentlich gesäubert hast, werden es deine Eier büßen müssen!“

Aus Angst vor der angedrohten Strafe bohrte ich meine Zunge in das Kackloch und schabte alles von den feinen Härchen, was meine Zunge erwischen konnte. Die braunen Bröckchen und kleinen Härchen musste ich auch hinunter schlucken.

Atemlos kämpfte ich um frische Luft, als sich der Männerarsch etwas anhob, aber nur, um etwa Handbreit nach hinten zu rutschen, dann drang schon Theos Peniseichel in meinen Mund ein und pisste auch gleich los!

Ich schluckte, so schnell ich konnte, verlor aber einige Tropfen, bis ich den Bogen heraus hatte, meine Kehle auf „Durchzug“ zu stellen und wie ein Bierglas ganz auf einen Zug zu leeren.

Dann erhob sich Theo von der Sitzbrille, ich glotzte atemringend nach oben und sah Niklaschs grinsendes Gesicht: „Fürs erste Mal nicht schlecht! Die Rubins hatten Recht: Der Leibeigene ist wie dafür geschaffen! Mit einiger Übung kann er zum perfekten Entsorger werden. Dann brauchen wir im Winter nicht mehr in das kalte Klosetthäuschen draußen zu gehen.“

Die beiden Männer klappten den Deckel zu und verließen die Kammer. Die Kerzen ließen sie aber brennend stehen.


Keine Viertelstunde später rumpelte die Kammertür wieder auf. Mehrere Schritte waren zu hören. Niklasch, seine Frau Gruscha und vermutlich seine beiden Töchter drängten sich in dem engen Raum, als Niklasch anhub: „So meine Lieben, hier ist ab sofort unser Abort! Viel bequemer hier im Haus, als bei der kommenden Kälte jedes Mal ins Klohäuschen im Hof rennen zu müssen, wenn jemand von euch ein Geschäft zu erledigen hat. Dieses Klosett friert auch nicht ein! Diesen Kasten habe ich nach Herrn Rubins Vorschlägen selbst gebaut und bin stolz darauf! Ich werde euch nun seinen Gebrauch vorführen. Wer Fragen hat, der frage!“

Offenbar im Beisein seiner weiblichen Familienmitglieder zog Niklasch

seine Hosen aus, stellte den Kerzenleuchter nahe an meinem Kasten auf und öffnete den Deckel mit den Worten: „Sobald man den Deckel öffnet, wird der Leibeigene gezwungen, sein Dreckmaul weit zu öffnen. Zu besonderen Anlässen kann man das Maul noch weiter öffnen, doch dazu später.“

Schon stellte sich der Schlachter Niklasch mit nacktem Unterleib gegrätscht über meiner Sitzbrille auf. Entsetzt sah ich seinen breiten und ausgesprochen stark behaarten Arsch und seinen schweren, von dicken Hoden ausgebeulten Sack langsam auf mein Gesicht herunterschweben. Den Penis sah ich aus meiner Perspektive nicht. Rasch senkten sich die haarigen Globen auf die Sitzbrille herab, aber so, dass die dicken Hoden genau auf meinen Augen lagen und die Lider zudrückten. Ohne einen Befehl abzuwarten, schob ich meine Zunge hoch und sie fühlte nur Haare, Haare, Haare! Da bewegte sich unerwartet der Krallenhaken nach vorn und zwängte mir den Unterkiefer noch weiter auf, da das Nasenringkettchen nicht nachgab. Niklasch erklärte: „Wenn das Maul nicht weit genug geöffnet ist, z.B. für Gruschas lange Vulva oder wenn jemand Durchfall hat, dann kann man das Kotmaul mit diesem Hebel hier am Kasten links noch weiter öffnen, und zwar bis auf acht Zentimeter weit.“

Der Schmerz in meinen überdehnten Kiefergelenken ließ mich qualvoll aufstöhnen.

Aber bitte den Hebel nicht zu forsch betätigen, ihr hört, meine Lieben, dass es dem Tier da unten ziemlich weh tut, also nur, wenns nötig ist!“

Inzwischen hatte Niklasch seinen unglaublich dicken Schwanz in meinen Mund geschoben. Dann ließ er seine Blase laufen, und laufen und laufen, und ich glaubte, es nähme kein Ende. Mein Bauch füllte sich mehr und mehr, und ich soff und soff, als ob ich am Verdursten wäre.

Wofür ist die Kurbel da rechts am Kasten?“ Wollte Gruscha wissen.

Die hebt den Kopf höher nach oben und presst das offene Maul fest an die jeweilige Spenderöffnung so fest an, dass keine unangenehmen Gerüche entweichen können! Ich demonstriere es euch gleich ...“

Niklasch verlagerte seinen Unterleib auf meinem Gesicht nun so, dass sein ausgepisster Penis meinen Mund verließ und sein schwerer Sack vor meinem Kinn zu liegen kam. Und direkt über meinem Mund war sein haariges Afterloch. Niklasch öffnete zu meinem blanken Schrecken den Öffnungshebel noch eine Stufe weiter, ich röchelte vor Qual, aber unbeeindruckt drehte mein Besitzer nun an der Kurbel; mein Kopf wurde von der Bodenplatte des Kastens angehoben und mein Mund fest und tief in die Arschkerbe eingepresst. Nur mir der Nase konnte ich noch Luft aus der haarigen Kerbe einatmen. Meine Zunge spürte genau, wie der schwere Mann über mir presste und drückte, bis sich langsam das Kackloch dehnte, weitete, und aufquoll, und dann schoss förmlich eine bestimmt unterarmdicke „Rakete“ in meinem Mund und füllte ihn so komplett aus, dass sich meine Backen blähten.

Meine Zunge fand kaum Platz, um die Riesenportion zu zerdrücken, zumal ihre Konsistenz ausgesprochen hart war!

Achtet bitte darauf, dass der Sklave sein volles Maul schnellstens leert und tüchtig schluckt, damit der Kotbrei nicht überläuft, und wenn ihr feststellt, dass der Schlund faul wird und eure Gaben nicht schleunigst vertilgt, dann ist dafür dieser Schlagriemen hier recht praktisch! Am wirkungsvollsten ist er, wenn ihr ihn auf seinen schamlos dargebotenen Sack draufknallt. Das hilft fast immer sofort!“

Ich bekam gleich eine Kostprobe von Niklaschs Kraft, und der grausame Schmerz ließ mich seine harten Brocken ungeachtet meiner Luftnot hastig hinunterwürgen! Kaum war mein Mund einigermaßen leer, kam schon die nächste Kotsäule, gefolgt von einer dritten und vierten. Ich war schier am Verzweifeln, denn mein Magen rebellierte gegen seine stinkende Überfüllung. Ich wollte erbrechen, aber ich zwang ihn zum Stillhalten, denn wohin hätte ich erbrechen sollen? Auf seinem Ausgang saß ja der schwere Arsch meines Herrn.

Leck mich sauber!“ Befahl Niklasch laut und unterstrich seinen Befehl mit einem mittelstarken Hieb auf meine aufschwellenden Hoden. Ich gab mir größte Mühe, aber der klebrige Dreck saß hartnäckig in dem dichten Haarwald in dieser Männerkerbe. Wo meine Zunge auch leckte und schabte immer nur Haare ¯ Haare ...

Und besteht unbedingt darauf, dass euch die Schweinezunge auch richtig säubert! Mutter hat keine Lust, braun verschmierte Unterhose jeden Tag frisch zu waschen! Und wenn das Nazischwein nicht richtig leckt immer feste drauf auf die unverschämten Hoden! Die halten das schon aus!“

Ich leckte und leckte, schluckte und schluckte, bis ich bald verrückt vor Luftnot wurde.

Endlich erhob sich der schwere Arsch von meinem Gesicht, drehte die Kurbel und den Mundspreizhebel zum Ausgangspunkt zurück. Ich hörte Niklasch sagen: „Tinka, komm mal her und sieh nach, ob er mich hinten gründlich sauber geleckt hat. Ich sah aus den Augenwinkeln, wie sich Niklasch tief bückte und Tinka hinter ihm niederkniete, seine Arschbacken auseinander zog und sich die haarige Kerbe besah: „Na, so arg sauber ist es da aber nicht,“ stellte sie fest.

Und schwuppdiwupp, schon klebte Niklaschs Arschloch wieder auf meinem Mund. „Dir faulem Köter bring ich das Sauberlecken bei!“ Schrie der Russe, und sein Arm hob und senkte sich mit dem Riemen und drosch mir wahllos in den Schritt, dass ich ‚alle Glocken im Himmel läuten hörte!


Wie aus weiter Ferne hörte ich Tinka fragen: „Dürfen wir uns auch seiner  äh ¯ Dienste bedienen, wenn wir mal nicht äh ¯ pissen oder kacken müssen?“ Niklasch lachte verständnisvoll und antwortete: „Aber sicher, so viel ihr wollt. Habt ja sonst keine Abwechslung in dieser Einöde hier.“ Nun ließ sich auch die gemeine Minka vernehmen: „Und was ist, Vater, wenn wir mal unsere äh monatliche äh ¯ du weißt schon ¯ haben?“

Na was wohl? Natürlich ja, keine Frage. Das Schwein da ist nur noch eine Toilette, wenn er in seinem Kasten steckt, und in eine solche kommt alles hinein, was unsere Körper verlässt, also auch das! Vielleicht ist er sogar froh, mal was anderes als nur Urin und Kot zum Genießen zu bekommen!“ Lachend erhob sich Niklasch von dem Kasten, und ich riss verzweifelt frische Luft in meine darbenden Lungen.

Noch war der Deckel offen, als sich Mutter Gruscha zu Wort meldete: „So jetzt bin aber ich mal dran, ich müsste schon seit einer ganzen Weile dringend!“

Der Satz war kaum beendet, das stand die stämmige Frau schon gespreizt über meinem Klokasten und schürzte ihren langen Rock hoch, und da sie wohl nie Unterhosen trug, sah ich auf einen nackten, ausladenden, ungeheuer dick-globigen Weiberarsch, dass mir allein vor Angst schon schlecht wurde. Und zwischen ihren säulenartigen Oberschenkel fiel ein wahrer Urwald buschiger, pechschwarzer Haare in meinen Blick, als Gruscha sich leicht vorbeugte und sich auf die Sitzbrille niedersinken ließ. Sie setzte sich so weit nach hinten, dass sie mit ihrer Vulva direkt über meinem aufgezerrten Mund zu sitzen kam. Fette, fleischige Wülste von Schamlippen umschlossen meinen Mund, und ich stellte bei der ersten Erforschung mit meiner Zunge fest, dass die dreifache Mutter eine ungeheuer klaffende, große und schleimige Fotze besaß.

Ich brauchte nicht lange forschen und nachdenken, denn gleich schoss ein dicker Strahl heißer, schäumender Pisse direkt in meine Kehle, und ich hatte „alle Hände voll“ zu tun, mich nicht zu verschlucken und der Flut Herr zu werden.

Trockenlecken!“ hörte ich wie aus weiter Ferne, und ich setzte meine Zunge sogleich in Aktion. Ich bekam noch viel Schleim zu schlucken, und wie ich so eifrig beim Lecken war, fühlte ich der höllischen Schmerz des aufklatschenden Lederriemens auf meinem Sack, als Gruscha schalt: “Ja los doch! Geht deine lahme Zunge nicht tiefer in meine äh ¯ Muttermuschel hinein?“ Und gleich saß wieder ein satter Hieb auf meinen Hoden!


Oh Gott, was verlangten die alle von mir! Ich spürte meine Zunge ja selber kaum noch! Trotzdem zwang ich meinen Leckmuskel, so tief wie möglich in den Schleimkanal vorzudringen und den herabfließenden Schleim abzulecken und zu schlucken. Gruscha genoss es offenbar, weil sie so unbotmäßig schleimte, für mich aber war es die Hölle! Noch nie zuvor habe ich mich so als Sklave und so missbraucht gefühlt!

Schließlich schien Gruscha ihre Fotze trocken genug zu sein, und so rutschte sie unvermittelt nach vorn und platzierte ihren faltigen und von Hämorrhoidenknoten entstellten Afterring über meinem Mund. Sie betätigte den Hebel links, und der Haken in meinem Unterkiefer dehnte mir den Mund noch weiter auf. Zum Schreien oder gar Bitten fehlte mir sowohl die Kraft als auch die Luft!

Und schon gings los! Ein Schwall furchtbar bitteren Kotbreis füllte schlagartig meinen Mund! Zum Zerdrücken war kaum Zeit, denn schon spukte das unerbittliche Arschloch die nächste Portion aus. Also blieb mir keine Wahl, als den stinkenden Brei gierig hinunterzuwürgen. Mein armer Magen wusste gar nicht mehr, wohin mit all den Massen!

Gruscha spürte wohl, dass meine Kehle mit dem Schlucken nicht mehr hinterherkam. Aber statt sich zurückzuhalten, donnerte sie mir den Lederriemen auf den Sack und schrie erbost: „Willst du Nazischwein wohl deine Pflicht erfüllen und schneller meine Gabe vertilgen? Muss man dir Faultier immer erst tüchtig einheizen, bevor du unserem Befehl folgst?“

Ich wusste vor Schmerzen weder aus noch ein! Meine Hoden schwollen an und glühten so heiß, als ob sie in siedendem Öl geröstet würden!

Sogar Tinka glaubte einschreiten zu müssen, indem sie rief: „Mach halblang, Mutter, schau mal seinen Sack! Der ist ja schon so große wie eine Pampelmuse, und wenn du weiter auf ihn eindrischst, platzt er noch auf!“ Ich fühle eine kühle Mädchenhand an meinem glühend heißen Sack.

Aber der Hund schluckt nicht richtig! Ich muss ihn doch peitschen,“ entschuldigte sich Gruscha, stellte aber das Prügeln ein.

Dann versiegte das Kackloch. Sofort machte ich mich an das Auslecken des reichlich verschmierten Kraters. K N A L L ! Schon wieder war ein Hieb herabgesaust. „Auch IM Loch, blöder Sklavenköter! Ich will perfekt sauber sein! Ich dachte immer, ihr Deutsche seid so für Sauberkeit!“ Mein Kopf wurde angehoben und mein leckender Mund heftig in die Frauenkerbe hineingepresst. Mit letzter Kraft meiner Zunge bohrte ich in dem Loch herum, bis meine Zunge einen Krampf bekam. Gruscha hatte ein Einsehen, und stand endlich auf. Spreizhebel und Kurbel für die Kopfanhebung kamen zum Ausgangspunkt zurück. Gruscha fragte die Töchter:

Und was ist mir euch? Hat niemand Lust, ihn zu benutzen?“

Ich war gerade vor einer halben Stunde erst draußen im Klohäuschen,“ sagte Tinka, und Minka schien sich noch nicht so recht zu trauen: “Nein, ich gehe erst später, Mama!“ Gruscha schloss den Deckel über mir.


Alle Drei verließen den Toilettenraum. Ich blieb im Stockdunkeln liegen, in meinem Bauch rumorte es, bei üblem Aufstoßen kämpfte ich gegen den Brechreiz an, mein Mund wurde den scheußlichen Kotgeschmack nicht los. Aber schlimmer waren die Schmerzen. Meine Nase tat weh, meine Kiefergelenke schmerzten und meine Hoden brannten wie in einem Flammenmeer. Mein Bauch kam mir vor, wie wenn ich hochschwanger wäre.


Ich döste trotzdem vor Erschöpfung langsam ein. Plötzlich weckten mich Geräusche, Kerzenschein fiel durch den Spalt zwischen Sitzbrille und Deckel, der abrupt hochgeklappt wurde. Tinkas Gesicht tauchte auf und blickte zu mir im Kasten herab. Wortlos drehte sie sich herum, und ich musste feststellen, dass sie splitternackt war. Ihre lange Fotze aus dicken Schamlippen klaffte weit auseinander, die inneren Schamlippen waren knallrot und nass. Direkt eilig ließ sie ihr junges, prallrundes Mädel-Ärschchen auf mein Gesicht herabplumpsen und sofort drehte sie die Kurbel, um meinen aufgezerrten Mund fest an ihre total haarlose, rasierte Liebesgrotte anzupressen. Und dann drängte statt der erwarteten Pisse eine Unmenge von Schleim in meinen Mund und ¯ ich wagte es kaum zu glauben ¯ es war zähes, leicht bitteres SPERMA!!! Beim Lecken und angestrengten Schlucken der Schleimbatzen überlegte ich, wer dieses unverheiratete Mädchen hier gefickt haben könnte .. in Frage kamen doch nur zwei männliche Bewohner in diesem Haus: Theodor und Niklasch .. aber wer von denen war es?

Mitten in meinen Überlegungen rauschte plötzlich eine Flut scharfer Pisse in meinen Mund und schwemmte die Reste des Spermas mit in meinen Schlund. Dann erhob sich Tinka, drehte die Kurbel zurück, schloss errötend den Deckel, als ob sie sich schämen würde, und eilte hinaus.

Keine Viertelstunde später öffnete Vater Niklasch den Deckel und pflanzte seinen haarigen Arsch auf mein Gesicht, rutschte aber nach hinten, so dass sein auffallend roter und heißer Sack auf meinem Mund lag. „Leck mir den Sack und den Damm, Nazilümmel!“ Meine Zunge leckte über den haarigen Beutel und er schmeckte nach .. nach ¯ Lavendel-Öl!

Offenbar war der Sack massiert worden, aber von wem? Zum Fragen war mir der Mund verstopft und selbst wenn nicht, wahrscheinlich hätte ich die indiskrete Frage nicht zu stellen gewagt.

So verließ Niklasch mit steif wippenden Schwanz die Klosettkammer und löschte das Licht.

Weit nach Mitternacht kam wieder jemand und riss mich aus meinem Halbschlaf. Es war Minka. Auch sie war splitternackt und hatte eine haarlos rasierte Fotze. Zu meinem Schock war auch ihre klaffende Schamritze vollgepumpt mit süßlich schmeckendem Sperma, das ich auszulecken und zu schlucken hatte. Aber Minka pisste nicht, sondern wankte schlaftrunken aus der Kammer und ließ sogar den Deckel (und damit meinen Mund) offen. Als ob sie es gewusst hätte, dass drei Minuten später ihr Bruder Theo erschien, sich nackt über mich setzte, hart und viel pisste, mir einen völlig unverdienten Hieb über meinen Sack zog, den Deckel schloss, die Kerze löschte und die Tür zudonnerte.

So ging meine erste Nacht als Toilettensklave zu Ende.


Vierzehntes Kapitel


Die Nacht war schrecklich, ich hatte kaum Schlaf gefunden. Dies hielt meine Ausbeuter jedoch nicht davon ab, mich nach meiner Entleerung im Klohäuschen und einem kargen Frühstück aus Maisbrei schnurstracks ans Göpelwerk zu Ketten. Noch nie zuvor hat mich mein Joch so schwer gedrückt wie an diesem Tag. Draußen begann es heftig zu schneien.

Und die bösartige Minka, die sich im dicken Wintermantel hinter mir auf ihrem Sitz räkelte, trieb mich unbarmherzig an. Ich fühlte direkt, wie es ihr Spaß machte, mich gnadenlos zu peitschen.

Nach etwa drei Stunden schwitzte ich trotz der Kälte diffus am ganzen Körper, meine Beine wurden schwer wie Blei und meine Leistung fiel hinter das geforderte Pensum ab. Zuerst zielte Minka die Peitsche längs in meine Arschkerbe hinein, bis ich meinen Rückstand wieder aufgeholt hatte. Dann sackte ich vor Erschöpfung in meinen Knien ein, was Minka den ihr willkommenen Anlass bot, mir jetzt die Peitsche auf meinen Sack zu knallen! Die bestialischen Schmerzen waren mir so unerträglich, dass ich all meine Atemluft zusammenraffte und laut schrie: „GNADE, Minka, Bitte nicht mehr peitschen, ich kann nicht mehr! Hab Erbarmen!“


Minka war offensichtlich von meinem Gekreische so überrascht, dass sie meinen geprügelten Hodensack ruckhaft mit dem Seil so derb zurückzog, dass ich nach wenigen Schritten infolge der Trägheit des Räderwerks vom Schmerz zum Stehen gezwungen wurde. Hurtig sprang Minka vom Sitz herunter, stürmte aus der Bretterhütte hinaus ins Freie und ließ mich atemlos keuchend im Joch angekettet stehen.


Schon nach wenigen Minuten kehrte sie zusammen mit Niklasch in meine Bretterhütte zurück. Er hatte ein kleines Tiegelchen dabei. „Ich kann ihn doch nicht ununterbrochen peitschen,“ jammerte Minka achselzuckend, „sein Arsch und Rücken ist schon ein einziges Striemenfeld und der Sack sieht wie eine lila Aubergine aus!“

Gräme dich nicht Minka,“ sagte Niklasch, „ich habe schon was mitgebracht, womit wir den faulen Köter wieder auf Vordermann bringen können, ohne dass du ihn dauernd peitschen musst.“

Er trat an mich von hinten heran und riss mir unsanft den Stopfpflock aus dem After, bestrich den Pflock mit einer zähen, geleeartigen Masse aus dem Tiegelchen, wobei der sich verbreitende Geruch mir sagte, dass es sich um eine konzentrierte Eukalyptus-Menthol Salbe handeln musste. Dick mit dem scharf riechenden Zeug bestrichen rammte mir Niklasch den Pflock wieder in den After.

Zunächst spürte ich eine gewisse Kühle an meinem Schießmuskel, dann gab mir Niklasch einige Peitschehiebe auf meinen Arsch und ich setzte die Maschinerie wieder mühsam in Gang. Nach wenigen Schritten schon setzte die von Niklasch beabsichtigte Wirkung ein: mein After samt Dickdarm begann zu brennen, als hätte man einen wildgewordenen Wespenschwarm in meinen Unterleib gestopft. Ich schrie meinen wahnsinnig machenden Schmerz hinaus und hetzte in meinem Joch voran, als wäre der Leibhaftige hinter mir mit einem glühenden Dreizack her.

Siehst du, Minka, wie der jetzt plötzlich läuft, ohne dass du ihn peitschen musst,“ lachte Niklasch lauthals, um mein Schmerzgebrüll zu übertönen.

Und wie blindwütig hechtete ich auf meine eintönigen Runden voran, und Minka amüsierte sich auf ihrem Sitz hinter mir über meine wild hüpfenden Sack und meinem Gejammer. Ich stampfte nur noch wie ein geistloses Tier Runde um Runde voran, Ich hatte überhaupt kein Zeitgefühl mehr vor lauter Schmerzen. Schließlich hatte ich mein Soll geschafft und Minka zog am Hodenseil und brachte mich gewaltsam zum Stehen. Kaum stand ich still, sank ich auf meine butterweichen Knie nieder, die mir den Dienst nun versagten.

Minka musste Theodor rufen, um mich aus der Hütte zu schleifen, ich konnte nicht mehr gehen vor Erschöpfung. Im Keller zog mir der junge Russe den Stopfpflock heraus und gestattete mir die Darmentleerung im Kellerraum.

Draußen lag nämlich schon gut ein halber Meter Schnee.

Halb bewusstlos trieb mich Theo in meinen Käfig, und ich schlief sofort ein.

Der nächste Morgen kam für mich fast zu früh. Ich hatte Muskelkater am ganzen Körper. Ich war noch so müde, als hätte ich nur drei Stunden geruht. Als ich ein kräftiges Frühstück mit Speck, Kartoffelbrei und verschrumpelten Apfelstücke und schwarzen Tee bekam, ahnte ich, dass es für mich wieder ein anstrengender Tag werden würde.

Und so kam es auch: Nach dem Frühstück wurde ich von Niklasch mit meinem Joch vor einen Schneepflug gespannt. Ich bekam wegen der Minus-temperaturen eine wollene Pferdecke übergehängt, die mir etwas Wärme gab, aber meinen Arsch und die Beine freiließ, damit die Pferdepeitsche meine Haut striemen konnte. Holzclogs schützten meine Füße. Mit Zügeln und Kandare lenkte mich mein „Besitzer“ durch den Hof und den rund 300 m langen Zufahrtsweg von der öffentlichen Straße zum Haus. Es war anstrengend, aber nicht so kraftraubend wie das Göpelpumpwerk in der Hütte.


Dann schirrte mich Niklasch aus und nahm mich ins Wohnhaus mit in die Toilettenkammer. Kaum lag ich angeschnallt unter dem Kopfkasten, da kam Gruscha herein und pflanzte ihren Riesenarsch auf mein Gesicht. Ihre großen, haarigen Fotzenlippen umschlossen meinen Mund, und die Flut stürzte in meine schnell trinkende Kehle. Es schmeckte diesmal eigenartig. Als die Flut endete, begann ich unaufgefordert sofort zu lecken.

Au weh! Gestocktes Blut und Gewebefetzen kamen mir entgegen: Gruscha hatte ihre Regel! Zwei drei Hiebe auf meine Hoden halfen mir, mein Ekelgefühl zu überwinden und das übelschmeckende Sekret auszulecken und zu schlucken. Und die stramme Russin verlangte ein gründliches Auslecken! Ging meine Zunge nicht tief genug in die Vulva hinein, mussten es meine Hoden bitter büßen! Ohne Pause ging es weiter an ihrem mit Hämorrhoiden besetzten Afterloch, das sich gewaltig weitete und mir mit einem dicken Batzen Kot den Mund und Rachen zum Bersten füllte. Um Luft zu kriegen, war ich zum schleunigsten Schlucken gezwungen. Noch vier Batzen hatte ich zu bewältigen, bevor es ans Sauberlecken ging. Ohne Erbarmen zwang mich Gruscha mit Hieben auf meine Hoden zum tiefen Eindringen meiner schabenden Zunge in ihren After.


Ich konnte nach dem Schließen des Deckels kaum richtig Luft holen, als schon Theodors muskulöser Nacktarsch über mir auftauchte und sich unvermittelt auf meinen Mund setzte. Er kackte mir einige kurze Würste in den Mund, dann pisste er mir die Kotreste aus dem Mund und verlangte

anschließend das Massieren seiner harten Hodenbälle mit meiner Zunge. Ich gab mir alle Mühe und ersparte mir die Peitsche. Als Theo aufstand, stand sein strammer Penis knochenhart hoch. Eilig verließ er die Toilettenkammer.

Ich starrte an die Unterseite des Klodeckels und atmete tief aus und ein, als der Deckel aufflog und Minkas hübsches Prallärschchen auf mein Gesicht herabsank und ihr klatschnasses, klaffendes Mädchenfötzchen sogleich auf meinem offenen Mund klebte. Frisches Sperma rann in meinen Mund und jetzt ahnte ich die Zusammenhänge ...

Es war Theo ¯ nein, es musste Theo sein, der Inzest mit seiner jüngsten Schwester trieb. Logischerweise war es dann also Niklasch, der seine ältere Tochter fickte. Und das konnte Gruscha wohl schlechterdings nicht verborgen geblieben sein. Welch eine Familie! Andererseits, welche anderen Vergnügen gab es hier in dieser gottverlassenen Einöde?


Vielleicht wusste Herr Rubin von den inzestuösen Vorgängen im Hause der Sidolkovs und hatte den Schlachtermeister in der Hand, weshalb die Sidolkovs sich so unterwürfig gegenüber dem Parteifunktionär verhielten?

Aber was sollten meine Überlegungen mir nützen? Ich war doch nur ein versklavter Kriegsgefangener, und dem konnte es egal sein, wer hier wen in der Hand hatte.

Ich lag Stunden in meinem Sargkasten, bis zuerst Niklasch kam, um sich in meinem Mund zu entleeren. Sein haariges Spenderloch bereitete mir allerhand Mühe bei der Aftersäuberung und brachte mir grausam schmerzende Hiebe auf den Sack ein. Spät an Abend kam noch Tinka mit samengefüllter Fotze, die ich zu säubern hatte, bevor sie mir ihre harten Kotrollen einverleibte. Mit geblähtem Bauch wurde ich in meinen Käfig verfrachtet, wo ich erschöpft einschlief.


Fünfzehntes Kapitel


Diese Routine bestimmte mein tristes Dasein, entweder schuftete ich am Göpelwerk oder vor dem Schneepflug oder ich lag als lebende Toilette in meinem Kasten. Aber ich ertappte mich immer öfter, dass ich mich mit Selbstmordgedanken trug. Doch man ließ mir nicht die Spur einer Möglichkeit zum Suizid, außer dass ich beim Scheißefressen freiwillig nicht mehr um Luft kämpfte und mich absichtlich ersticken ließ. Aber die Natur ist stärker und zwang mich dann doch immer wieder zum Luftholen. Außerdem hatte ich nicht das Bergwerk, die Kolchose in der Nähe von Kirov, die gefährliche Reise nach Èeboksary und schließlich die Plackerei bei den Sidolkovs durchgehalten, um jetzt einfach aufzugeben und meine Eltern und Heimat nie mehr wiederzusehen.

Also hielt ich durch. Zumal das Weihnachtsfest, das in Russland stets kurz nach dem Neujahrswechsel gefeiert wird, bald vor der Türe stand.

Nur kam hier bei den Kommunisten nicht das Christkind wie bei uns, sondern „Väterchen Frost“, wie die Atheisten das nannten.


Und es war ein Tag im Dezember, als ich wieder mein Soll am Göpelwerk abarbeiten musste. Doch an diesem Tag war es anders als sonst. Ich bekam wieder dieses teuflisch brennende Eukalyptus-Menthol-Gemisch in den After, damit Minka meinen Körper nicht so unmäßig mit Striemen „verzieren“ musste. Aber ich war stark verschwitzt. Und heute wurde ich von Tinka persönlich mit einer Wurzelbürste und lauwarmen Seifenwasser im Wohnhaus sehr gründlich abgewaschen. Ich bemerkte die geschäftige Aktivität im Haus, und wunderte mich, als Tinka meinen Unterleib sehr sorgfältig enthaarte. Aber wie! Rücksichtslos wurde mein Penis langgezogen, mein geschwollener Sack hin- und hergezerrt, nach unten gezogen und jedes Härchen an meinem wunden After rigoros abgeschabt.

Aber danach rieb Tinka meinen geschwollenen Sack mit einer kühlenden Salbe ein. Irgendwas Ungewöhnliches war hier heute im Gange, aber auf meine Frage an Tinka, was das sei, bekam ich nur die barsche Antwort: „Warts ab! Siehst du noch früh genug!“


Frisch geschrubbt und sogar frisch rasiert trieb sie mich in die Klosettkammer und schnallte mich wie jeden Tag fest. Lange Zeit lag ich so in meinem „Sarg“ und niemand kam.

Nach Stunden wurde es einen Stock tiefer laut und fröhliches Lachen drang bis zu mir hoch. Es waren offenbar Gäste gekommen, und es fand ein ausgelassenes Trinkgelage statt.

Dann hörte ich schwere Schritte die Holztreppe herauftapsen, die Tür zur Kammer wurde geöffnet und Jemand zog seine Kleider aus.

Gleich danach ging der Deckel auf, die Nasenkette riss mir den Mund auf und Sergejs blond behaarter Arsch sank auf mein Gesicht herab. Die Eichel seines Schwanzes drang in meinen Mund auf und tränkte mich mit saurer, nach Wodka schmeckender Pisse. Der Schwanzkopf verließ meinen Mund und der Russe rutschte nach vorn, bis sein haariges Kraterloch über meinem Mund ruhte. Der Unterkieferhaken zog meinen Mund noch weiter auf.

Sergej presste angestrengt, um einer unglaublich dicken und vor allem sehr harten Kotrolle den Durchtritt durch seinen Schließmuskel zu ermöglichen. Meine Zunge wurde fast in meinen Rachen zurückgedrückt, so viel Platz beanspruchte die enorme Wurst! Ich kämpfte mit ihr, um sie zu zerdrücken, denn unentwegt drängte neue Masse aus dem Kackloch. Und zu meinem Schrecken knallte Sergej unbekümmert die Hundepeitsche auf meine Hoden, um mich zu schnellerem Schlucken zu zwingen.

Es war eine regelrechte Tortur für meine Zunge und meinen Rachen, die harten, dicken Rollen so rasch in meinen Magen zu befördern, dass ich ab und zu einen eiligen Atemzug in meine Lungen reißen konnte.

Als es an das Sauberlecken der blond behaarten Kerbe ging, brachte mich Sergejs Peitschenhiebe auf den Sack schier zur Verzweiflung, denn meine Zunge war vom Zerdrücken der harten Braunmassen so ermüdet. Dass sie nur mit letzter Kraft in den Afterring eindringen konnte.

Während der ganzen Sitzung hatte Sergej kein einziges Wort gesprochen. Ebenso wortlos stand er auf, drehte sich um und sah mit glasigen Augen kurz auf mich Atemlosen herab und schloss den Deckel.

Kaum hatte er die Kammer verlassen, stürmte Anuschka, seine Frau herein, riss den Deckel hoch, schürzte ihren Rock und ließ ihr dralles Frauengesäß auf die Brille herabplumpsen. Sofort drehte sie die Kurbel und presste mein Gesicht tief in ihre Analkerbe und fest an ihre Rosette. Mit einem Schlag öffnete sich der Afterring und explosionsartig

Schoss mir dünnflüssige Scheiße in meine verzweifelt würgende Kehle. Anuschka hatte schrecklich stinkenden Durchfall! Ich schluckte und würgte so rasch ich konnte und bekam dennoch die Peitsche mit direkt wütender Vehemenz auf meinen schwellenden Sack gedroschen. Sie schrie:

Schlucke ja alles, du Dreckschwein! Nichts darf daneben gehen, sonst ziehe ich dir die Haut von deinem unverschämt dicken Sack!“ Ich hätte sie zu dringend um Nachsicht ersucht, aber mein Mund war so fest an ihren After gepresst, dass ich keinen Laut von mir geben konnte. Ich schluckte gierig wie ein Verdurstender unter einem Wasserfall. Plötzlich hielt die mich missbrauchende Russin inne, sowohl beim Scheißen als auch beim Peitschen: Es kam nämlich eine zweite Person in die enge Kammer; ich erkannte seine Stimme: „Oh, Frau Rubinova, Ihr redet mit der Toilette? Das braucht man nicht, peitscht sie, wenn sie nicht ordentlich funktioniert!“ Es war Theodor, der hereingekommen war.

Das tue ich ja, Theo, ich bin aber gleich fertig, sobald er mich saubergeleckt hat,“ antwortete Anuschka, und ich begann sofort den Afterring zu lecken, bevor ich wieder Hiebe riskierte.


Gleich danach erhob sich Anuschka und machte den Toilettensitz für Theodor frei. Mein Mund stand weit offen, und sogleich setzte sich Theo, der offenbar schon nackt hereingekommen war, mit seinem Arschloch über ihn. Ich dachte, nun gleich eine Portion seiner Scheiße schlucken zu müssen. Doch groß war meine Überraschung, als sich die Rosette öffnete und eine beachtliche Menge zähen Schleims in meinen Mund entleerte. Woher kam das Sperma? Fragen konnte ich ja nicht, also reimte ich mir den Zusammenhang selbst zusammen: Es musste wohl Sergej, der ja schwul war, gewesen sein, der Theo anal gefickt hatte. Und ich bekam den Schleim zum Schlucken ...

Resigniert leckte ich Theos haariges Loch sauber, bevor er mir noch etwas Urin in den Mund pisste. Dann drehte er die Kurbel zurück und schloss den Deckel.

Stunden später kam noch Niklasch und zwang mir mit saftigen Hieben seine harten Rollen in den Magen. Auch Tinka und Minka „beehrten“ mich mit ihrem „Natursekt“. Ich fand kaum Schlaf mit meinem rumorenden Bauch.


Sechzehntes Kapitel


Nach der Saufparty setzte wiedermeine tägliche Routine mit Arbeiten am Göpelwerk oder vor dem Schneepflug und natürlich meine Dienste als lebende Toilette für diese perverse Russenfamilie ein. Zufällig bekam ich mit, dass einige Tage nach dem Neujahrsfest ein kleines Tannenbäumchen im Wohnhaus geschmückt wurde. Das konnte nur bedeuten, dass trotz der kommunistischen Revolution heimlich Weihnachten gefeiert wurde. An diesem Tag musste ich „nur“ zwei Stunden am Göpelwerk schuften, dann wurde ich mal wieder gründlich rasiert und gewaschen. Kamen wieder die Rubins zu Besuch?

Es kam zwar Besuch, aber jemand, den ich fast schon vergessen hatte: Anika, mein  dem Schein nach  angetrautes Eheweib, besuchte ihren Onkel.

Ich sah sie erst, als sie meine Klosettkammer betrat, wo ich angeschnallt in meinem Kopfkasten bzw. „Sarg“ schmachtend lag. Ich erkannte ihre raue Säuferstimme sofort:

Oh Gott,“ staunte sie fast erschrocken, „ist der abgemagerte Kerl mein ehemaliger Mann Hendrik? Und welch einen riesigen Sack der gekriegt hat! Wird der zum Decken eingesetzt?“

Unsinn, Anika, der ist zum Arbeiten bei uns, nicht zum Ficken!“ Antwortete Theo, der ihr meine Funktion als Toilette erklärte. „Wenn er nicht spurt und unsere Ausscheidungen schnellstens entsorgt, kriegt er einfach die Peitsche, und die wirkt am besten auf den Sack! Hier ist die Peitsche, gebrauche sie, wenn du nicht zufrieden mit seinen Leistungen bist. Er hat dich übrigens vorne und hinten gründlich sauber zu lecken. Darauf solltest du bestehen! Rufe mich, wenn du noch Wünsche hast!“

Theo ging hinaus und überließ mich meiner Frau Anika. Ich hörte Kleiderrascheln, und dann tauchte Anikas hübscher Prallarsch über meinem Gesicht auf. Durch ihre gespreizten Beine blickte sie zu mir herunter und sagte hämisch: „So endet man als verlogner Kriegsgefangener. Geschieht dir ganz recht! Zu einer besseren Verwendung als eine Toilette taugt ihr arischen Herrenmenschen sowieso nicht!“

Ich hätte ihr zu gerne meine Verachtung und Gegenargumente ins Gesicht geschleudert, aber mit meinem weit aufgerissenen Mund war ich dazu unfähig. Ich sah kurz ihre ungeheuer haarige Fotze, dann kamen die Arschbacken auf mich herab und hüllten meine Augen in Dunkelheit. Ich tastete mit meiner Zunge ihre Schamlippen ab, als es schon aus der Spalte rieselte. Ich soff den nach Spargel riechenden Urin. Danach leckte ich die Vulva, die ich vor vielen Monaten mal geliebt und begattet hatte, sauber.

Unbeholfen und irgendwie zögerlich rutschte Anika nach vorn, bis ihre Rosette über meinem Mund war. Sie betätigte den Hebel links und riss mir damit meinen Mund noch weiter auseinander. Langsam, aber ständig weitete sich ihr Schließmuskel, und dann schob sich eine unerwartet dicke Kotwurst in meine Kehle. Ich begann sie zu zerdrücken und die Batzen zu vertilgen, aber schon kam eine zweite, dicke Wurst aus ihrem Kackloch und unmittelbar nach ihr eine dritte. Ich kam kaum noch hinterher. Da spürte ich an der Verlagerung des Unterleibs, dass Anika offenbar nach der Peitsche griff. Und die spürte ich gleich danach mit wütender Kraft auf meinen hochempfindlichen Hoden! Anika fluchte:

Du gottverdammtes, eingebildetes Hitler-Schwein, dir bringe ich Respekt vor uns Slawen bei, dich mache ich kirre, bis du zu Kreuze kriechst!“

Ich wurde tatsächlich schier so verrückt vor Schmerzen, dass ich fast das Schlucken vergaß.

Sogar bei Sauberlecken musste ich ihre grausamen Peitschhiebe ertragen! Endlich stand sie auf, blickte hinter sich zu meinem schweratmenden Gesicht hinunter und lachte spöttisch:

Schade, du Schwein, dass ich nur zwei Tage bleiben kann! Zu gerne würde ich dich so dressieren, dass du um meine Scheiße bettelst, wenn du nichts Anderes zum Fressen kriegst und der Hunger deinen arischen Stolz gebrochen hat!“ Woher nur kam dieser grenzenlose Hass?

Ich hörte kaum hin, ich rang nach Luft und kämpfte gegen das Erbrechen. Und dieses Weibsbild hatte ich mal geliebt! War alles von ihr nur vorgetäuscht? Ich kam nie dahinter ...


Ich war froh, als dieses Monstrum meine Klosettkammer verließ. Was ich nicht wusste, war die Tatsache, dass ein großes Unglück zu meiner Rettung beitrug.

Ich lag zwei Tage später wieder in meinem „Sarg“, als ich Brandgeruch wahrnahm. Und tatsächlich ¯ Minuten später schrie Gruscha: „Feuer! Feuer! Es brennt der Weihnachtsbaum lichterloh. Holt Eimer und Wasser!“


Ich zerrte und riss an meinen Fesseln, denn ich wollte nicht bei lebendigem Leib verbrennen. In dem Haus ging alles drunter und drüber!

Eigenartigerweise war es Niklasch, der in meine nahezu fensterlose Kammer stürmte und hektisch meine Fesselungen losmachte.

Als wir beide gerade die Kammer verließen und die Treppe hinabeilen wollten, stand diese schon in hellen Flammen! Niklasch packte mich am Arm und zog mich in das eheliche Schlafzimmer, riss das Fenster auf, wodurch das Feuer auf der Treppe mehr Sauerstoff erhielt und wie in einem Feuersturm sich ins Schlafgemach ausbreitete. Gemeinsam sprangen wir aus dem Fenster, wobei sich Niklasch ein Bein brach. Ich war so abgemagert, dass meine vom Schuften kräftigen Beine mein Gewicht auffangen konnten.

Weinige Minuten später trafen die von Pferden gezogenen Feuerwehrwagen ein. Aber das überwiegend aus Holz gebaute Wohnhaus war trotz des Wasserbehälters unter Dach nicht mehr zu retten. Sogar das nutzlose Klosetthäuschen fing Feuer und brannte nieder.

Neben der Miliz tauchte alsbald auch Herr Rubin in seiner Eigenschaft als Bezirksparteisekretär auf. Er wusste um die Vorgänge in Niklaschs Haus und Familie, die schlechterdings nicht anrüchig werden durften. Er gab mich der auch anwesenden Miliz gegenüber als Knecht der Familie Sidolkov aus und nahm mich in seine Obhut, da ja auch die Sidolkovs obdachlos waren und nicht wussten, wohin mit mir. Die Familie konnte vorübergehend in der Kolchose, wo Niklasch arbeitete, unterkommen.


Und Gott muss mir beigestanden haben, als sich eine für mich unerwartete und glückliche Wendung ergab: Ich hatte damit gerechnet, nun weiterhin unter Anuschkas Knute und Sergejs analem Missbrauch leiden zu müssen, aber oh Wunder! Er wusste, dass ich viel von seinen schwulen Gelüsten und den Perversionen seiner Frau mit den ihnen von der Gerichtsbarkeit anvertrauten Jünglingen wusste. Rubin war Realist genug um zu erkennen, dass er nur zwei Alternativen hatte: Entweder mich unter Bedingungen freizulassen oder mich als riskanten Zeugen zu töten.

Zu meinem Glück entschied er sich für die erste Lösung. Er hatte eine lange Unterredung mit mir, ließ sich von mir meinen Werdegang in der Wehrmacht und meine Fahnenflucht berichten, auch meine „Schwarzarbeit“ auf der Schweine-Kolchose (wobei ich die Zeit im Bergwerk tunlichst verschwieg), die vorgetäuschte Heirat mit Anika und ihren Verrat an mir. Die Monate bei den Sidolkovs brauchte ich nicht zu erzählen, denn die kannte Herr Rubin ja längst.

Sergej Rubin schien beeindruckt davon, was ich alles durchgestanden hatte. Er sprach fast in verschwörerischem Ton: „Hendrik, oder richtiger gesagt Erich, du hast viel durchgemacht und hast, sofern du moralische Schuld als Soldat auf dich geladen hast, deine Sünden abgebüßt. Daher werde ich dafür sorgen, dass du in deine Heimat zurückkehren kannst, zumal der Krieg in wenigen Monaten zu Ende sein wird. Aber ich muss dir einen Schwur abverlangen, unter welchem ich dich freilassen werde: Du darfst bis zu deinem 50. Lebensjahr, sofern du solange lebst, keiner Menschenseele von deinen Erlebnissen in der Sowjetunion ein Sterbenswort verlauten lassen. Umgekehrt verpflichte ich mich, den deutschen Behörden, sofern sie nach einem verlorenen Krieg wieder intakt kommen werden, jemals was von deiner Fahnenflucht und der Heirat mit Anika etwas zu berichten, damit du in Deutschland eine Existenz und vielleicht eine Familie gründen kannst. Wenn du diese Bedingung akzeptierst und ¯ wundere dich nicht ¯ auf die heilige Bibel schwörst, lasse ich dich als freier Mann bis an die polnische Grenze bringen, danach musst du selber sehen, wie du bis nach Deutschland kommst. Schwöre!“

Unter einer alten Kiste kramte Sergej eine alte verstaubte Bibel in Kyrillischer Schrift hervor und entzündete eine Kerze. Natürlich leistete ich den feierlichen Schwur. Und ich vertraute, dass Sergej, der ein heimlicher Orthodoxe war, sein Versprechen hielt.


Ich bekam eine Woche zur Erholung mit nahrhaftem Essen, bevor ich per Eisenbahn die fünftägige Reise nach Westen antreten konnte. Ausgestattet mit Rubins Papieren als freier Mann und „Freund des sowjetischen Volkes“ kam ich bis nach Brest an der polnischen Grenze. Dort erfuhr ich, dass der Kampf um Berlin schon begonnen hatte und Hitler noch an der schwindenden Macht sei. Ich entschloss mich, im befreiten Polen den Fall des Naziregimes abzuwarten, und nach der Kapitulation am 8 April 1945 setzte ich meine Heimreise fort.


Am 15 April kam ich endlich in Dresden bzw. was davon nach dem schweren Bombardement noch übrig geblieben war, an. Meine Eltern waren vermutlich ums Leben gekommen, denn ich fand sie nicht mehr.


Und jetzt nach der DDR-Wende und nachdem ich mein 50. Lebensjahr längst überschritten habe, entschloss ich mich, meine dunkelsten Kapitel meines Lebens niederzuschreiben.

Ende


Review This Story || Author: masostud
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